Das Alkalimetall Lithium gehört im Gegensatz zu Selen oder Zink zu den nichtessenziellen
Spurenelementen: Es kommt zwar in sehr geringen Mengen im Körper vor, hat aber – soweit die Forschung das bisher erfasst hat – keine Funktion für lebensnotwendige Prozesse im Organismus. Daher sind auch keine Erkrankungen bekannt, die auf einen “Lithiummangel” zurückzuführen sind.
Lithium wirkt sich jedoch, wenn es richtig dosiert wird, positiv auf die Stimmung und das Nervensystem aus. Daher werden Lithiumsalze schon seit Jahrzehnten zur medikamentösen Behandlung von psychischen Erkrankungen wie Depressionen und affektiven Störungen verwendet. Da zu viel Lithium im Blutspiegel erhebliche Nebenwirkungen wie Durchfall, Erbrechen, Mundtrockenheit und Krämpfe haben kann, wird bei einer Therapie mit dem Wirkstoff engmaschig der Lithiumspiegel kontrolliert. Eine Überdosierung kann sogar lebensgefährlich sein.
Neueste Erkenntnisse weisen außerdem darauf hin, dass Lithium schützend für Nervenzellen und Gehirn wirken und daher als Medikament für Demenz eine Rolle spielen könnte. Wie genau Lithium aber den Verfall der geistigen Leistung bei Demenz aufhalten soll, ist derzeit noch Gegenstand der medizinischen Forschung.