Müssen Eier in den Kühlschrank?

Antwort in aller Kürze

Ja, Eier müssen in den Kühlschrank – zumindest ist das im privaten Haushalt meist die beste Wahl. Frisch gelegte Eier besitzen eine natürliche Schutzschicht, die sogenannte Cuticula, die Keime am Eindringen hindert. Deshalb dürfen sie im Handel auch ungekühlt verkauft werden. Nach dem Einkauf sollten Eier möglichst bei einer konstanten Temperatur, trocken und vor Sonneneinstrahlung geschützt gelagert werden. Entscheidend ist dabei vor allem, Temperaturschwankungen zu vermeiden.

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Eier im Kühlschrank lagern
Eier sollten immer mit der Spitze nach unten gelagert werden, damit das Eigelb nicht austrocknet.

Was die natürliche Schutzschicht des Eis leistet

Jedes frisch gelegte Ei ist von einer dünnen, unsichtbaren Schicht überzogen: der Cuticula. Diese natürliche Hülle legt sich beim Legen über die poröse Kalkschale und verschließt deren feine Poren. Das verhindert, dass Bakterien wie Salmonellen in das Innere des Eis gelangen.

Gleichzeitig sorgt die Cuticula dafür, dass das Ei weniger Feuchtigkeit verliert. Solange diese Schicht intakt ist, besitzt das Ei also einen eigenen, wirkungsvollen Keimschutz und genau das ist der Grund, warum die Frage nach der Kühlung nicht so einfach mit Ja oder Nein zu beantworten ist.

Warum Eier im Handel ungekühlt im Regal stehen

Wer zum ersten Mal darüber nachdenkt, wundert sich vielleicht: Eier stehen im Supermarkt bei Raumtemperatur, sollen dann aber zu Hause in den Kühlschrank. Das hat einen guten Grund. In Deutschland gilt die gesetzliche Regelung, dass Eier bis zum 18. Tag nach dem Legen ungekühlt verkauft werden dürfen. Der Hintergrund: Solange die Cuticula intakt ist und die Eier nicht gekühlt wurden, ist der natürliche Schutz ausreichend.

Würde man Eier bereits im Handel kühlen und sie anschließend auf dem Heimweg oder zu Hause wieder erwärmen, könnte sich Kondenswasser auf der Schale bilden. Dieses begünstigt das Eindringen von Keimen. Deshalb ist eine künstliche Kühlung unter +5 °C für Eier der Klasse A vor der Abgabe an den Verbraucher grundsätzlich nicht zulässig. Entscheidend ist auch zu Hause eine möglichst konstante Lagertemperatur - unabhängig davon, ob die Eier im Kühlschrank oder bei geeigneten Bedingungen außerhalb gelagert werden.

Frischetest: Ist das Ei noch gut?

Lege das Ei in ein Glas mit kaltem Wasser. Sinkt es auf den Boden und bleibt dort liegen, ist es frisch. Stellt es sich leicht auf oder steht senkrecht, ist es älter, aber noch verwendbar. Schwimmt es an der Oberfläche, solltest du es nicht mehr essen.

Eier nach dem Einkauf richtig lagern: Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Lagere Eier nach dem Einkauf möglichst bei einer konstanten Temperatur. Häufige Wechsel zwischen Kühlschrank und Raumtemperatur solltest du vermeiden, da sich dabei Kondenswasser auf der Schale bilden kann. Dieses kann das Eindringen von Keimen begünstigen.

  2. Bewahre Eier trocken, sauber und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt auf.

  3. Die Originalverpackung eignet sich besonders gut zur Lagerung. Sie schützt die Eier vor Fremdgerüchen und Beschädigungen.

  4. Entscheidest du dich für die Lagerung im Kühlschrank, sollten die Eier dort möglichst durchgehend verbleiben und nicht wieder auf Raumtemperatur zurück wechseln.

  5. Notiere dir bei Bedarf das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung oder orientiere dich an der Kennzeichnung auf den Eiern.

Im Kühlschrank gelagert sind Eier in der Regel bis zum angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum und oft noch einige Tage darüber hinaus genießbar.

Eier vor der Lagerung waschen: Ja oder nein?

Kurz und deutlich: Nein. Eier sollten vor der Lagerung nicht gewaschen werden. Wasser löst die schützende Cuticula an und macht die Schale durchlässig für Bakterien. Selbst lauwarmes Wasser reicht aus, um den natürlichen Keimschutz zu beschädigen.

Wenn du Eier mit sichtbaren Verschmutzungen kaufst, zum Beispiel vom Wochenmarkt oder aus eigener Haltung, gehst du am besten so vor:

  • Treibe leichte Verschmutzungen mit einem trockenen Tuch oder Küchenpapier vorsichtig ab.

  • Spüle stärker verschmutzte Eier erst kurz vor der Verwendung unter fließendem Wasser ab und verarbeite sie sofort.

  • Lagere verschmutzte Eier getrennt von sauberen Eiern.

Häufige Fehler vermeiden und Sonderfälle bei der Aufbewahrung beachten

Auch bei der Lagerung im Kühlschrank gibt es einige Punkte, die du beachten solltest:

  • Geruchsübertragung: Eier nicht neben stark riechenden Lebensmitteln wie Zwiebeln, Knoblauch oder Käse aufbewahren. Die poröse Schale lässt Gerüche durch, die den Geschmack des Eis verändern können.

  • Eier rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen: Für Rührteig, Biskuit oder das Aufschlagen von Eiweiß zu Eischnee eignen sich Eier mit Zimmertemperatur besser. Kaltes Eiweiß lässt sich schwerer steif schlagen, und kalte Eier im Teig können dazu führen, dass Butter oder Margarine klumpen. Nimm die benötigte Menge etwa 30 Minuten vor der Zubereitung heraus.

  • gekochte Eier: Hart gekochte Eier, die nicht mehr abgeschreckt wurden, halten sich ungekühlt bis zu zwei Wochen. Abgeschreckte Eier dagegen sollten in den Kühlschrank und innerhalb weniger Tage gegessen werden, da beim Abschrecken feiner Risse in der Schale entstehen können.

FAQ – Müssen Eier in den Kühlschrank?

Wenn du Eier im Kühlschrank lagerst, eignet sich das mittlere Fach besser als die Kühlschranktür, weil dort die Temperatur konstanter bleibt.

Hart gekochte Eier, die nicht abgeschreckt wurden, sind bei Raumtemperatur bis zu zwei Wochen haltbar. Abgeschreckte Eier hingegen sollten im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von zwei bis drei Tagen verbraucht werden, da beim Abschrecken Risse in der Schale entstehen können.

Wasser beschädigt die natürliche Schutzschicht des Eis, die Cuticula. Ohne diese Schicht können Bakterien leichter durch die poröse Schale ins Innere gelangen. Verschmutzte Eier reibst du besser trocken ab und wäschst sie erst unmittelbar vor dem Verarbeiten.

Lege das Ei in ein Glas mit kaltem Wasser. Frische Eier sinken auf den Boden und bleiben flach liegen. Ältere Eier richten sich auf oder schweben leicht. Schwimmt ein Ei an der Oberfläche, ist es nicht mehr genießbar und sollte entsorgt werden.

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