Nüsse rösten

Nüsse und Kerne: Unser Guide zu Sorten, Nährwerten & Rezeptideen

Rund fünf Kilogramm Nüsse knabbert jede Person in Deutschland im Schnitt pro Jahr – als Snack, im Müsli, im Kuchen oder als Mus auf dem Brot. Kein Wunder, immerhin sind Nüsse kulinarisch sehr vielseitig und enthalten für die Gesundheit wichtige Nährstoffe. Bei uns erfährst du Wissenswertes rund um die kernige Knabberei.

Nüsse und Kerne: Sorten im Überblick

Bei Nüssen und Kernen gilt: Jede Sorte hat ihren eigenen Charakter. Ob im Geschmack, in der Konsistenz oder bei der Verwendung in der Küche. Du wünschst dir mehr Details? Ein Klick auf den Namen der Sorte führt dich direkt zum ausführlichen Lexikoneintrag. 

Nusssorten: Geschmack und Einsatz in der Küche

Lies hier, wie die einzelnen Nusssorten schmecken und wie du sie in der Küche verarbeiten kannst:

  • Walnuss: Kräftig im Geschmack, leicht herb in der Haut. Passt in Brot- und Kuchenteige, zu Käse und in Salate. Kurzes Anrösten holt das Aroma heraus. 

  • Haselnuss: Gehobelt, gehackt oder gemahlen ein Klassiker im Gebäck. In der Pfanne geröstet wird das nussige Aroma deutlich intensiver. 

  • Mandel: Die vielseitigste unter den Nüssen: als Mehl, Mus, Öl, Drink oder Marzipanbasis. Süße Mandeln fürs Backen, Krachmandeln zum Snacken, Bittermandeln zum Aromatisieren. 

  • Cashew: Mild und leicht süßlich, erinnert die Cashew an süße Mandeln. Püriert ersetzt Cashewmus beim Backen die Butter. Nur helle, trockene Kerne sind frisch. 

  • Erdnuss: Botanisch eine Hülsenfrucht und mit Linsen und Erbsen verwandt. Die Samenkerne wachsen unter der Erde, dadurch entstand auch der Name. 

  • Kokosnuss: Fruchtfleisch, Wasser, Milch, Raspeln, Öl: Aus einer Frucht entstehen bei der Kokosnuss viele Zutaten. 

  • Macadamia: Fein, buttrig und besonders hart in der Schale. Schmeckt pur und in Keksen. 

  • Pistazie: Je grüner der Kern, desto besser die Qualität. In China heißt sie „fröhliche Nuss", weil die geöffnete Schale wie ein Lächeln aussieht. Mit Schale tiefgefroren bis zu ein Jahr haltbar. 

  • Paranuss: Wächst wild in den Wäldern des Amazonasgebiets, daher auch „Brasilnuss". Eine Kapselfrucht wiegt bis zu drei Kilo und enthält bis zu 40 Nüsse. 

  • Pekannuss: Längliche, eiförmige Frucht aus den USA, milder als die Walnuss. Passt süß wie herzhaft. Seit 1996 hat sie dort am 14. April ihren eigenen Feiertag. 

  • Esskastanie: Botanisch eine echte Nuss, in der Küche aber eher Beilage: mehlig, mild-süß, klassisch geröstet oder im Eintopf. 

  • Muskatnuss: Kein Snack, sondern Gewürz: frisch gerieben an Kartoffelpüree, Spinat oder Bechamel. Auf die Menge kommt es an. 

  • Erdmandel: Trotz des Namens weder Mandel noch Nuss, sondern eine Knolle – mit nussigem, süßlichem Geschmack. 

Neben Nüssen sind auch Kerne eine vielseitige Zutat beim Kochen und Backen:

  • Kürbiskerne schmecken kräftig und leicht herb. Du findest sie im Gebäck, in Salaten und gemahlen als Grundlage für Pesto.

  • Sonnenblumenkerne sind dagegen milder. Sie eignen sich für Brotteige und Müsli.

  • Pinienkerne, also die Samen der Pinie, entfalten nach kurzer Zeit in der Pfanne ihr charakteristisches und harziges Aroma, das zum Beispiel jedes Pesto bereichert.

  • Leinsamen und Hanfsamen bringen vor allem Textur ins Müsli oder Porridge. 

Tipp für deine Nuss-Kern-Mischung:

Weil jede Sorte ein anderes Nährstoffprofil mitbringt, lohnt sich eine bunte Mischung. Probiere die Kombination aus Haselnüssen, Mandeln, Cashew- und Kürbiskernen, damit für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Verschiedene Nüsse wie Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse und Cashewkerne in Schalen und Schüsseln.

Uraltes Superfood: Schon vor Hunderttausenden von Jahren schätzten unsere Vorfahren Nüsse als haltbare Energiequelle.

Nüsse – das Powerfood der Steinzeit 

Nüsse gehören zu den ältesten Lebensmitteln der Menschheit. Funde belegen, dass unsere Vorfahren schon vor rund 700.000 Jahren Nüsse gesammelt und geknackt haben. Bereits damals galten Nüsse als energiereich, gut transportabel und über Monate haltbar. Kultiviert werden Nussbäume seit etwa 9.000 Jahren. Für die Verbreitung in Europa sorgten vor allem die Römer. Sie brachten Walnuss, Mandel und Esskastanie über die Alpen und nach Norden.

Schon gewusst?

Heute stammen rund 90 Prozent der weltweiten Nussproduktion aus den USA, China, Chile, dem Iran und der Ukraine. Je nach Sorte unterscheidet sich die Herkunft jedoch. Während Walnüsse hauptsächlich in Kalifornien, China und der Türkei wachsen, kommen Haselnüsse größtenteils aus der Türkei und Pekannüsse aus den USA. Mandeln werden überwiegend aus dem Mittelmeerraum exportiert, Cashewkerne aus tropischen Regionen. Eine Besonderheit sind Paranüsse: Sie werden weiterhin überwiegend wild im brasilianischen Amazonasgebiet gesammelt.

Nuss, Kern oder Steinfrucht: Das sind die Unterschiede

Botanisch gesehen gehören Nüsse, Kerne und Steinfrüchte in verschiedene Familien. Das Unterscheidungsmerkmal ist der Aufbau der Fruchtwand: Eine echte Nuss hat eine komplett verholzte Fruchtwand, die den Samen umschließt. Bei Steinfrüchten liegt der Kern in einem fleischigen oder faserigen Mantel, der vor dem Verkauf entfernt wird.

Gruppe 

Merkmal 

Beispiele 

Echte Nuss 

Fruchtwand vollständig verholzt 

Walnuss, Haselnuss, Macadamia, Pekannuss, Esskastanie 

Steinfrucht 

Harter Kern in fleischiger Hülle 

Mandel, Pistazie, Cashew, Kokosnuss 

Hülsenfrucht 

Samen in einer Hülse, reift unter der Erde 

Erdnuss (verwandt mit Linse und Erbse) 

Kapselfrucht 

Mehrere Samen in einer holzigen Kapsel 

Paranuss 

Knolle 

Unterirdisches Speicherorgan, keine Frucht 

Erdmandel 

Samen/Kern 

Samen ohne verholzte Fruchtwand 

Kürbiskern, Sonnenblumenkern, Pinienkern 

Ein anschauliches Beispiel ist die Cashew: Ihre Kerne wachsen außen am unteren Ende des Fruchtstiels und sind, anders als bei einer echten Nuss, nicht von einer harten Schale umgeben – typisch für eine Steinfrucht. Spannend wird es umgekehrt: Manche Früchte, die niemand für eine Nuss hält, sind botanisch näher dran als gedacht. In unseren Wissensbeiträgen erfährst du mehr darüber.

Nährwerte von Nüssen und Kernen – ein Vergleich

Nüsse und Kerne sind energiedicht: Der Fettanteil liegt je nach Sorte zwischen 40 und 70 Prozent, überwiegend in Form ungesättigter Fettsäuren. Dazu kommen Eiweiß, Ballaststoffe und, je nach Sorte, unterschiedliche Vitamin- und Mineralstoffgehalte. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt etwa eine Handvoll pro Tag, also circa 25 Gramm, als Orientierung im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung.

Durchschnittswerte von ungesalzenen und ungerösteten Nüssen und Kernen pro 100 g

Mit unserer Tabelle erhältst du einen ersten Anhaltspunkt, wie es um die verschiedenen Sorten in Sachen Nährwerte bestellt ist. Wichtig zu wissen: Die Werte sind als Durchschnittsangaben zu verstehen und können je nach Sorte, Herkunft und Verarbeitung abweichen. Verbindlich sind deshalb immer die Angaben auf der jeweiligen Verpackung.

Sorte 

Kalorien 

Eiweiß 

Fett 

Ballaststoffe 

Vitamin E 

Walnuss 

ca. 654 kcal 

ca. 15 g 

ca. 65 g 

ca. 7 g 

ca. 6 mg 

Haselnuss 

ca. 628 kcal 

ca. 15 g 

ca. 61 g 

ca. 10 g 

ca. 26 mg 

Mandel 

ca. 576 kcal 

ca. 21 g 

ca. 49 g 

ca. 12 g 

ca. 26 mg 

Cashewkern 

ca. 553 kcal 

ca. 18 g 

ca. 44 g 

ca. 3 g 

ca. 1 mg 

Erdnuss 

ca. 567 kcal 

ca. 26 g 

ca. 49 g 

ca. 9 g 

ca. 9 mg 

Pistazie 

ca. 562 kcal 

ca. 20 g 

ca. 45 g 

ca. 10 g 

ca. 2 mg 

Paranuss 

ca. 659 kcal 

ca. 14 g 

ca. 67 g 

ca. 8 g 

ca. 6 mg 

Pekannuss 

ca. 691 kcal 

ca. 9 g 

ca. 72 g 

ca. 10 g 

ca. 1 mg 

Macadamia 

ca. 718 kcal 

ca. 8 g 

ca. 76 g 

ca. 9 g 

ca. 1 mg 

Kürbiskern 

ca. 559 kcal 

ca. 30 g 

ca. 49 g 

ca. 6 g 

ca. 2 mg 

Sonnenblumenkern 

ca. 584 kcal 

ca. 21 g 

ca. 51 g 

ca. 9 g 

ca. 35 mg 

Ganz allgemein liegen Haselnüsse, Mandeln und Sonnenblumenkerne beim Gehalt von Vitamin E deutlich vorn, Kürbiskerne und Erdnüsse eher beim Eiweiß. Genau deshalb ist eine Mischung sinnvoller, als eine einzige Lieblingssorte zu nutzen. In unseren Tipps und Tricks kannst du außerdem nachlesen, welche Lebensmittel noch reich an Vitamin E sind. 

Übrigens: Weil Nüsse viel Energie liefern, macht es einen Unterschied, ob du sie als Teil einer Mahlzeit einplanst oder zusätzlich nebenbei isst. Ungesalzene und ungewürzte Varianten sind im Alltag die flexiblere Wahl, weil du sie sowohl süß als auch herzhaft einsetzen kannst. Ob Erdnüsse gesund sind, welche Nüsse allgemein am gesündesten sind und aus welchen Gründen du Nüsse ungesalzen essen solltest, haben wir in unseren informativen Wissensbeiträgen zusammengefasst. Lies dich gleich schlau! 

Sind Nüsse gesund? Gesundheit und Verträglichkeit im Überblick

Nüsse und Kerne liefern ungesättigte Fettsäuren, Eiweiß, Ballaststoffe sowie je nach Sorte unterschiedliche Vitamine und Mineralstoffe. Einen Überblick gibt dir die Tabelle weiter oben. Wie sie sich in deinen Alltag einfügen, hängt von der verzehrten Menge und der gesamten Ernährung ab. Wir ordnen für dich die häufigsten Fragen zu Verträglichkeit und Sicherheit ein. 

Nüsse und Abnehmen: Auf die Menge kommt es an 

Nüsse liefern auf kleinem Raum viel Energie: Schon eine Handvoll bringt es auf rund 150 bis 200 Kilokalorien. Wer auf seine Energiebilanz achtet, plant sie am besten bewusst als Teil einer Mahlzeit ein, zum Beispiel im Salat oder Porridge, statt sie zusätzlich nebenbei zu snacken.

Überwiegend aus Kuhmilch hergestellt ist Burrata eine Sonderform des Frischkäses. In unserem Salat mit Nektarinen und Burrata schmeckt er herrlich cremig.

Bewusst genießen: Nüsse gezielt im Salat als Teil einer Mahlzeit einplanen – so behältst du deine Energiebilanz und Kalorien im Blick.

So gesund sind Nüsse für einen Darm 

Ballaststoffe sind fester Bestandteil vieler Nusssorten. So liefern zum Beispiel Mandeln und Haselnüsse rund sieben bis 12 Gramm pro 100 Gramm und gelten daher als gute Ballaststoffquellen. Ballaststoffe tragen zu einer ausgewogenen Ernährung bei. Wie sich einzelne Lebensmittel auf deine individuelle Verdauung auswirken, ist jedoch unterschiedlich. Hast du anhaltende Beschwerden nach dem Verzehr von Nüssen oder Kernen, dann ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. 

Nüsse in der Schwangerschaft 

Nüsse und Kerne können auch während der Schwangerschaft Teil des Speiseplans sein. Achte besonders auf einwandfreie Frische: Nüsse, die bitter schmecken, muffig riechen oder Schimmelspuren zeigen, gehören in jedem Fall in den Müll. Bei Muskatnuss gilt: sparsam dosieren (zum Beispiel eine Prise in den Kartoffelbrei), nicht löffelweise verwenden. Ob und in welcher Menge Nüsse für dich persönlich empfehlenswert sind, klärst du am besten mit deiner Frauenärztin, deinem Frauenarzt oder deiner Hebamme.

Darauf solltest du bei einer Nussallergie achten

Nüsse gehören zu den häufigsten Auslösern von Lebensmittelallergien: Sie sind in der EU deshalb kennzeichnungspflichtig. Eine Allergie gegen eine Sorte bedeutet dennoch nicht automatisch eine Allergie gegen alle. Weil Erdnüsse botanisch Hülsenfrüchte sind, werden sie allergologisch getrennt von Baumnüssen betrachtet. Bei offener Ware, Mischungen und fertigen Backwaren ist eine Kreuzkontamination möglich. Um diese auszuschließen, helfen dir die Hinweise auf der Verpackung. Hier findest du dann den Satz „kann Spuren von … enthalten". Welche Lebensmittel für dich in Frage kommen und wie deine Ernährung bei einer Nussallergie aussehen sollte, klärst du im Detail am besten mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Rund um Muskatnuss, Blausäure und Schimmel: Das solltest du wissen

Nüsse und Gewürze bringen einen unverwechselbaren Geschmack in unsere Küche. Doch wie wird Muskat perfekt dosiert, was steckt hinter dem Aroma von Bittermandeln und woran erkennst du Top-Frische? Wir beantworten die drei häufigsten Fragen: 

  • Muskatnuss: Wie du das Aroma-Wunder richtig dosierst 
    Die feine Würze von Muskatnuss verleiht Cremesuppen, Gemüse und Aufläufen eine warme Tiefe. Weil die Knolle enorm intensiv schmeckt und der enthaltene Pflanzenstoff Myristicin in sehr hohen Mengen Unwohlsein auslösen kann, gilt in der Feinschmecker-Küche: Weniger ist mehr! Schon eine kleine Prise frisch gerieben entfaltet das volle, samtige Aroma. Ab welcher Menge die Muskatnuss wirklich giftig ist, kannst du in unserem Ratgeber nachlesen. 

  • Bittermandeln: Das feine Extra für dein Gebäck 
    Warum duften manche Gebäckklassiker so unverwechselbar köstlich? Oft steckt ein Hauch Bittermandel dahinter. Da sie natürlich gebundenes Amygdalin enthalten, aus dem im Körper Blausäure entstehen kann, kommen sie ausschließlich sparsam dosiert als Aromaträger zum Einsatz. Für das tägliche Knabbern, Backen oder Müsli greifst du ganz entspannt zu den beliebten Süßmandeln. Sie sind völlig unbedenklich und schmecken mild.

Gebackener Pfannkuchen

Feines Mandel-Aroma: Gehobelte Süßmandeln geben dem gebackenen Pfannkuchen den perfekten Biss – verfeinert mit einem Hauch Bittermandel.

  • Frische-Check: So gehst du bei Nüssen auf Nummer sicher 
    Nüsse verdanken ihren Biss und ihre Nährstoffe wertvollen pflanzlichen Fetten. Je fettreicher die Nuss, desto sensibler reagiert sie auf Luft, Wärme und Licht. Vertraue hier auf deine Sinne: Schmeckt eine Nuss bitter, riecht sie muffig oder zeigt sie Verfärbungen? Dann entsorge die gesamte Packung, da sich Schimmelsporen unsichtbar ausbreiten können. Nüsse solltest du außerdem stets kühl, dunkel und gut verschlossen lagern. 

Lesetipps: Was es genau mit Blausäure auf sich hat, und ob alle Mandeln Blausäure enthalten, beantworten wir dir ausführlich in unseren Tipps und Tricks. Wir klären außerdem die Frage, wie gesund Paranüsse sind und welche Vorteile sie mitbringen.

So kannst du Nüsse zubereiten, lagern und haltbar machen

Von der idealen Röstung für mehr Aroma bis hin zur optimalen Lagerung: Nüsse sind echte Verwandlungskünstler. Wir zeigen dir, wie du mit der richtigen Zubereitung das Beste aus Walnüssen, Haselnüssen & Co. Herausholst.

Nüsse richtig rösten

Möchtest du Nüsse rösten, dann ist der schnellste Weg zu mehr Aroma. Das gelingt am besten in der trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze unter ständigem Wenden, bis die Nüsse duften und leicht Farbe annehmen. Je nach Sorte dauert das im Schnitt zwei bis sechs Minuten. Das Rösten von Erdnüssen etwa kann sogar bis zu zehn Minuten dauern. Im Backofen bei etwa 150 bis 180 °C gelingt das gleichmäßiger, besonders bei größeren Mengen. Danach solltest du die Nüsse sofort aus der Pfanne oder vom Blech nehmen, sonst röstet die Restwärme sie weiter. Auch Walnüsse lassen sich im Backofen oder in der Pfanne rösten. Gemahlene oder gehobelte Nüsse brauchen übrigens deutlich weniger Zeit als ganze Nüsse.

Haselnüsse einfach schälen

Die braune Haut von Haselnüssen schmeckt leicht bitter. Am einfachsten löst sie sich nach dem Rösten. Dafür gibst du die Nüsse noch warm in ein Küchentuch, schlägst sie ein und reibst sie kräftig aneinander. Dadurch fallen die Häutchen fast von allein ab. Mehr Details liest du in unseren Tipps und Tricks zum Thema Haselnüsse schnell und einfach schälen.

Zucker schmelzen und Nüsse karamellisieren 

So funktioniert Nüsse karamellisieren: Zucker in der Pfanne schmelzen lassen, Nüsse zugeben, zügig schwenken, bis alle Kerne überzogen sind und am Schluss auf Backpapier auskühlen lassen. Wichtig ist, dabei nicht zu rühren, solange der Zucker noch klar ist, weil er sonst kristallisiert.

Walnüsse einlegen

Aus unreif geernteten, grünen Walnüssen entstehen „schwarze Nüsse": eine Spezialität, die über Wochen in Zuckersirup einzieht und klassisch zu Käse und Wild serviert wird. Die Ernte erfolgt etwa im Juni, wenn die Schale noch weich ist und sich mit einer Nadel durchstechen lässt.

Nüsse und Mandeln einweichen

Das Einweichen macht Nüsse weicher und milder im Geschmack. Das ist praktisch, wenn du Mandeln häuten oder aus Cashews ein besonders feines Mus machen willst. Rechne mit vier bis zwölf Stunden in kaltem Wasser, danach solltest du sie abspülen. Eingeweichte Nüsse sind nur kurz haltbar: Bewahre sie daher im Kühlschrank auf und verbrauche sie zügig.

So lagerst du Nüsse richtig

Nüsse mögen es kühl, trocken, dunkel und luftdicht. Mit Schale halten sie sich deutlich länger als bereits geknackt, gemahlene Nüsse verderben am schnellsten. Geschälte Kerne sind im geschlossenen Glas oder Behälter gut aufgehoben. Bei größeren Mengen kannst du sie im Kühlschrank aufbewahren oder sogar einfrieren. Pistazien mit Schale bleiben tiefgefroren bis zu einem Jahr haltbar. Möchtest du Nüsse aus dem Garten lagern, musst du sie vorher sorgfältig trocknen.
 
Tipp: Das Öffnen von Nüssen ist nicht immer einfach, mit ein paar Tricks klappt es aber. Wie du zum Beispiel eine Kokosnuss öffnen kannst und welche Werkzeuge dir dabei helfen, liest du in unserem Wissensbeitrag.

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Herzhafte und süße Rezepte mit Nüssen und Kernen

Als vielseitige Allrounder lassen sie sich in vielen Gerichten verwenden. Sie geben herzhaften Gerichten wie Suppen, Salaten oder fernöstlichen Pfannengerichten einen knusprigen Kontrast. Aber auch Kuchen, Desserts oder Frühstücksbowls profitieren von ihrem aromatischen Crunch.

Nüsse in herzhaften Rezepten verwenden

Nüsse bringen Textur, Fett als Geschmacksträger und Röstaromen in herzhafte Gerichte. Probiere diese Kombinationen einmal aus:

  • Pinien- oder Kürbiskerne eignen sich als Basis für Pesto. 

  • Gehackte Haselnüsse ergänzen Gerichte wie gerösteten Rosenkohl mit Pecorino.

  • Kürbissuppen erhalten durch ein Topping aus gerösteten Kernen und Kürbiskernöl zusätzliche Struktur.  

  • Eine Pistazien-Walnuss-Füllung sorgt bei Fleischgerichten wie etwa einem Kalbsbraten für Aroma und Biss.

Ein weiteres Beispiel ist unser Feldsalat mit Süßkartoffeln und Walnüssen: Hier treffen geröstete Süßkartoffelwürfel auf Feldsalat, Rote Bete und gehackte Walnüsse.

Unsere Rezeptsammlungen mit Nüssen

Nüsse als aromatische Zutat in Süßspeisen

Nüsse verleihen Gebäck und Desserts Saftigkeit, Struktur und ein unverwechselbares Aroma. Gemahlene Mandeln im Teig halten Kuchen länger saftig, während gehackte Walnüsse oder Haselnüsse in Brot und Hefegebäck für Biss sorgen. In einer Pekannuss-Tarte bilden sie die geschmackliche Basis der Füllung. Desserts wie ein Weihnachtstiramisu gewinnen durch eingearbeitete Haselnusscreme an Aroma und Geschmack.

Tipp aus der EDEKA Redaktion

Setze Nussmus gekonnt kulinarisch ein und püriere zum Beispiel Mandeln, Erdnüsse oder Cashews zu Mus. Das schmeckt nicht nur als Brotaufstrich, sondern auch in anderen Gerichten. Gib etwa einen Löffel davon in dein Porridge, den Pancake-Teig oder deine Pastasoße: Schon wird die Konsistenz ganz ohne Sahne herrlich cremig und samtig. Außerdem eignet sich Cashewmus beim Backen als Ersatz für Butter.

Desserts, Cremes und Gebäck mit Nüssen

Entdecke Nüsse und Kerne im Sortiment von EDEKA

Im EDEKA deines Vertrauens findest du Nüsse und Kerne ganzjährig. Wir bieten sie als ganze Nüsse in der Schale, als geschälte Kerne, gehobelt, gemahlen oder als Mus an. Entdecke zum Beispiel von EDEKA Herzstücke unsere naturbelassenen Haselnusskerne „Runde Römer": Das sind besonders große Kerne mit knackigem Biss und intensiv nussigem Aroma, die sich zum Backen, für herzhafte Füllungen und zum Snacken eignen.

Häufig gestellte Fragen rund um Nüsse und Kerne

Umgangssprachlich werden die Begriffe fast austauschbar verwendet. Als „Kern" bezeichnen wir meist Samen ohne harte, verholzte Schale, zum Beispiel Kürbis- oder Sonnenblumenkerne. Eine echte Nuss erkennst du botanisch an der vollständig verholzten Fruchtwand, wie bei Wal- oder Haselnüssen.

Am Nährstoffprofil ändert Rösten kaum etwas: Fett, Eiweiß und Ballaststoffe bleiben weitgehend erhalten, hitzeempfindliche Vitamine nehmen leicht ab. Beim Geschmack ist der Unterschied dafür deutlich. Geröstete Nüsse sind aromatischer und knuspriger. Wie es am besten gelingt, zeigt dir unsere Anleitung zum Thema Nüsse rösten.

Naturbelassene Nüsse und Kerne enthalten von Natur aus kein Gluten. Vorsicht ist bei verarbeiteten Produkten geboten: Gewürzmischungen, Panaden oder Knabbermischungen können glutenhaltige Zutaten enthalten, und bei offener Ware ist Kreuzkontamination möglich. Die Zutatenliste gibt Auskunft.

Paranüsse fallen vor allem durch ihren hohen Selengehalt auf. Schon ein bis zwei Nüsse decken den täglichen Bedarf eines Erwachsenen. Deshalb lohnt sich Zurückhaltung: Bei dauerhaft großen Mengen ist eine Überversorgung mit Selen möglich. Mehr dazu, wie gesund Paranüsse sind, liest du in unserem Ratgeber.

Die meisten Nüsse werden ernährungsphysiologisch eher den säurebildenden Lebensmitteln zugeordnet; Mandeln gelten als Ausnahme und werden häufig als basisch eingeordnet. Diese Einteilung ist ein Modell aus der Ernährungslehre und wissenschaftlich nicht belegt. Es dient dir also eher als Orientierung im Alltag, aber nicht als medizinische Aussage.

Nüsse und Kerne enthalten Kalium und Magnesium, zwei Mineralstoffe, die im Körper am Blutdruck-Haushalt beteiligt sind. Ein einzelnes Lebensmittel beeinflusst den Blutdruck jedoch nicht, weil das Gesamtbild der Ernährung entscheidend ist. Bei Bluthochdruck solltest du dich deshalb immer in Behandlung deiner Ärztin oder deines Arztes begeben.

Vertraue auf den Geruch und Geschmack: Frische Nüsse riechen neutral bis leicht süßlich, sie schmecken zudem mild-nussig. Ein muffiger Geruch, bitterer Geschmack, schrumpelige Kerne oder Verfärbungen sprechen für ranziges Fett oder sogar Schimmel. Dann gilt: Bitte entsorgen.