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Nachhaltiger Fisch: umweltbewusst genießen

Fisch ist weltweit begehrt, doch seine Beliebtheit hat zu einer Überfischung der Meere geführt. Daher engagieren sich EDEKA und WWF als Partner für nachhaltigen Fischfang bereits seit 2009 gemeinsam für den Schutz der Ozeane und fördern so aktiv das Angebot von nachhaltigem Fisch.

Nachhaltige Fischerei – gemeinsam für den Schutz der Meere

Ob leckere Lachsfilets, schmackhaftes Thunfischsteak oder zarter Alaska-Seelachs: Fisch ist ein Genuss und gehört dank seines Geschmacks und als wertvolle Eiweißquelle für rund drei Milliarden Menschen auf den Speisezettel. Außerdem sind 10 bis 12 Prozent der Weltbevölkerung in der Fischwirtschaft tätig und verdienen mit diesem Handel ihren Lebensunterhalt.

Doch wussten Sie schon, dass für die gestiegene Nachfrage nach diesem Lebensmittel die Fischbestände auf der ganzen Welt einen hohen Preis zahlen müssen?

Fakten zur Überfischung und zum Fischfang:

  • Wachsender Pro-Kopf-Verbrauch: Mit 20,5 kg Fisch pro Jahr weltweit und 13,3 kg Fisch in Deutschland ist der Pro-Kopf-Konsum heute doppelt so hoch wie noch vor 50 Jahren.
  • Durchgehende Überfischung: In 2017 wurden 84,4 Millionen Tonnen Meeresfisch gefangen – mehr, als in den vergangenen Jahren und viel mehr, als auf natürliche Weise nachwachsen kann.
  • Rasantes Sterben: Zwischen 1973 und 2017 hat sich die Anzahl der überfischten Bestände in den Meeren verdreifacht.
  • Ungewollter Beifang, der die Fischerei auf globaler Ebene betrifft: Rund 10 bis 20 Prozent des Fischfangs sind ungewollter Beifang, der meist als "Müll" tot über Bord geht. Somit landen zum Beispiel für 1 Kilogramm Nordseekrabben bis zu 9 Kilogramm anderer Tiere mit im Netz.

So steht es um die weltweiten Fischbestände

Zahlen, die alarmierend sind

Weltweit sind 34 Prozent der kommerziell genutzten Bestände überfischt und rund 60 Prozent bis an ihre nachhaltige Grenzen befischt. Produkte aus nachhaltiger Fischerei werden damit wichtiger denn je

EDEKA und WWF sind Partner für nachhaltige Fischerei

Die EDEKA Fischprodukte sind MSC-zertifiziert.
Unser Fischsortiment - für mehr Nachhaltigkeit

Um diesen Trend zu stoppen, engagieren sich EDEKA und WWF als Partner für nachhaltigen Fischfang bereits seit 2009 für den Schutz der Meere und der weltweiten Fischbestände. Denn wir wollen auch in Zukunft noch guten Gewissens Fisch verkaufen können.

Unsere Maßnahmen für nachhaltigen Fisch

Die Meere und die weltweiten Fischbestände zu schützen, ist eine ehrgeizige Aufgabe. Unser Ziel ist es, unsere Fischsortimente auf 100 Prozent Nachhaltigkeit umzustellen.

Und wie schaffen wir das? Wir ergreifen folgende Maßnahmen, um unsere Fischprodukte umweltfreundlicher zu machen:

  • Nachhaltiger Einkauf: Wir sind bei Fisch und Meeresfrüchten bemüht, auf eine nachhaltige Einkaufspolitik umzustellen, sodass wir beispielsweise nur zertifizierte oder grün bewertete Produkte neu ins Sortiment aufnehmen. Mehr zu unseren nachhaltigen Einkaufsrichtlinien erfahren Sie hier.
  • Ausgewählte Bezugsquellen: Wir prüfen sorgfältig die Herkunft und beziehen bereits einen Großteil unserer EDEKA Fisch-Eigenmarkenprodukte von nachhaltig arbeitenden Betrieben.
  • Artenschutz: Wir verkaufen keine vom Aussterben bedrohten Fischarten wie Aal, Hai, Rochen oder Wild-Stör.
  • Aktive Förderung: Wir fördern neben nachhaltigen Fischfang bei Wildfisch außerdem zertifizierte und verantwortungsvolle Aquakultur.

Das können Sie tun – so unterstützen Sie nachhaltige Produkte

Greifen Sie zu: Besonders nachhaltige Produkte tragen SIegel und Panda

34 Prozent der Fischbestände sind überfischt und weitere 60 Prozent bis an ihre Grenzen befischt. Zahlen, die die Frage aufkommen lassen: Ist es überhaupt noch vertretbar, Fisch zu genießen? Wir sagen: Ja, wenn wir gemeinsam Verantwortung zeigen und auch Sie beim Einkaufen bewusst handeln. Was Sie dafür tun können:

1. Achten Sie auf EDEKA-Fischprodukte mit „Panda“

Sagen Sie beim Einkauf von nachhaltigeremFisch "Ja!" zu unserem Sortiment mit dem WWF-Panda, dem Zeichen für umweltfreundliche Produkte. Den WWF-Panda müssen sich Fisch- und Meeresfrüchteprodukte verdienen, indem sie bereits mindestens mit Nachhaltigkeitskennzeichnungen wie dem MSC-Siegel (für Wildfisch) ausgezeichnet sind. Aber: Der Panda kennzeichnet nicht alle zertifizierten Produkte – sondern nur diejenigen aus Fischereien, die WWF auch für gut befindet. Ein weiterer Standard sind Bio-Siegel für Fisch aus Aquakultur, die mindestens die Richtlinien von Bioland oder Naturland erfüllen. All diese Siegel garantieren, dass die Produkte von nachhaltig arbeitenden Fischereien oder Zuchten stammen. Deren Vorteile: Sie achten auf den Schutz der Fischbestände, indem nur so viel gefischt wird, wie auf natürliche Weise nachwachsen kann, und setzen nur umweltschonende Fangmethoden ein. Außerdem wird Zuchtfisch unter größtmöglicher Schonung der Umwelt herangezogen.

2. Gehen Sie den Fischen auf den Grund

Nachhaltiger Fischeinkauf ist nicht schwer! Unterstützung bietet zum Beispiel der WWF-Einkaufsratgeber Fisch, online oder als kostenlose App. Er berät Sie dabei, welche Fischbestände bedenkenlos gekauft werden können und welche lieber nicht auf den Speisezettel gehören. Wenden Sie sich außerdem immer gern an unsere Mitarbeiter in den EDEKA-Märkten, wenn Sie eine Frage zu unseren Fischprodukten haben.

3. Bedrohte Arten sind tabu

Nachhaltiger Fischeinkauf heißt auch, als Verbraucher auf den Genuss von bedrohten Fischarten zu verzichten. Folgende Fischarten sind akut bedroht, deswegen bieten wir sie in unseren Märkten nicht zum Verkauf an:

  • Hai: Sein Fleisch und seine Flossen sind vor allem im asiatischen Raum beliebt. Erschwerend kommt hinzu, dass Haie nur wenige Nachkommen haben und häufig als Beifang im Netz landen.
  • Rochen: Die Zahl der Rochen, die jedes Jahr unter anderem durch die Fischerei mit Langleinen ums Leben kommen, liegt im Millionenbereich. Kein Wunder, dass es vom Netz-Peitschenschwanz-Rochen (Himantura leoparda) nur noch wenige Exemplare gibt.
  • Wild-Stör: Seine Eier werden als teure Delikatesse gesehen. Eine riesige Gefahr, denn das Geschäft mit Kaviar stellt eine Bedrohung für die Störbestände auf der ganzen Welt dar. 17 von 27 Störarten gelten inzwischen als so gut wie ausgestorben und weltweit gelten fast alle Arten als stark gefährdet.
  • Aal: Aal gehört zu den Fischarten, die vom Aussterben bedroht sind. Er gilt zwar vielerorts als regionale Spezialität, ist aber eigentlich eine weit wandernde Art. Der Aal pflanzt sich nur in der Sargassosee (südlich der Bermuda-Insel im Atlantik) fort und legt von den europäischen Binnengewässern bis dorthin rund 5.000 Kilometer zurück. Nach dem Ablaichen stirbt er. Er kann nicht gezüchtet, sondern nur gemästet werden.