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Nachhaltiger Fisch: umweltbewusst genießen

Fisch ist weltweit begehrt, doch seine Beliebtheit hat zu einer Überfischung der Meere geführt. Daher engagieren sich EDEKA und WWF als Partner für nachhaltigen Fischfang bereits seit 2009 gemeinsam für den Schutz der Ozeane und fördern so aktiv das Angebot von nachhaltigem Fisch.

Nachhaltiger Fisch: Gemeinsam für den Schutz der Meere

Ob leckere Lachsfilets, schmackhaftes Thunfischsteak oder zarter Rotbarsch: Fisch ist ein Genuss und gehört dank seines Geschmacks und als wertvolle Eiweißquelle für rund drei Milliarden Menschen auf den Speisezettel. Außerdem sind 10 bis 12 Prozent der Weltbevölkerung in der Fischwirtschaft tätig und verdienen damit ihren Lebensunterhalt.

Doch wussten Sie schon, dass für die gestiegene Nachfrage nach diesem Lebensmittel die weltweiten Fischbestände einen hohen Preis zahlen müssen?

Fakten zur Überfischung:

  • Wachsender Pro-Kopf-Verbrauch: Mit 19,2 kg Fisch pro Jahr ist der Fischkonsum pro Kopf heute doppelt so hoch wie noch vor 50 Jahren.
  • Durchgehende Überfischung: seit 2012 werden jedes Jahr 80 Millionen Tonnen Meeresfisch gefangen - mehr, als auf natürliche Weise nachwachsen kann.
  • Rasantes Sterben: Zwischen 1970 und 2010 hat sich die Anzahl der Speisefische in den Meeren halbiert.
  • Ungewollter Beifang: Rund 10 bis 20 Prozent des Fischfangs sind ungewollter Beifang, der meist als "Müll" tot über Bord geht. Somit landen zum Beispiel für 1 Kilogramm Nordseekrabben bis zu 9 Kilogramm anderer Tiere mit im Netz.

So steht es um die weltweiten Fischbestände

Zahlen, die alarmierend sind

Weltweit sind etwa 93 Prozent der kommerziell genutzten Fischbestände überfischt oder bis an ihre Grenzen befischt. Nachhaltiger Fisch wird damit wichtiger denn je.

EDEKA und WWF sind Partner für nachhaltige Fischerei

Unser Fischsortiment - für mehr Nachhaltigkeit

Um diesen Trend zu stoppen, engagieren sich EDEKA und WWF als Partner für nachhaltigen Fischfang bereits seit 2009 für den Schutz der Meere und der weltweiten Fischbestände. Denn wir wollen auch in Zukunft noch guten Gewissens Fisch verkaufen können.

Unsere Maßnahmen für nachhaltigen Fisch

Die Meere und die weltweiten Fischbestände zu schützen, ist eine ehrgeizige Aufgabe. Unser Ziel ist es, unsere Fischsortimente auf 100 Prozent Nachhaltigkeit umzustellen.

Und wie schaffen wir das? Wir ergreifen folgende Maßnahmen, um unsere Fischprodukte umweltfreundlicher zu machen:

  • Nachhaltiger Einkauf: Wir haben bei Fisch und Meeresfrüchten auf eine nachhaltige Einkaufspolitik umgestellt, sodass wir beispielsweise nur zertifizierte Produkte neu ins Sortiment aufnehmen. Mehr zu unseren nachhaltigen Einkaufsrichtlinien erfahren Sie hier.
  • Ausgewählte Bezugsquellen: Wir prüfen, wo unser Fisch herkommt und beziehen bereits einen Großteil unserer EDEKA Fisch-Eigenmarkenprodukte von nachhaltig arbeitenden Betrieben.
  • Artenschutz: Wir verkaufen keine vom Aussterben bedrohten Fischarten wie Aal, Hai, Rochen oder Wild-Stör.
  • Aktive Förderung: Wir fördern außerdem nachhaltige Fischereien.

Das können Sie tun - so unterstützen Sie nachhaltigen Fisch

Greifen Sie zu: Besonders nachhaltige Produkte tragen SIegel und Panda

93 Prozent der Fischbestände sind überfischt oder bis an ihre Grenzen befischt. Eine Zahl, die die Frage aufkommen lässt: Ist es überhaupt noch vertretbar, Fisch zu genießen? Wir sagen: Ja, wenn wir gemeinsam Verantwortung zeigen und auch Sie beim Einkaufen bewusst handeln. Was Sie dafür tun können:

1. Achten Sie auf EDEKA-Fischprodukte mit „Panda“

Sagen Sie "Ja!" zu unserem Sortiment mit dem WWF-Panda, dem Zeichen für besonders umweltfreundliche Produkte. Den WWF-Panda müssen sich Fisch- und Meeresfrüchteprodukte verdienen, indem sie bereits mindestens mit Nachhaltigkeitssiegeln wie MSC (für Wildfisch) ausgezeichnet sind. Aber: Der Panda kennzeichnet nicht alle zrtifizierten Produkte - sondern nur diejenigen aus Fischereien, die WWF auch für gut befindet. Ein weiterer Standard sind Bio-Siegel, die mindestens die Richtlinien von Bioland oder Naturland erfüllen. All diese Siegel garantieren, dass die Fischprodukte von nachhaltig arbeitenden Fischereien oder Zuchten stammen. Deren Vorteile: Sie achten auf den Schutz der Fischbestände, indem nur so viel gefischt wird, wie auf natürliche Weise nachwachsen kann, und setzen nur umweltschonende Fangmethoden ein. Außerdem wird Zuchtfisch unter größtmöglicher Schonung der Umwelt herangezogen.

2. Gehen Sie den Fischen auf den Grund

Nachhaltiger Fischeinkauf ist nicht schwer! Unterstützung bietet zum Beispiel der WWF-Einkaufsratgeber Fisch, online oder als kostenlose App.Er berät Sie dabei, welcher Fisch bedenkenlos gekauft werden kann und welche Sorten lieber nicht auf den Speisezettel gehören. Wenden Sie sich außerdem immer gern an unsere Mitarbeiter in den EDEKA-Märkten, wenn Sie eine Frage zu unseren Fischprodukten haben.

3. Fisch von bedrohten Fischarten ist tabu

Nachhaltiger Fischeinkauf heißt auch, auf den Genuss von bedrohten Fischarten zu verzichten. Folgende Fischarten sind akut bedroht, deswegen bieten wir sie in unseren Märkten nicht zum Verkauf an:

  • Hai: Sein Fleisch und seine Flossen sind vor allem im asiatischen Raum beliebt. Erschwerend kommt hinzu, dass Haie nur wenige Nachkommen haben und häufig als Beifang im Netz landen.
  • Rochen: Die Zahl der Rochen, die jedes Jahr unter anderem durch die Langleinenfischerei ums Leben kommen, liegt im Millionenbereich. Kein Wunder, dass es vom Netz-Peitschenschwanz-Rochen (Himantura leoparda) nur noch wenige Exemplare gibt.
  • Wild-Stör: Seine Eier werden als teure Delikatesse gesehen. Eine riesige Gefahr, denn das Geschäft mit Kaviar stellt eine Bedrohung für die weltweiten Störbestände dar. 17 von 27 Störarten gelten inzwischen als so gut wie ausgestorben und weltweit gelten fast alle Arten als stark gefährdet.
  • Aal: Aal gehört zu den Fischarten, die vom Aussterben bedroht sind. Er gilt zwar vielerorts als regionale Spezialität, ist aber eigentlich eine weit wandernde Fischart. Der Aal pflanzt sich nur in der Sargassosee (südlich der Bermuda-Insel im Atlantik) fort und legt von den europäischen Binnengewässern bis dorthin rund 5.000 Kilometer zurück. Nach dem Ablaichen stirbt er.