Lobio ist ein georgischer Bohneneintopf, der für seine würzige, aromatische Note bekannt ist. Er wird traditionell mit roten Bohnen zubereitet und langsam geschmort, bis eine sämige Konsistenz entsteht. Serviert mit frischen Kräutern und Brot ist Lobio ein wärmendes, herzhaftes Gericht für jeden Tag. Koche Lobio selbst und genieße georgische Küche ganz einfach zuhause.
Bohnen in einem Sieb kalt abspülen. In eine Schüssel geben, mit Wasser bedecken und über Nacht einweichen.
Zwiebel und Knoblauchzehen pellen und fein hacken. Karotte schälen und fein würfeln. Paprikaschote waschen, Stiel und Kerngehäuse entfernen und fein würfeln. Walnüsse fein hacken.
Eingeweichte Bohnen abgießen und für ca. 1 Stunde im Topf mit ausreichend gesalzenem Wasser garkochen. Beiseitestellen.
3 EL Walnussöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel hineingeben und glasig schwitzen. Knoblauch zugeben und kurz mit anschwitzen. Karotte und Paprika zugeben und 4-5 Minuten mit anbraten. Tomatenmark einrühren und ebenfalls kurz mit anbraten. Alle Gewürze hinzufügen und kurz mit anschwitzen, bis sie zu duften beginnen. Gegarte Bohnen zusammen mit dem Kochwasser (ca. 300 ml) zugeben, 400 ml Wasser und die gehackten Tomaten zugeben und für 30-40 Minuten bei geringer Hitze sämig köcheln lassen.
In der Zwischenzeit Koriander und Petersilie waschen, trocken schütteln und grob hacken. Frühlingszwiebeln waschen, Enden abschneiden und in feine Röllchen schneiden.
Nach Ende der Garzeit die Bohnen mit einem Kartoffelstampfer leicht andrücken, 2/3 der Walnüsse sowie die Hälfte der Kräuter zugeben und einrühren. Mit Salz abschmecken.
Lobio in tiefe Schälchen füllen, mit den restlichen Kräutern, Frühlingszwiebeln und Walnüssen toppen sowie mit etwas Walnussöl beträufeln. Servieren.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
2.234 kj (27 %)
Kalorien
534 kcal (27 %)
Kohlenhydrate
40 g
Fett
27 g
Eiweiß
21 g
Bewertung
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Was ist Lobio?
Lobio ist ein traditionelles Gericht aus Georgien, bei dem rote Bohnen die Hauptrolle spielen. Der Name steht im Georgischen schlicht für „Bohnen“. In der georgischen Küche beschreibt Lobio jedoch weit mehr als nur eine Zutat: Gemeint ist ein würziger Eintopf oder eine cremige Bohnenzubereitung, die mit Kräutern, Gewürzen und manchmal Walnüssen verfeinert wird. Lobio kann warm als herzhaftes Hauptgericht oder auch kalt als würzige Bohnenpaste serviert werden. Dadurch gehört das Gericht zu den vielseitigen Klassikern der georgischen Küche.
Typisch georgischer Lobio basiert meist auf roten Bohnen, häufig Kidneybohnen, die lange gekocht und anschließend mit Zutaten wie Zwiebeln, Knoblauch, Koriander oder Essig abgeschmeckt werden. Dadurch entsteht der kräftige Geschmack, der das Gericht ausmacht. Die Bohnen werden dabei teilweise zerdrückt, sodass eine sämige Konsistenz entsteht.
Woher kommt Lobio?
Das Gericht hat seine Wurzeln im Kaukasus, genauer gesagt in Georgien. Dort gehört Lobio zu den bekanntesten traditionellen Speisen und wird in vielen regionalen Varianten gekocht. Besonders verbreitet ist der Eintopf in ländlichen Regionen, wo Bohnen seit Jahrhunderten zu den wichtigen Grundzutaten zählen.
In Georgien wird Lobio häufig in einem Tontopf, dem sogenannten „Ketsi“, zubereitet. Durch das langsame Garen entwickeln sich die kräftigen Aromen der Gewürze besonders intensiv. Das Lobio-Original-Rezept wird meist mit frischen Kräutern, Knoblauch und Essig abgeschmeckt.
Je nach Region unterscheiden sich die Varianten deutlich: Manche Rezepte setzen auf eine grobe Bohnenstruktur, andere verwandeln die Lobio-Bohnen in eine cremige Masse. Wenn du dich für die Vielfalt von Hülsenfrüchten interessierst, lohnt sich ein Blick in unser Expertenwissen zu den unterschiedlichen Bohnen-Sorten.
Was isst man zu Lobio?
Ein Lobio mit roten Bohnen wird in Georgien selten allein serviert, sondern meist mit passenden Beilagen kombiniert. Besonders typisch sind frisches Brot oder Maisfladen, mit denen sich die würzige Bohnenzubereitung aufnehmen lässt. Auch eingelegtes Gemüse wie Gurken oder Kohl gehört häufig dazu und sorgt für einen angenehmen Kontrast zum aromatischen Lobio-Eintopf. Wenn du noch mehr Inspiration für herzhafte Gerichte dieser Art suchst, entdecke auch unsere vielfältigen Eintopf-Rezepte.
Frische Kräuter, etwa Koriander oder Petersilie, runden das Gericht zusätzlich ab. In manchen Regionen werden außerdem Walnüsse oder Granatapfelkerne als Topping verwendet. Wer sein Lobio-Rezept georgisch servieren möchte, kann mit diesen Zutaten zusätzliche Textur und eine feine aromatische Note hinzufügen, die den charakteristischen Geschmack des Gerichts besonders gut unterstreicht.