Wie kann man Sushi selber machen?
Antwort in aller Kürze
Sushi selber machen geht mithilfe von speziellem Rundkornreis, der gründlich gewaschen und gekocht wird. Anschließend schmeckst du ihn mit Reisessig, Salz und Zucker ab. Mit einer Bambusmatte und frischen Sushi Zutaten, wie Fisch oder knackigem Gemüse, rollst du Makis oder formst Nigiri in der eigenen Küche.
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Sushi selber machen für Anfänger
Damit dein Reis klebt, aber nicht matschig wird, ist die Reissorte entscheidend. Herkömmlicher Langkornreis eignet sich nicht, weil er zu locker bleibt. Du brauchst speziellen Sushi-Reis. Dabei handelt es sich um einen Rundkornreis mit hohem Stärkeanteil, der die typische klebrige Konsistenz entwickelt. Die sorgfältige Vorbereitung entscheidet später darüber, ob deine Rollen gut halten.
So bereitest du den Sushi-Reis vor:
Waschen: Wasche den Reis in einer Schüssel mit kaltem Wasser. Wiederhole den Vorgang so lange, bis das Wasser klar bleibt. So entfernst du überschüssige Stärke.
Quellen und Kochen: Lass den Reis etwa 20 Minuten im Wasser quellen. Koche ihn anschließend nach Packungsanweisung. Meist gilt das Verhältnis von einer Tasse Reis auf 1,2 Tassen Wasser.
Würzen: Während der Reis kocht, erwärmst du Reisessig mit Zucker und Salz, bis sich alles aufgelöst hat. Diese Mischung, auch „Sushi-Zu“ genannt, hebst du vorsichtig unter den fertig gekochten, aber noch heißen Reis.
Abkühlen: Breite den Reis in einer flachen Schüssel aus, traditionell aus Holz, und decke ihn mit einem feuchten Tuch ab. So kühlt er auf Zimmertemperatur ab, ohne dabei auszutrocknen.
Welche Sushi Zutaten und Utensilien brauchst du?
Neben dem Reis brauchst du ein paar grundlegende Utensilien und frische Sushi Zutaten.
Die Auswahl im Überblick:
Utensilien | Zutaten |
Bambusmatte (Makisu): sorgt für gleichmäßige, feste Rollen | Nori-Blätter: geben der Rolle Halt und Struktur |
Scharfes Messer: schneidet sauber, ohne die Rolle zu zerdrücken | Füllung: Lachs oder Thunfisch, Garnelen, Surimi oder vegetarische Varianten wie Gurke, Avocado, Paprika und Omelett |
Schüssel mit Wasser: verhindert, dass der Reis an den Händen klebt | Beilagen: Sojasoße, Wasabi und eingelegter Ingwer zum Servieren |
Mit dieser Grundausstattung bist du bestens vorbereitet und kannst nun direkt mit dem Rollen beginnen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Sushi selber machen
Beim Rollen kommt es weniger auf Kraft an, sondern auf die Technik. Gleichmäßiger Druck und sauberes Arbeiten sind essenziell. Die klassische Rolle (Nori-Blatt außen) ist dafür perfekt geeignet, weil sie stabil bleibt und sich gut formen lässt.
Schritt 1: Vorbereitung
Lege die Bambusmatte vor dich. Wickle sie bei Bedarf in Frischhaltefolie, dann bleibt kein Reis in den Ritzen hängen. Lege ein halbes Nori-Blatt darauf. Die glatte Seite zeigt nach unten, die raue Seite nach oben.
Schritt 2: Reis verteilen
Befeuchte deine Hände leicht mit Wasser. Nimm eine Handvoll Reis und verteile ihn gleichmäßig auf dem Nori-Blatt. Lass am oberen Rand etwa einen Zentimeter frei. Drücke den Reis nur sanft an, damit er locker bleibt.
Schritt 3: Füllen
Lege deine Wunschzutat, zum Beispiel einen Streifen Lachs oder Gurke, mittig auf das Reisbett. Zu viel Füllung macht das Rollen schwieriger. Wenn du möchtest, streiche etwas Wasabi dünn auf den Reis.
Schritt 4: Rollen
Hebe die Bambusmatte am unteren Rand an und rolle sie mitsamt dem Nori-Blatt über die Füllung. Halte die Füllung dabei leicht fest. Rolle weiter, bis der freie Rand erreicht ist. Durch die Feuchtigkeit des Reises schließt sich die Rolle von selbst.
Schritt 5: Schneiden
Nimm die Rolle von der Matte. Befeuchte dein Messer und schneide sie in sechs bis acht gleich große Stücke.
Hygiene und Frische
Beim Arbeiten mit rohem Fisch ist Hygiene besonders wichtig. Weise beim Kauf unbedingt darauf hin, dass du ihn roh verwenden möchtest. Der Fisch muss absolut frisch sein.
Achte außerdem auf folgende Punkte:
Rohen Fisch möglichst noch am Kauftag verarbeiten.
Hände und Arbeitsgeräte gründlich waschen, bevor und nachdem du mit Fisch arbeitest.
Alle Zutaten bis zur Verarbeitung gut kühlen.
Sushi nicht zu lange vorbereiten. Im Kühlschrank wird der Reis hart und das Nori-Blatt zäh. Am besten schmeckt es frisch gerollt.
Sushi-Ideen zum Selbermachen: Welche Varianten lohnen sich?
Wenn dir die klassische Rolle gelingt, kannst du kreativ werden. Genau hier entsteht die Vielfalt, die Sushi ausmacht.
Die bekanntesten Möglichkeiten im Überblick:
Nigiri: Mit leicht angefeuchteten Händen ein längliches Reisbällchen formen und eine Scheibe Fisch oder Omelett darauflegen. Ein schmaler Streifen Nori kann alles zusammenhalten.
Inside-Out Rolls (Uramaki): Hier liegt der Reis außen und das Nori-Blatt innen. Diese Variante braucht etwas mehr Gefühl beim Rollen. Der äußere Reis kann mit Sesam oder Fischrogen bestreut werden.
Vegetarisches Sushi: Avocado, Gurke, eingelegter Rettich oder Tofu eignen sich hervorragend als Füllung. Auch Frischkäse passt gut zu Gemüse.
Ob mit Fisch oder vegetarisch gefüllt: Sushi lässt sich immer wieder neu kombinieren und ganz nach deinem Geschmack variieren.