Wie viel Gramm Salz am Tag werden empfohlen?

Antwort in aller Kürze

Salz ist unverzichtbar für den Körper, doch die richtige Menge ist entscheidend. Wie viel Gramm Salz am Tag sollten also idealerweise auf deinem Teller landen? Expert:innen empfehlen für Erwachsene maximal sechs Gramm Speisesalz täglich, was etwa einem gestrichenen Teelöffel entspricht. Da ein Großteil über verarbeitete Lebensmittel aufgenommen wird, lohnt es sich, bewusst zu würzen und häufiger selbst zu kochen. 

Die ganze Antwort – ausführlich erklärt von EDEKA

Holz-Messlöffel mit Salz

Wie viel Salz pro Tag ist gesund und wo liegt die Grenze? 

Eine Prise Salz gehört an fast jedes Gericht, selbst in süße Kuchenteige oder Desserts, um den Geschmack abzurunden.  

Salz, chemisch Natriumchlorid, ist für unseren Körper unverzichtbar. Es regelt den Wasserhaushalt, ist wichtig für die Verdauung und die Reizübertragung von Nerven und Muskeln. Im Alltag stellen sich viele die Frage: Wie viel Gramm Salz am Tag sollte man essen? 

Die Orientierungswerte sind klar definiert: Fachgesellschaften wie die DGE geben als Richtwert für Erwachsene eine Menge von maximal sechs Gramm Speisesalz pro Tag an. Umgerechnet auf den Hauptbestandteil Natrium entspricht dies etwa 2,4 Gramm. Wenn du dir unsicher bist, wie viel das optisch ist: Ein gestrichener Teelöffel deckt diese Menge bereits komplett ab. 

Für Kinder gelten je nach Alter deutlich niedrigere Werte, da ihre Nieren die großen Mengen noch nicht so gut verarbeiten können. 

Richtwerte für die Salzzufuhr im Überblick: 

Altersgruppe 

Maximale Salzzufuhr 

Erwachsene 

 

6 g Salz (ca. 2,4 g Natrium) 

Kinder (1–3 Jahre) 

 

2 g Salz 

Kinder (4–6 Jahre) 

 

3 g Salz 

Jugendliche 

Annäherung an den Erwachsenenwert (max. 6 g) 

Gut zu wissen: Sportler:innen reicht im Trainingsalltag die empfohlene Salzzufuhr pro Tag. Es genügt eine ausgewogene Ernährung, um den Bedarf an Salz vollständig zu decken. Nur bei sehr langen, intensiven Ausdauerbelastungen kann es sinnvoll sein, zusätzlich Salz aufzunehmen. 

Salz und Natrium: So rechnest du richtig

Vielleicht ist dir auf Lebensmittelverpackungen schon aufgefallen, dass dort oft „Natrium“ statt „Salz“ in der Nährwerttabelle steht. Das kann verwirrend sein, wenn du dich fragst, wie viel Salz pro Tag du bereits zu dir genommen hast. 

Salz besteht zu etwa 40 Prozent aus Natrium und zu 60 Prozent aus Chlorid. Für die Gesundheit ist vor allem der Natriumgehalt entscheidend. Um den Salzgehalt aus dem Natriumwert zu errechnen, benutzt man folgende Formel: 

  • Natriumwert (in Gramm) x 2,54 = Salzgehalt (in Gramm) 

Beispiel: Enthält eine Packung Fertiggericht ein Gramm Natrium, hast du damit bereits rund 2,54 Gramm Salz aufgenommen, also fast die Hälfte deiner empfohlenen Tagesdosis. 

Brot backen in der Heißluftfritteuse
Salz ist in zahlreichen Lebensmitteln versteckt, die nicht besonders salzig schmecken, darunter zum Beispiel Brot, Fleisch und Käse.

Wo versteckt sich das meiste Salz?

Wenn du dich fragst, wie viel Salz man am Tag essen sollte, denkst du wahrscheinlich zuerst an den Salzstreuer auf dem Esstisch. Tatsächlich macht das bewusste Nachsalzen aber oft nur den kleinsten Teil unserer Salzbilanz aus. Etwa 75 bis 80 Prozent der täglichen Salzaufnahme stammen aus verarbeiteten Lebensmitteln. 

Klassische Lebensmittel des Alltags bringen oft ordentliche Mengen mit, ohne dass sie extrem salzig schmecken müssen: 

  • Brot und Brötchen: Sie sind eine der Hauptquellen in der deutschen Ernährung. 

  • Wurst und Fleischerzeugnisse: Salami, Schinken, etc. nutzen Salz zur Konservierung und Geschmacksverstärkung. 

  • Käse: Sorten wie Gouda, Roquefort oder Feta sind von sich aus sehr salzhaltig. 

  • Fertigprodukte und Soßen: In Ketchup oder Pizza steckt oft viel Natrium. 

Chili-Kräutersalz
Mit den richtigen Kräutern kannst du beim Kochen viel Geschmack erzeugen, ohne zu salzen.

Gesundheitliche Aspekte

Salz bindet Wasser im Körper und beeinflusst den Blutdruck. Eine dauerhaft zu hohe Zufuhr kann bei empfindlichen Menschen dazu führen, dass der Blutdruck steigt. Bluthochdruck (Hypertonie) gilt als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 

Wer dauerhaft deutlich mehr als die empfohlenen sechs Gramm verzehrt, tut seinem Gefäßsystem keinen Gefallen. Besonders Menschen, die bereits unter Bluthochdruck leiden oder Nierenerkrankungen haben, sollten hier besonders achtsam sein und individuelle ärztliche Empfehlungen einholen. 

Wenn du im Supermarkt einkaufst, helfen dir bestimmte Begriffe auf der Verpackung bei der Einordnung: 

  • „kochsalzarm“ oder „natriumarm“: Das Produkt darf maximal 0,12 Gramm Natrium pro 100 Gramm (bzw. 100 Milliliter) enthalten. 

  • „sehr kochsalzarm“: Hier liegt die Grenze sogar bei nur 0,04 Gramm Natrium pro 100 Gramm. 

Kräuter-Risotto
Kräuterrisotto mit gerösteten Pinienkernen: Frische Kräuter sorgen für ein intensives Aroma und zeigen, wie Genuss auch mit wenig Salz gelingt.

Kulinarische Alternativen: Geschmack auch ohne Salzstreuer

Viele Gerichte gewinnen durch eine Prise Salz an Intensität. Es hebt Aromen hervor und mindert Bitterstoffe. Doch wer den Salzkonsum reduzieren möchte, muss nicht auf Genuss verzichten. Im Gegenteil: Weniger Salz bringt uns dazu, kreativer zu würzen, was oft zu viel spannenderen Gerichten führt. Im Folgenden findest du Tipps, um Salz einzusparen. 

Frische Kräuter statt Salz 

Kräuter bringen ätherische Öle und intensive Eigenaromen mit. Liebstöckel wird nicht umsonst „Maggikraut“ genannt. Sein würziges Aroma erinnert stark an kräftige Soßen und kann Salz in Suppen und Eintöpfen teilweise ersetzen. Auch Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Dill und Rosmarin sorgen für so viel Geschmack, dass du automatisch weniger zum Salzstreuer greifst. 

Eine Schüssel mit weißem Reis, darauf rote Soße mit Mais, roten Bohnen und Stücken von rotem Gemüse.
Bohnen-Chili sin Carne mit Reis: Würzige Bohnen, feine Schärfe und aromatische Röstaromen sorgen für vollen Geschmack.

Säure und Schärfe nutzen 

Ein Spritzer Zitronensaft, etwas Limettenabrieb oder ein guter Balsamico-Essig verleihen Gerichten zudem mehr Frische. Oft fehlt einem Gericht gar kein Salz, sondern Säure. Auch Schärfe durch Chili, Ingwer oder Pfeffer lenkt die Wahrnehmung ab. 

Röstaromen einsetzen

Scharfes Anbraten von Fleisch oder Gemüse, das Rösten von Nüssen und Kernen oder das Karamellisieren von Zwiebeln erzeugt natürliche Umami-Noten (herzhaft-wohlschmeckend). Diese Geschmacksfülle sorgt für Intensität und macht zusätzliche Salzzugaben oft überflüssig. 

Das richtige Timing

Salze Nudelwasser ausreichend (hier wird das meiste Salz ohnehin abgegossen), aber sei sparsam bei Soßen. Ein Trick der Profiköche: Wenn du Fleisch oder Gemüse erst ganz zum Schluss mit einer kleinen Prise hochwertigem Salz (z. B. Fleur de Sel) bestreust, nimmst du den salzigen Geschmack bewusster wahr, obwohl insgesamt weniger Salz verwendet wurde.  

Geduld haben

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wenn du jahrelang sehr salzig gegessen hast, wird dir natriumarme Kost zunächst fade vorkommen. Die gute Nachricht: Deine Geschmacksnerven passen sich an. Nach zwei bis drei Wochen sensiblerem Würzen wirst du feststellen, dass du feinere Nuancen wieder besser schmeckst und dir Fertigprodukte plötzlich versalzen vorkommen.

Welche Salzart ist die beste?

Bei EDEKA findest du eine riesige Auswahl: Jodsalz, Meersalz, Steinsalz, Himalaya-Salz, Bambussalz oder Fleur de Sel. 

Gesundheitlich betrachtet gibt es kaum Unterschiede. Egal ob das Salz aus dem Meer verdunstet ist oder im Bergwerk abgebaut wurde: Es besteht immer fast vollständig aus Natriumchlorid. Teure Ur-Salze enthalten zwar Spurenelemente, aber in so verschwindend geringen Mengen, dass sie für die Nährstoffversorgung irrelevant sind. 

Der Unterschied liegt in der Textur und im Preis: 

  • Jodiertes Speisesalz: Die wichtigste Wahl für den Alltag, um einem Jodmangel vorzubeugen. Oft auch mit Fluorid angereichert (trägt zur Mineralerhaltung der Zähne bei). 

  • Grobes Meersalz / Fleur de Sel: Ideal zum Veredeln auf dem Steak oder Tomatensalat wegen des angenehmen Knusperns. 

  • Steinsalz: Oft naturbelassen und ohne Rieselhilfen. 

Wie viel Salz pro Tag gesund ist, hängt also nicht von der Art des Salzes ab, sondern von der Menge an Natriumchlorid, die du isst. 

Rezepte für ausgefallene Salzmischungen

  • Eine rote Schale, darin rot-braunes, grobes Salz und eine Gewürzschaufel aus Holz. Drumherum Kakaopulver und Chiliflocken

    Schoko-Chili-Salz

    • Zubereitungsdauer
      10 min.
    • Ernährungsweise
      Glutenfrei
    • Ernährungsweise
      Laktosefrei
  • Frischer Bärlauch lässt sich prima mit Salz vereinen – machen Sie sich ein aromatisches Bärlauchsalz, das hervorragend zum Würzen von kalten Beilagen wie Tomate-Mozzarella oder zum Marinieren von Fleisch und Fisch eignet.

    Bärlauch-Salz

    • Zubereitungsdauer
      40 min.
    • Ernährungsweise
      Glutenfrei
    • Ernährungsweise
      Vegetarisch
    • Ernährungsweise
      Laktosefrei
  • Chili-Kräutersalz

    Chili-Kräutersalz

    • Zubereitungsdauer
      40 min.
    • Ernährungsweise
      Vegan
    • Ernährungsweise
      Glutenfrei
    • Ernährungsweise
      Vegetarisch
    • Ernährungsweise
      Laktosefrei
  • Salzzitronen

    Salzzitronen

    • Zubereitungsdauer
      15 min.
    • Ernährungsweise
      Vegetarisch

FAQ – Wie viel Gramm Salz am Tag?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene maximal sechs Gramm Salz pro Tag. Das entspricht in etwa einem gestrichenen Teelöffel. Diese Menge umfasst sowohl das zugefügte Salz beim Kochen als auch das versteckte Salz in verarbeiteten Lebensmitteln. 

Eine dauerhaft zu hohe Salzzufuhr kann bei vielen Menschen zu einer Erhöhung des Blutdrucks führen. Bluthochdruck ist ein wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine Reduktion des Salzkonsums trägt nachweislich zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei. 

Du kannst Salz durch den Einsatz von frischen Kräutern, Zwiebeln, Knoblauch und Gewürzen reduzieren. Auch Säure (Zitrone, Essig) und Schärfe (Chili, Ingwer) bringen Geschmack in deine Speisen, sodass weniger Salz nötig ist. 

Sportler:innen benötigen in der Regel nur bei extremen Ausdauerleistungen oder starkem Schwitzen mehr Salz, was durch natriumhaltige Getränke oder Mineralwasser gedeckt werden kann. Bei normaler sportlicher Belastung reicht eine ausgewogene Ernährung aus, um den Salzbedarf zu decken. 

Achte auf die Nährwerttabelle und die Zutatenliste. Salz taucht dort oft auch chemisch als „Natrium“ auf. Zutaten wie Natriumnitrit (Pökelsalz), Natriumglutamat (Geschmacksverstärker) oder Backpulver (Natriumhydrogencarbonat) tragen ebenfalls zur Natriumbilanz bei. Multipliziere den Natriumwert mit 2,54, um den Salzgehalt zu ermitteln. 

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