Magiritsa ist eine griechische Suppe, die traditionell mit Lamminnereien, Kräutern und Reis als Einlage gekocht wird. Sie ist ein typisch griechisches Ostergericht und wird am Ostersamstag nach der Mitternachtsmesse gegessen. Magiritsa schmeckt leicht säuerlich durch die Zugabe von Zitronensaft. Würzig, klassisch und gut vorzubereiten – koche jetzt eine klassische Ostersuppe nach!
Innereien gründlich unter fließendem Wasser abspülen. In einem Topf ausreichend mit Wasser bedecken und 5 Minuten sprudelnd kochen. Abgießen und abtropfen lassen.
Zwiebel pellen und grob würfeln. Innereien erneut im Topf mit ausreichend Wasser bedecken. Zwiebel, Lorbeerblatt, Pfefferkörner und Salz zugeben und für 1 Stunde bei geringer Hitze sanft köcheln lassen.
Römersalat in einzelne Blätter abtrennen, waschen, trockenschleudern und in feine Streifen schneiden. Petersilie und Dill waschen, trocken schütteln und fein hacken. Frühlingszwiebeln waschen, Enden abschneiden und in feine Röllchen schneiden.
Innereien abgießen und die Brühe dabei auffangen. Abtropfen lassen und klein schneiden.
Olivenöl im Topf erhitzen. Frühlingszwiebeln glasig schwitzen. Römersalat zugeben und anbraten, bis er in sich zusammenfällt. Innereien zugeben. Mit 1,5 l vom Fleischfond auffüllen und für 10-15 Minuten sanft köcheln lassen.
Zitronen heiß abspülen. Eine Zitrone abreiben, Zitronensaft auspressen. Zitronensaft und Eier schaumig verquirlen. Zwei Portionen heiße Suppe entnehmen und langsam in die Zitronen-Ei-Masse einrühren. Die Mischung anschließend in den Topf geben und auf kleinster Stufe erhitzen. Die Suppe soll nur simmern, bis sich alle Zutaten verbunden haben.
Dill unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Zitronenabrieb garniert servieren.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
1.933 kj (23 %)
Kalorien
462 kcal (23 %)
Kohlenhydrate
10 g
Fett
28 g
Eiweiß
41 g
Bewertung
Wie hat es dir geschmeckt?
Was ist Magiritsa?
Die griechische Ostersuppe Magiritsa ist ein traditionelles Gericht, das eng mit dem orthodoxen Osterfest verbunden ist. Klassisch wird sie in Griechenland in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag nach der Auferstehungsmesse gegessen: Dabei markiert die Magiritsa-Suppe das Ende der Fastenzeit und gilt unter den Oster-Rezepten demnach als Übergang vom Fasten zu den reichhaltigeren Fleischgerichten, die am Ostersonntag folgen.
Traditionell wird Magiritsa aus Lamm-Innereien wie Leber, Herz und Lunge zubereitet – je nach Rezept werden jedoch auch andere Teile vom Lamm für die Brühe verwendet. Dazu kommen meist Frühlingszwiebeln, frischer Dill, Salatblätter wie Römersalat und teilweise Reis. Ihren typischen frischen Geschmack und die leicht cremige Konsistenz erhält die Suppe durch Avgolemono, eine griechische Ei-Zitronen-Mischung, die zum Schluss vorsichtig in die heiße Brühe eingerührt wird. Heute gibt es neben der ursprünglichen Variante auch mildere Abwandlungen, etwa mit Hähnchen, Lammfleisch ohne Innereien oder Pilzen. So lässt sich die Ostersuppe auch in einer weniger intensiven oder einer vegetarischen Variante zubereiten.
In Griechenland ist das Servieren der Magiritsa-Suppe eng mit der Osternacht verbunden. Wenn die Familie in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag nach dem Mitternachtsgottesdienst mit den Osterkerzen nach Hause kommt, wird das Gericht als erstes fleischhaltiges Essen nach der Fastenzeit genossen. Auf dem Ostertisch finden sich häufig auch rot gefärbte Eier und Tsoureki, ein süßes griechisches Osterbrot. Und das sind auch die beiden zentralen Traditionen, die du aufgreifen kannst, wenn du die griechische Ostersuppe Magiritsa zu Hause servieren möchtest:
Das Eierklopfen (Tsougrisma) als Teil des Brauchs sehen: Vor oder während des Osteressens schlägt jedes Familienmitglied sein hartgekochtes und rot gefärbtes Ei gegen das eines anderen. Wer am Ende die unbeschädigte Schale behält, dem soll es Glück bringen. Die roten Eier gehören bei diesem Brauch zum Ostertisch und werden auch zur Magiritsa gegessen.
Tsoureki als süße Begleitung einbauen: Zum Osteressen reicht man in Griechenland häufig Tsoureki, ein süßes griechisches Osterbrot. Der fluffige Hefezopf wird gerne mit Gewürzen wie Mahlab und teils Mastix aromatisiert – als süßer Kontrast passt es ideal zur herzhaften, leicht säuerlichen Magiritsa.