Wie kann man Wirsing richtig zubereiten und kombinieren?

Antwort in aller Kürze

So kannst du Wirsing zubereiten: Zuerst entfernst du die äußeren Hüllblätter, wäschst den Kohl und schneidest den harten Strunk heraus. Je nach Gericht schneidest du ihn in Streifen oder lässt die Blätter ganz. Für die meisten Rezepte genügt eine kurze Kochzeit: Blanchieren dauert etwa drei bis fünf Minuten, Dünsten oder Schmoren in der Pfanne circa zehn bis 15 Minuten. Wirsing verträgt kräftige Gewürze wie Muskat, Kümmel und Pfeffer sowie cremige Begleiter wie Sahne oder Crème fraîche.

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Warum Wirsing gesund

Wirsing zubereiten: die Grundlagen für guten Genuss

Wirsing ist ein echtes Multitalent in der Küche. Der krause Kohlkopf eignet sich hervorragend für schnelle Pfannengerichte, deftige Eintöpfe oder als edle Beilage. Die richtige Zubereitung von Wirsingkohl entscheidet jedoch maßgeblich über Aroma und Konsistenz. Mit wenigen Handgriffen wird so aus dem günstigen, fast ganzjährig verfügbaren Gemüse ein kulinarischer Genuss. Wichtig ist dabei vor allem, die Garzeiten im Blick zu behalten, damit der Kohl nicht zerkocht.

Vorbereitung: Putzen und Schneiden

Bevor du Wirsing richtig zubereiten kannst, bedarf es einer gründlichen Vorbereitung. In den krausen Blättern können sich Sand und Erde verstecken, weshalb Hygiene hier besonders wichtig ist.

Zunächst entfernst du die dunklen, groben äußeren Blätter. Diese sind oft beschädigt oder zu fest. Anschließend viertelst du den Kopf. Der weiße, feste Strunk in der Mitte ist zum Essen zu hart und benötigt deutlich länger, um weich zu werden, daher solltest du ihn keilförmig herausschneiden. Nun kannst du die Viertel in feine Streifen schneiden oder die einzelnen Blätter ablösen, falls du sie füllen möchtest. Wasche den geschnittenen Kohl danach gründlich in einer Schüssel mit kaltem Wasser oder unter fließendem Wasser ab.

Wirsing richtig kochen: die Garmethoden

Es gibt verschiedene Arten, wie du Wirsing garen kannst. Die Wahl der Methode hängt davon ab, welches Ergebnis du auf dem Teller haben möchtest.

Blanchieren

Dünsten und Schmoren

Kochen

Dies ist die gängige Methode, wenn du die Blätter weiterverarbeiten möchtest, zum Beispiel für Rouladen. Gib die Blätter für drei bis fünf Minuten in kochendes Salzwasser. Schrecke sie danach sofort in Eiswasser ab: So stoppst du den Garprozess und die leuchtend grüne Farbe bleibt erhalten.

Für Gemüsebeilagen oder Rahmwirsing eignet sich das Dünsten in der Pfanne oder im Topf. Hierbei gart der Kohl im eigenen Saft und etwas Fett (Butter oder Öl) sowie wenig Flüssigkeit (zum Beispiel Gemüsebrühe). Die Kochzeit für Wirsing beträgt hierbei etwa zehn bis 15 Minuten, bis er weich, aber noch bissfest ist.

In Eintöpfen und Suppen wird der Wirsing oft direkt in der Flüssigkeit mitgekocht. Hier solltest du darauf achten, den Kohl nicht zu lange zu kochen, da er sonst schnell seine Struktur verliert und grau wird. Gib ihn daher erst gegen Ende der Garzeit der Suppe hinzu.

Wirsing Schritt für Schritt zubereiten

Hier ist eine einfache Anleitung, mit der dir jeder Wirsing gelingt. Egal ob als feine Beilage oder Basis für eine Hauptspeise:

  • Schritt 1: Entferne die äußeren Blätter des Wirsings und wasche den Kopf oder die abgelösten Blätter gründlich, um Schmutz und Rückstände restlos zu entfernen.

  • Schritt 2: Schneide den harten Strunk keilförmig aus. Teile den Wirsing anschließend in feine Streifen oder lasse die Blätter für Rouladen im Ganzen.

  • Schritt 3: Blanchiere die Blätter bei Bedarf für drei bis fünf Minuten in kochendem Salzwasser, um sie weicher und formbar zu machen.

  • Schritt 4: Dünste den Wirsing mit etwas hochwertigem Pflanzenöl oder Butter und einem Schluck Brühe für zehn bis 15 Minuten. Alternativ kannst du ihn langsam in einem geschlossenen Topf schmoren, was für ein noch intensiveres Aroma sorgt.

  • Schritt 5: Würze den Wirsing kräftig. Besonders gut passen Kräuter wie Thymian, Lorbeerblätter und eine Prise Muskatnuss. Für eine cremige Variante fügst du am Ende etwas Sahne, Schmand oder einen Löffel Senf hinzu.

Wirsing-Wissen kompakt

  • Einkauf: Achte auf knackige, dunkelgrüne Außenblätter ohne verwelkte Stellen. Der Kopf sollte sich fest anfühlen.

  • Saison: Wirsing ist fast das ganze Jahr über erhältlich. Frühwirsing ist milder und zarter, Spätwirsing kräftiger und robuster.

  • Lagerung: Im Gemüsefach des Kühlschranks hält sich ein ganzer Kopf bis zu einer Woche. Angeschnitten solltest du ihn zügig verbrauchen.

  • Inhaltsstoffe: Wirsing enthält Vitamin C, welches zu einer normalen Funktion des Immunsystems beiträgt.

Wirsingröllchen mit Seelachs

Wirsing zubereiten: Womit lässt er sich würzen?

Da Wirsing einen nussigen, aber dennoch milden Eigengeschmack hat, verträgt er kräftige Aromen. Ein Klassiker ist Muskatnuss, die das erdige Aroma unterstreicht. Kümmel ist ebenfalls ein beliebter Partner, da er nicht nur Geschmack bringt, sondern den Kohl auch bekömmlicher macht.

Für mediterrane Varianten kannst du Wirsing richtig zubereiten, indem du Knoblauch, Schalotten und etwas Zitronenabrieb verwendest. Wenn du es deftig magst, sind Speckwürfel, die du vor dem Kohl im Topf auslässt, eine gute Basis. Ein Schuss Sahne oder etwas Frischkäse rundet das Gemüse ab und verbindet die Aromen.

Tipp der EDEKA Redaktion

Etwas Säure, etwa durch einen Spritzer Weißweinessig oder Zitronensaft kurz vor dem Servieren, hebt den Geschmack und macht das Gericht frischer.

FAQ – Wirsing zubereiten

Die Garzeit hängt von der Zubereitung ab. Beim Blanchieren reichen drei bis fünf Minuten. Wenn du ihn als Gemüsebeilage dünsten möchtest, solltest du mit zehn bis 15 Minuten rechnen. In Eintöpfen kann er auch länger ziehen, sollte aber nicht zerfallen.

Ja, Wirsing kann man roh essen. Besonders der zarte Frühwirsing eignet sich fein geschnitten für Salate. Du solltest ihn vorher gut waschen und eventuell kräftig durchkneten, damit die Struktur weicher wird.

Wie alle Kohlsorten kann Wirsing blähend wirken. Die Zugabe von Gewürzen wie Kümmel, Fenchelsamen oder Anis während des Kochens macht das Gemüse bekömmlicher.

Ja, der Strunk ist sehr hart, faserig und braucht deutlich länger zum Garen als die Blätter. Zudem enthält er oft mehr Bitterstoffe. Schneide ihn daher bei der Vorbereitung keilförmig heraus.

Die Blätter müssen knackig und frisch grün aussehen. Wenn du die Blätter aneinander reibst, sollte es leicht quietschen (daher der Spitzname „Wirsing“). Der Strunk-Ansatz sollte hell und nicht ausgetrocknet oder braun sein.

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