Entzieht Kaffee dem Körper Wasser oder nicht?

Antwort in aller Kürze

Bei moderatem Konsum entzieht Kaffee dem Körper kein Wasser. Zwar wirkt das enthaltene Koffein kurzfristig leicht harntreibend, der Effekt ist jedoch mild. Die über den Kaffee aufgenommene Flüssigkeit gleicht den kurzfristigen Mehrbedarf aus. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zählt Kaffee zur täglichen Flüssigkeitsbilanz und kann in die empfohlene Trinkmenge eingerechnet werden.

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Kaffeeplatte mit Espressotassen, Mokkakanne, Kaffeebohnen, Milch und Zucker auf dunklem Untergrund.

Wirkt Kaffee wirklich entwässernd?

In der Küche und am Frühstückstisch gehört Kaffee für viele einfach dazu. Trotzdem hält sich die Annahme, dass Kaffee entwässernd wirkt. Hintergrund dafür ist die Wirkung von Koffein auf die Nieren. Koffein regt kurzfristig die Nierentätigkeit an, was dazu führen kann, dass der Harndrang steigt. Dabei geht aber nicht mehr Flüssigkeit verloren, als man mit dem Kaffee aufgenommen hat.

Wenn man regelmäßig Kaffee trinkt, gewöhnt sich der Körper an das Koffein und der harntreibende Effekt nimmt dann ab. Dass Kaffee dehydriert, lässt sich bei üblichen Trinkmengen nicht bestätigen. Entscheidend ist am Ende nicht der Kaffee allein, sondern die gesamte Flüssigkeitszufuhr über den Tag.

Mehr trinken statt dehydrieren: Welche Getränke helfen?

Auch wenn Koffein dem Körper kein Wasser entzieht, sollte Kaffee nicht dein alleiniger Durstlöscher sein. Sieh ihn als Genussmittel, das einen Teil deiner täglichen Trinkmenge abdecken kann, Wasser und andere Getränke jedoch nicht ersetzt. Wer ausreichend trinken möchte, muss nicht nur zu Wasser oder Kaffee greifen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die tägliche Trinkmenge abwechslungsreich zu gestalten und dabei gut versorgt zu bleiben.

Diese Getränke eignen sich besonders:

  • Selbstgemachte Limonade: mit frischer Minze, Zitrone und wenig Zucker ein Highlight.

  • Ungesüßter Tee: Kräuter- oder Früchtetees bringen Aroma ins Glas, ganz ohne Kalorien.

  • Infused Water: Wasser mit Gurkenscheiben oder Beeren aromatisiert.

Ein Teller mit braunen und beigen Macarons und einer Tasse Kaffee
Kaffee dehydriert zwar nicht, sollte aber als Genussmittel getrunken werden und nicht, um die tägliche Flüssigkeitszufuhr abzudecken.

FAQ – Entzieht Kaffee dem Körper Wasser?

Ja, Kaffee zählt laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zur täglichen Flüssigkeitsbilanz. Du kannst deine Tassen Kaffee also in die empfohlene Gesamttrinkmenge von etwa eineinhalb bis zwei Litern pro Tag einrechnen. Für eine ausgewogene Flüssigkeitszufuhr sollten Wasser oder Tee im Mittelpunkt stehen, nicht ausschließlich Kaffee.

Nein, es ist nicht notwendig, jedes Mal ein Glas Wasser zum Kaffee zu trinken, um einen Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Es ist dennoch eine gute Gewohnheit, da das Wasser den Gaumen neutralisiert und hilft, die empfohlene tägliche Trinkmenge leichter zu erreichen.

Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gelten bis zu 400 Milligramm Koffein pro Tag für gesunde Erwachsene als unbedenklich. In diesem Rahmen bleibt auch die harntreibende Wirkung von Kaffee gering.

Nein, entkoffeinierter Kaffee hat fast keine harntreibende Wirkung, da der Hauptwirkstoff Koffein weitestgehend entfernt wurde. Er trägt nahezu ebenso gut zur Flüssigkeitsversorgung bei wie Wasser, liefert aber das gewohnte Röstaroma.

Koffein stimuliert kurzzeitig die Nierentätigkeit und erhöht den Filterdruck, was die Urinproduktion leicht anregt. Dieser Effekt ist jedoch vorübergehend und führt nicht dazu, dass mehr Flüssigkeit ausgeschieden wird, als du durch den Kaffee aufgenommen hast.

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