Nachtschattengewächse: Tomaten, Kartoffeln, Paprika & Co.
Immer häufiger ist von Unverträglichkeiten gegenüber Nachtschattengewächsen die Rede. Wir klären, ob und wann die Gemüse- und Obstsorten ungesund oder gar giftig sind, welche dazugehören und worauf du bei der Zubereitung achten solltest.
Dieses Obst und Gemüse gehört zu den Nachtschattengewächsen
Gehörst du zu denjenigen, die ungünstig reagieren, hilft dir folgende Liste der Nachtschattengewächse dabei, sie zu meiden:
Kartoffeln (nicht Süßkartoffeln)
Tomaten
Auberginen
Paprika
Chili
Hülsenfrüchte
Tamarillos (Baumtomaten)
Gojibeeren
Physalis
Getreide – Gluten ist das bekannteste Lektin
Pfeffer
Oft ist zu lesen, dass Erdbeeren Nachtschattengewächse sind. Das trifft nicht zu. Teste am besten aus, welche Sorten du verträgst und welche nicht. Variiere dabei auch die Zubereitungsmethoden: So kann eine lange gekochte Tomatensuppe im Gegensatz zu rohen Tomaten bekömmlich sein. Auch Fermentieren und langes Einweichen baut die Lektine ab.
Sind Nachtschattengewächse ungesund?
Nachtschattengewächse sind ins Gerede gekommen, da sie als schlecht verträglich gelten. Tatsächlich sind einige Nachtschattengewächse roh für jeden ungenießbar. Bekanntestes Beispiel sind Kartoffeln. Sie enthalten ungekocht Solanin, das in größeren Mengen giftig ist. Auch beim Kochen wird es nicht abgebaut, geht aber ins Kochwasser über, weshalb sie dieses nicht weiterverwenden sollten. Bäckst du das Nachtschattengewächs, solltest du grüne Stellen und Keime sorgfältig entfernen – sie enthalten besonders viel Solanin. Verwende am besten frische, geschälte Exemplare, dann ist der Solaningehalt am geringsten. Weitere roh giftige Nachtschattengewächse sind unreife Auberginen und Tomaten. Letztere sind nicht mit speziell gezüchteten grünen Tomaten zu verwechseln.
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Beispiele, wann Nachtschattengewächse problematisch sein können
Für manche Menschen können auch gekochte und reife Nachtschattengewächse ungesund sein. Wer an entzündlichen Prozessen im Körper oder an Autoimmunerkrankungen leidet, sollte vorsichtig sein. Wissenschaftlichen Forschungen zufolge können Antinährstoffe in den Nachtschattengewächsen, sogenannte Lektine, verschlimmernd wirken. Ob und wie die Betroffenen reagieren, ist aber höchst individuell. Da sich Unverträglichkeiten mit einer erheblichen Verzögerung von mehreren Tagen bemerkbar machen können, werden Symptome oft nicht mit dem Essen in Zusammenhang gebracht. In diesem Fall kann ein Ernährungstagebuch aufschlussreich sein.