Knusprig frittiert oder scharf angebraten im Wok – so präsentiert sich Tempeh häufig in asiatischen Gerichten. Das Sojaprodukt punktet mit einem hohen Eiweißanteil und seiner unglaublichen Vielseitigkeit. Wie du Tempeh selbst herstellen kannst und was du dabei beachten solltest, liest du hier.
Zubereitungszeit
30 min.
Gesamtzeit
60 h
Schwierigkeit
Leicht
Kalorien / Portion
560 kcal
Ernährungsform
Vegan
Ernährungsform
Glutenfrei
Zutaten
Portionen
Mengenangaben beziehen sich auf
4
Portion(en).
4
500
g
Sojabohnen, getrocknet
4
EL
Apfelessig
1
TL
Tempeh-Starter
Zubereitung
Sojabohnen in eine große Schüssel geben, mit ausreichend Wasser bedecken und 10–12 Stunden einweichen. Abgießen und die eingeweichten Sojabohnen zwischen den Fingern reiben, um die dünnen Schalen zu lösen. Schalen anschließend abschöpfen und entsorgen.
Sojabohnen in einem Topf mit ausreichend Wasser 30 Minuten kochen, bis sie noch leicht bissfest sind. Abgießen und kurz in einem Sieb abtropfen lassen. Noch warme Sojabohnen in eine Schüssel geben und mit dem Apfelessig gründlich vermengen. Auf einem sauberen Küchentuch ausbreiten und so lange trocknen, bis die Bohnen nur noch leicht feucht sind.
Tempeh-Starter gleichmäßig über die Bohnen streuen und sorgfältig mit einem sauberen Löffel vermengen. Die Sojabohnenmischung in einen Gefrierbeutel geben, gut verschließen und mit einer Nadel viele kleine Löcher einstechen. Den präparierten Gefrierbeutel in eine Schüssel geben und für 36-48 Stunden an einem ca. 30-32 Grad-warmen Ort ruhen lassen. Hierfür eignet sich ein Ofen mit angeschaltetem Ofenlicht sehr gut. Die Temperatur mit einem Küchenthermometer überwachen.
Während der Inkubationszeit bilden sich weiße Fäden auf der Sojabohnenmasse. Der Tempeh ist fertig, wenn die Bohnen zu einem festen, weißen Block zusammengewachsen sind. Tempeh aus dem Gefrierbeutel entnehmen und vollständig abkühlen lassen. Im Kühlschrank lagern und innerhalb von 3 Tagen verbrauchen.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
2.343 kj (28 %)
Kalorien
560 kcal (28 %)
Kohlenhydrate
37 g
Fett
25 g
Eiweiß
45 g
Bewertung
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Was ist Tempeh?
Tempeh ist kein neuartiges Fertigprodukt der veganen Ernährung, sondern eine traditionelle Spezialität aus Indonesien. Es besteht aus geschälten und gekochten Sojabohnen, die mit einem Schimmelpilz geimpft werden. Dann müssen die Sojabohnen mindestens 48 Stunden fermentieren. Während dieser Zeit entsteht durch das Pilzgeflecht eine feste Struktur. Tofu hingegen wird nicht aus ganzen Sojabohnen, sondern aus geronnenem Sojamilchquark gewonnen. Tempeh aus Sojabohnen selber zu machen, ist einfacher, als du vielleicht denkst: Alles, was du für unser Tempeh-Rezept brauchst, sind Sojabohnen, Tempeh Starter, Apfelessig und ein bisschen Geduld.
Tempeh-Herstellung: Tipps für die Tempeh-Zubereitung zuhause
Der Tempeh Starter, auch Tempeh Starterkultur, besteht aus einer Pilzkultur, in der Regel Rhizopus Oligosporus. Diese lässt sich fertig kaufen. Nachdem die Sojabohnen eingeweicht, gekocht und geschält wurden, werden sie mit Apfelessig benetzt. Essig hat eine antibakterielle Wirkung und sorgt dafür, dass keine unerwünschten Pilze auf den Bohnen wachsen. Und dann kommt der Tempeh Starter zum Einsatz: einfach mit den Sojabohnen vermengen und das Ganze in den mit Löchern versehenen Gefrierbeutel geben. Alternativ kannst du Schüsseln aus Porzellan oder Auflaufformen mit Deckel verwenden. Während der Fermentation solltest du immer mal wieder den Deckel hochheben, damit feuchte Luft entweichen kann.
Tempeh mit Sojabohnen
Tempeh gilt als Ersatzprodukt für Fleisch, hat jedoch in der indonesischen Küche eine lange Tradition: Probiere das Tempeh gegrillt am Spieß als Tempeh Sate oder knusprig frittiert mit einer leckeren Soße wie beim Tempe Orek. Du kannst es braten, backen, frittieren oder grillen. Es empfiehlt sich, das Sojaprodukt vor der Zubereitung mit Kräutern, Ölen und Gewürzen zu marinieren. Tempeh ist reich an pflanzlichem Eiweiß und anderen wertvollen Mineralstoffen. Das macht es zu einem wichtigen Baustein der veganen und vegetarischen Ernährung. Wie die Umstellung auf vegane Ernährung gelingen kann, erfährst du in unseren Tipps und Tricks.