Teller auf Holzbrett mit Nudeln, Zwiebeln, Fischstücken und 2 Eierhälften in brauner Flüssigkeit.

Mohinga

Mohinga gilt als Nationalgericht Myanmars: Eine würzige Fischsuppe mit Reisnudeln, aromatischen Gewürzen und frischen Kräutern. Sie wird meist zum Frühstück serviert und ist ein echter Geheimtipp für Fans internationaler Suppenküche. Probiere Mohinga für ein neues kulinarisches Erlebnis!

  • Zubereitungszeit
    45 min.
  • Gesamtzeit
    75 min.
  • Schwierigkeit
    Mittel
  • Kalorien / Portion
    537 kcal
  • Bewertung
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  • Ernährungsform
    Glutenfrei
    Ernährungsform
    Laktosefrei

Zutaten

Portionen

4

Für die Brühe:

400 g
Welsfilets
2 Stängel
Zitronengras
5 cm
Ingwer
4
Knoblauchzehen
1 EL
Reismehl
1
Zwiebel, gelb
2 EL
Erdnussöl
1 TL
Kurkuma
1 TL
Paprikapulver, edelsüß
1 TL
Chilipulver
4 EL
Fischsauce
2 EL
Tamarindenpaste
1 TL
Zucker, braun
1 Prise
Salz

Für die Einlage:

250 g
Reisnudeln
2
Eier
1 Bund
Frühlingszwiebel
1
Zwiebel, rot
0,5 Bund
Koriander
2
Limetten

Zubereitung

  1. Welsfilet unter kaltem Wasser abspülen. Zitronengras abspülen und zerschneiden, sodass das Innere freigegeben wird. Das trockene Wurzelende und die äußeren Blätter entfernen. Ingwer schälen und in Scheiben schneiden. Knoblauchzehen pellen und eine davon leicht andrücken. Welsfilet, Zitronengras, 2/3 Ingwer, Knoblauch und Kurkuma mit 1 Liter Wasser in einen Topf geben, aufkochen und für 30 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen.

  2. Reismehl in einer Pfanne ohne Öl für 3-4 Minuten unter Rühren rösten, bis es eine goldgelbe Farbe annimmt und nussig duftet. Beiseitestellen. Zwiebel pellen und fein hacken. Übrige Knoblauchzehen fein hacken.

  3. Den Fischfond abseihen und salzen. Das Welsfilet abkühlen lassen. Erdnussöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und restlicher Ingwer hineingeben und ca. 5 Minuten anbraten. Paprika- und Chilipulver zugeben und kurz mitrösten. Mit Fischsoße ablöschen. Geröstetes Reismehl einrühren und mit dem Fischfond glattrühren. Tamarindenpaste und Zucker zugeben und unter regelmäßigem Rühren für 10 Minuten sanft köcheln lassen.

  4. In der Zwischenzeit die Reisnudeln nach Packungsanleitung in einem Topf mit ausreichend Wasser gar kochen. Abgießen, kalt abschrecken und im Sieb abtropfen lassen. Eier im Topf mit ausreichend Wasser 8-10 Minuten hart kochen, kalt abschrecken und abkühlen lassen. Pellen und halbieren. Frühlingszwiebeln waschen, Enden abschneiden und in feine Röllchen schneiden. Zwiebel pellen und in feine Ringe schneiden. Koriander waschen, trocken schütteln und die Blätter grob hacken. Limetten waschen und in dicke Spalten schneiden.

  5. Welsfilet in mundgerechte Stücke schneiden und für 7-8 Minuten in der Brühe ziehen lassen. Reisnudeln auf Schüsseln verteilen, mit der Brühe und dem Fischfilet bedecken und mit Frühlingszwiebeln, einem halben Ei, Koriander und Zwiebelringen toppen. Mit einer Limettenspalte garniert servieren.

Nährwerte

Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).

Nährwerte pro Portion
Energie 2.247 kj (27 %)
Kalorien 537 kcal (27 %)
Kohlenhydrate 54 g
Fett 22 g
Eiweiß 26 g

Bewertung

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Was ist Mohinga?

Mohinga ist eine Fischsuppe: Sie gilt als kulinarisches Wahrzeichen Myanmars und Nationalgericht des Landes. Wenn du Mohinga selber machen möchtest, vereinst du in der Mohinga-Suppe die typischen Aromen Südostasiens. Charakteristisch dafür ist eine feine Balance aus Würze, Säure und einer ganz besonderen Textur. Die Basis bei diesem Fischsuppen-Rezept ist eine sämige Brühe. Im Gegensatz zu klaren Suppen-Rezepten wird hier eine kräftige Basis aus Fisch – wir nutzen in unserem Mohinga-Rezept zartes Welsfilet – mit aromatischem Zitronengras, Ingwer, Knoblauch und Kurkuma kreiert. Eine wichtige Besonderheit bei der Zubereitung ist, dass du geröstetes Reismehl verwendest. Hiervon wird ein Esslöffel in der Pfanne goldbraun erhitzt, bis das Mehl einen nussigen Duft verströmt. Das sorgt in der Suppe für eine wunderbar sämige Bindung, die jeden Löffel zu einem richtigen Erlebnis macht.

Verfeinert wird das Gericht mit einer würzigen Paste aus Zwiebeln und Paprika. Auch Fischsoße und die typische Säure der Tamarinde gehören zum Mohinga-Original. Übrigens wird die heiße Suppe traditionell über zarte Reisnudeln gegossen und nach Lust und Laune mit Toppings garniert. Hartgekochte Eier, frische Frühlingszwiebeln, rote Zwiebeln und reichlich Koriander geben dem Gericht Frische und Biss. Ein kräftiger Spritzer Limettensaft rundet das Ganze aromatisch ab. Mehr köstliche und abwechslungsreiche Reisnudel-Rezepte findest du übrigens in unseren Genussthemen.

Was ist der Unterschied zwischen Mohinga und anderen asiatischen Nudelsuppen?

Mohinga hebt sich vor allem durch drei Merkmale von den bekannten Klassikern wie der vietnamesischen Phở, den japanischen Ramen oder der thailändischen Tom Yum ab. Das sind erstens die Textur, zweitens die Basis des Mohinga-Rezepts sowie drittens der Zeitpunkt, zu dem das Gericht serviert wird.

  1. Die Textur einer Mohinga-Suppe ist sämig und nicht klar. Während eine Phở oder viele Ramen-Varianten auf einer klaren oder fettreichen Fleischbrühe basieren, ist Mohinga fast schon cremig. Grund hierfür ist das geröstete Reismehl. Es bindet die Suppe und gibt ihr eine besonders sämige Konsistenz. Du löffelst daher eine reichhaltige, gebundene Fischsoße.

  2. Möchtest du Mohinga selber machen, ist die Basis Fisch anstelle von Fleisch. Viele asiatische Suppen setzen in der Regel auf Rind-, Hühner- oder Schweinefleisch. Mohinga ist aber eine reine Fischsuppe. Der darin verwendete Wels wird nicht nur als Einlage genutzt, sondern zerfällt während des Garens teilweise in der Brühe. Das sorgt für ein sehr intensives, herzhaftes Umami-Aroma. Durch die Kombination mit Tamarindenpaste und Zitronengras entsteht im Gericht ein unverwechselbarer Geschmack.

  3. Der vermutlich größte Unterschied liegt im Zeitpunkt des Servierens. Denn Mohinga ist als Frühstück in Myanmar bekannt. Während wir zum Beispiel Ramen eher mittags oder abends essen, starten die Menschen in Myanmar mit der würzigen Fischsuppe in den Tag. Sie ist der „Kaffee der Burmesen“ und soll als Muntermacher den Stoffwechsel ankurbeln.

Probiere es aus und freue dich auf ein vollmundiges Gericht, das jede Menge Abwechslung auf deinen Teller zaubert!

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