Welcher Fisch eignet sich besonders?
Antwort in aller Kürze
Für eine klassische Fischsuppe eignen sich vor allem feste Fischsorten wie Kabeljau, Seelachs oder Zander, da sie beim Garen nicht zerfallen. Lachs oder Makrele bringen durch ihren höheren Fettgehalt zusätzlichen Geschmack in den Fond, während Garnelen und Muscheln für eine abwechslungsreiche Textur sorgen. Wichtig für das Gelingen ist der Garzeitpunkt: Der Fisch darf in der heißen Brühe nur ziehen und nicht kochen, damit er saftig bleibt.
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Die Basis der Fischsuppe: Welcher Fisch passt in den Topf?
Die Wahl der Einlage entscheidet über Textur und Aroma deiner Suppe. Nicht jeder Fisch verhält sich in heißer Flüssigkeit gleich. Einige Sorten bleiben kompakt, andere zerfallen schnell oder geben sehr viel Eigenfett ab. Eine Unterteilung in Festigkeit und Fettgehalt hilft dir herauszufinden, welcher Fisch in deine Fischsuppe passt.
Fester Fisch für Fischsuppe: die Strukturgeber
Diese Sorten haben eine stabile Fleischstruktur, die auch in heißer Brühe ihre Form behält:
Kabeljau: Sein Fleisch ist weiß, blättrig und mild, bleibt in Würfel geschnitten aber stabil.
Seelachs: Eine preiswerte und robuste Alternative, die kräftige Aromen gut aufnimmt.
Zander: Ein exzellenter Süßwasserfisch mit feinem Aroma und festem Biss, ideal für klare Suppen.
Steinbeißer: Sein Fleisch ist sehr fest, fast schon fleischähnlich in der Textur, und daher kochstabil.
Fettreiche Fische: die Geschmacksträger
Fett ist ein Geschmacksträger. Fische mit höherem Fettgehalt sorgen dafür, dass die Suppe vollmundiger schmeckt.
Lachs: Er verleiht der Suppe eine angenehme, ölige Note. Wichtig: Lachs gart schneller als weißer Fisch, gib ihn also etwas später hinzu.
Makrele: Sie hat einen sehr kräftigen Eigengeschmack. Setze sie dosiert ein, damit sie feinere Aromen nicht überlagert.
Zarte Fische und Meeresfrüchte: der Feinschliff
Für besondere Raffinesse sorgen empfindlichere Sorten und Schalentiere.
Scholle und Flunder: Plattfische haben sehr zartes Fleisch. Sie sollten nur kurz in der Resthitze ziehen.
Muscheln und Garnelen: Sie ergänzen die Fischsuppe und bringen eine leichte Süße sowie Meeresaroma mit.
Zutaten für die Fischsuppe: Was gehört noch hinein?
Wie macht man eine Fischsuppe aromatisch? Indem man ein solides Fundament legt:
Basis | Zutaten |
Fischfond | Verwende entweder selbstgekochten Fond aus Karkassen oder ein hochwertiges Glas aus deinem EDEKA Markt. Er ist der wichtigste Teil der Suppe. |
Gemüse (Mirepoix) | Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Lauch sind Standard. Fenchel passt hervorragend zu Fisch und gibt eine mediterrane Anis-Note. |
Flüssigkeit | Ein Schuss trockener Weißwein bringt Säure, Dosentomaten sorgen für eine rote Färbung und Umami (wie bei einer Bouillabaisse), Sahne macht nordische Varianten weich und bindet. |
Aromen | Knoblauch, Lorbeer, Piment und frische Kräuter wie Dill, Petersilie oder Thymian runden den Geschmack ab. |
Übersicht: Welcher Fisch ist der Richtige?
Für eine gelungene Fischsuppe eignen sich vor allem festfleischige Sorten wie Kabeljau, Seelachs oder Zander, da sie beim Garen nicht zerfallen. Fettreichere Fische wie Lachs sorgen für ein intensiveres Aroma, während Muscheln und Garnelen zusätzliche Raffinesse bringen. Wichtig: Der Fisch sollte in der heißen Brühe nur pochieren und nicht kochen, so bleibt er saftig und zart.
Frische bewahren: Fisch richtig lagern und hygienisch verarbeiten
Fisch gehört zu den empfindlichsten Lebensmitteln überhaupt. Damit deine Suppe nicht nur lecker, sondern auch sicher gelingt, kommt es auf die richtige Lagerung und Lebensmittelhygiene an.
Frischen Fisch richtig lagern
Achte schon beim Einkauf darauf, dass der Fisch durchgehend gekühlt bleibt, und bringe ihn zügig nach Hause, idealerweise in einer Kühltasche.
Lagere frischen Fisch im kältesten Bereich des Kühlschranks (meist die unterste Ablage über dem Gemüsefach) bei maximal zwei Grad Celsius.
Verarbeite frischen Fisch möglichst am Einkaufstag, spätestens aber innerhalb von ein bis zwei Tagen.
Bewahre den Fisch abgedeckt und getrennt von anderen Lebensmitteln auf, zum Beispiel in einer verschließbaren Box.
Tiefgekühlten Fisch sicher auftauen
Taue gefrorenen Fisch langsam im Kühlschrank auf, nicht bei Raumtemperatur. So bleibt die Kühlkette erhalten und die Keimvermehrung wird gebremst.
Lege den Fisch dabei auf ein Sieb oder Gitter über einer Schüssel, damit das Tauwasser ablaufen kann.
Friere bereits aufgetauten Fisch nicht erneut ein.
Hygienisch arbeiten in der Küche
Wasche dir vor und nach dem Umgang mit rohem Fisch gründlich die Hände mit warmem Wasser und Seife.
Verwende für Fisch ein separates Schneidebrett und reinige Messer, Brett und Arbeitsfläche nach Gebrauch sorgfältig, um eine Übertragung von Keimen zu vermeiden.
Spüle den Fisch vor der Verarbeitung kurz kalt ab und tupfe ihn trocken.
Schritt für Schritt: Wie macht man Fischsuppe richtig?
Die Zubereitung von Fisch ist ganz einfach, wenn du folgende Regel beachtest: Fisch wird in der Suppe pochiert, nicht gekocht!
Schritt 1: die Basis andünsten
Schneide dein Gemüse (Zwiebeln, Fenchel, Sellerie, Möhren) in kleine, gleichmäßige Würfel oder dünne Streifen. Dünste sie in einem großen Topf in etwas Olivenöl oder Butter glasig an, ohne dass sie zu viel Farbe nehmen.
Schritt 2: ablöschen und auffüllen
Lösche das Gemüse optional mit Weißwein ab und gieße den Fischfond sowie, je nach Rezept, passierte Tomaten oder etwas Wasser hinzu.
Schritt 3: köcheln lassen
Lass die Basis etwa zehn bis 15 Minuten sanft köcheln, bis das Gemüse bissfest gegart ist. Jetzt ist auch der Zeitpunkt für Gewürze wie Safranfäden oder Lorbeerblätter.
Schritt 4: Fisch vorbereiten
Während die Suppe köchelt, wäschst du die frischen oder aufgetauten Fischfilets kalt ab, tupfst sie trocken und schneidest sie in mundgerechte, ca. drei Zentimeter große Würfel. Kontrolliere den Fisch kurz auf Gräten.
Schritt 5: Fisch pochieren
Das ist der wichtigste Moment: Reduziere die Hitze stark. Die Suppe darf nicht mehr sprudelnd kochen, sondern nur noch sieden (ca. 80-90 Grad Celsius). Gib die Fischwürfel hinein. Feste Sorten zuerst, zartere Sorten und Garnelen ca. zwei Minuten später. Lass alles vier bis sechs Minuten ziehen.
Schritt 6: Abschmecken und Servieren
Schmecke final mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und frischen Kräutern ab. Serviere die Suppe sofort.