Wie kann man Tomaten häuten und verarbeiten?
Antwort in aller Kürze
Tomaten zu häuten verbessert die Textur von Soßen und Suppen erheblich. Die Standardmethode ist das kurze Blanchieren in kochendem Wasser mit anschließendem Eisbad. Tomaten ohne Schale sorgen für ein feineres Gefühl im Mund und sind für viele Menschen bekömmlicher.
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Warum solltest du Tomaten und Paprika häuten?
In der feinen Küche gilt die Schale von Nachtschattengewächsen, wie Paprika und Tomate, oft als Störfaktor. Wenn du Tomaten und Paprika enthäuten möchtest, geht es meist um zwei wesentliche Aspekte: Mundgefühl und Bekömmlichkeit. Denn die Haut von Paprika und Tomaten zerfällt beim Kochen nicht automatisch. In einer cremigen Tomatensuppe oder einer feinen Paprikasoße bleiben harte Schalenreste zurück.
Zudem enthält die Schale, insbesondere bei Paprika, viele feste Fasern. Wenn du diese entfernst, wird das Gemüse zarter. Ein geschälter Paprikaring im Salat oder eine enthäutete Tomate in der Soße verbinden sich besser mit anderen Zutaten und Aromen.
Tomatenhaut vs. Paprikahaut
Obwohl beide Gemüsearten verwandt sind, unterscheidet sich ihre Hautstruktur deutlich. Das erfordert unterschiedliche Schälstrategien.
Tomaten: Die Haut der Tomate ist sehr dünn und sitzt fest am Fruchtfleisch. Diese Verbindung lässt sich durch kurzes Blanchieren leicht lösen. Sobald das Pektin durch Hitze instabil wird, lässt sich die Haut fast von selbst abziehen.
Paprika: Mit heißem Wasser häuten funktioniert hier nur bedingt. Die Haut löst sich oft nicht sauber, ohne dass das Fruchtfleisch weich wird. Paprika benötigt entweder trockene, starke Hitze wie beim Rösten, um Blasen zu werfen, oder mechanische Hilfe durch einen scharfen Schäler.
Die Methoden zum Häuten im Vergleich
Es gibt drei Hauptwege, um an das zarte Fruchtfleisch zu gelangen. Die Wahl der Methode hängt davon ab, was du mit dem Gemüse vorhast.
Die Blanchier-Methode
| Die Röst-Methode
| Die Sparschäler-Methode
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Dies ist der Klassiker, wenn du Tomaten häuten willst. Das Prinzip beruht auf einem Hitzeschock. Durch das Eintauchen in fast kochendes Wasser löst sich die Haut und lässt sich anschließend leicht abziehen. Das anschließende Eiswasser stoppt den Garprozess sofort, damit die Tomate nicht matschig wird.
Das Häuten von Paprika mit heißem Wasser ist ebenfalls eine gängige Methode. Sie muss jedoch länger im Wasser bleiben und verliert dadurch an Knackigkeit. Diese Variante eignet sich vor allem für Schmorgerichte.
| Hierbei wird die Paprika im Ofen oder über einer offenen Flamme so stark erhitzt, dass die Haut schwarze Blasen wirft. Das sieht im ersten Moment verbrannt aus, ist aber gewollt. Der große kulinarische Vorteil: Der in der Paprika enthaltene Zucker karamellisiert leicht und sorgt für ein Raucharoma: ideal für Antipasti oder Pesto Rosso.
Für Tomaten ist diese Methode weniger geeignet, da sie zu viel Flüssigkeit verlieren würden.
| Wenn du das Gemüse roh und knackig im Salat verwenden möchtest, ist Hitze tabu. Hier hilft ein spezieller Tomaten- und Paprikaschäler. Die gezahnte Klinge findet auf der glatten Oberfläche Halt und trennt die Haut hauchdünn ab, ohne viel Fruchtfleisch wegzunehmen.
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So gelingt das Häuten von Tomaten
Um Tomaten einfach häuten zu können, lohnt es sich sie vorher zu blanchieren und erst dann abzuziehen.
Hier eine schnelle Anleitung:
Vorbereitung: Wasche die Tomaten und entferne den Strunkansatz.
Einritzen: Ritze die Haut auf der gegenüberliegenden Seite des Strunks kreuzweise leicht ein. Nicht zu tief schneiden.
Wasserbad: Bringe einen Topf mit Wasser zum Kochen. Nimm ihn von der Platte (es muss nicht sprudelnd kochen).
Blanchieren: Lege die Tomaten für ca. 30 bis 60 Sekunden hinein. Sobald sich die Haut am Schnitt leicht wellt, nimm die Tomaten heraus.
Abschrecken: Lege die Tomaten sofort in eine Schüssel mit Eiswasser.
Abziehen: Die Haut lässt sich nun vom Kreuzschnitt aus kinderleicht mit einem kleinen Messer abziehen
Anleitung: Paprika im Ofen rösten und anschließend enthäuten
Hitze: Heize den Backofen auf 220 Grad Celsius (Ober-/Unterhitze) oder Grillfunktion vor.
Rösten: Halbiere die Paprika, entferne die Kerne und lege sie mit der Hautseite nach oben auf ein Backblech. Alternativ kannst du die ganze Schote hineinlegen und regelmäßig wenden.
Warten: Backe die Paprika ca. zehn bis 20 Minuten, bis die Haut dunkle Blasen wirft und fast schwarz aussieht.
Schwitzen lassen: Nimm die Paprika heraus und decke sie sofort mit einem feuchten Küchentuch ab oder gib sie in einen Gefrierbeutel. Durch den Dampf löst sich die Haut.
Paprika enthäuten: Nach ca. zehn Minuten kannst du die Haut einfach mit den Fingern abziehen.
Häufige Fehler beim Schälen vermeiden
Damit dir das Tomaten-Häuten und Paprika-Schälen wirklich gelingt, solltest du folgende Stolpersteine umgehen:
Zu langes Blanchieren: Wenn die Tomaten zu lange im heißen Wasser bleiben, garen sie. Das Fruchtfleisch wird mehlig und lässt sich schwer schneiden.
Fehlendes Eiswasser: Der Kälteschock ist essenziell. Ohne ihn gart das Gemüse nach und die Haut zieht sich nicht so schön zusammen.
Ungeduld beim Schwitzen: Gib der gerösteten Paprika Zeit unter dem Tuch. Wenn du versuchst, die heiße Paprika sofort zu schälen, klebt die Haut noch fest.
Falsches Werkzeug: Ein normaler Sparschäler für Kartoffeln oder Karotten rutscht auf der glatten Tomatenhaut oft ab. Nutze stattdessen eine gezahnte Klinge.