Erlebe persische Aromen mit Fesenjan: einem Schmorgericht mit Hühnerfleisch, das mit einer cremigen Soße aus gemahlenen Walnüssen und Granatapfelsirup überzeugt. Die Kombination aus Süße und Säure passt perfekt zum zarten Fleisch. Wichtig ist, dem Gericht genügend Zeit zum Schmoren zu geben, damit sich die Aromen vollständig entfalten. Lege gleich los und genieße persische Küche mit Fesenjan!
Zubereitungszeit
40 min.
Gesamtzeit
2 h 30 min.
Schwierigkeit
Mittel
Kalorien / Portion
1.100 kcal
Ernährungsform
Glutenfrei
Ernährungsform
Laktosefrei
Springe zum Bereich
Zutaten
Portionen
Mengenangaben beziehen sich auf
4
Portion(en).
4
2
Zwiebeln, groß
200
g
Walnusskerne
600
g
Hähnchenschenkel
3
EL
Bratöl
1
TL
Kurkuma
0,5
TL
Zimt
1
Prise
Salz
1
Prise
Pfeffer
400
ml
Geflügelfond
0,5
TL
Safranfäden
200
ml
Granatapfelsirup
1
TL
Zucker
Außerdem:
300
g
Basmatireis
0,5
Granatäpfel
Zubereitung
Zwiebeln pellen und fein würfeln. Walnüsse in einem Food Processor fein zermahlen. Hähnchenschenkel trocken tupfen.
Bratöl in einem Bräter erhitzen. Zwiebeln bei mittlerer Hitze langsam goldbraun braten. Hähnchenschenkel zugeben und rundum leicht anbraten. Mit Kurkuma, Zimt, Salz und Pfeffer würzen. Gemahlene Walnüsse zugeben und kurz mitrösten.
Geflügelfond angießen und gut verrühren. Safranfäden in 400 ml heißem Wasser auflösen und einrühren. Hitze auf kleine Flamme reduzieren und die Hähnchenschenkel 90 Minuten sanft schmoren lassen. Gelegentlich umrühren.
Granatapfelsirup einrühren und weitere 20-30 Minuten sanft köcheln lassen. In der Zwischenzeit den Basmatireis in ein Sieb geben, gründlich waschen und nach Packungsanleitung garen. Granatapfelkerne aus der Frucht lösen.
Die Soße nochmals mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Fesenjan mit Basmatireis auf Tellern anrichten und mit Granatapfelkernen garniert servieren.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
4.602 kj (55 %)
Kalorien
1.100 kcal (55 %)
Kohlenhydrate
110 g
Fett
65 g
Eiweiß
40 g
Bewertung
Wie hat es dir geschmeckt?
Was ist Fesenjan?
Fesenjan gehört zu den typischen persischen Rezepten und gilt im Iran als edles Festtagsgericht. Das Herzstück des traditionellen Schmorgerichts ist eine dunkle, samtige Fesenjan-Soße aus fein gemahlenen Walnüssen und fruchtig-säuerlichem Granatapfelsirup. Klassisch wird Fesenjan mit Geflügel zubereitet: In vielen Familien kommt Hähnchen auf den Tisch, in Teilen Nordirans traditionell auch Ente. Daneben gibt es Varianten mit Hackbällchen, Lamm oder gebratenen Auberginen. Für unser Fesenjan-Rezept verwenden wir Hähnchenschenkel. Mit knackigen Granatapfelkernen bestreut und zu persischem Reis serviert, bringt das Gericht aromatische Vielfalt direkt auf deinen Teller.
So wird die Fesenjan-Soße schön dunkel
Wenn deine Fesenjan-Soße nicht dunkel wird, kann das verschiedene Gründe haben: Entweder du hast die Kochzeit verkürzt, die Walnüsse nicht fein genug gemahlen oder du hast den falschen Granatapfelsirup verwendet. So vermeidest du Fehler:
Kochzeit einhalten: Lass das Gericht mindestens zwei Stunden köcheln, wie in unserem Rezept angegeben. Erst dann entsteht die dunkle Farbe und der aromatische Walnussgeschmack. Denn die Walnüsse sollen sich in der Flüssigkeit komplett auflösen und ihr Öl abgeben.
Walnüsse sehr fein mahlen: Sind die Walnüsse zu grob gemahlen, können sie nicht genug Öl abgeben.
Geeigneten Granatapfelsirup verwenden: Du verwendest idealerweise Rob-e Anar, das ist eine konzentrierte Granatapfelmelasse. Sie ist dunkler und schmeckt intensiver als der herkömmliche Granatapfelsirup, den du aus der Cocktailbar kennst.
Wozu wird Fesenjan serviert?
Möchtest du Fesenjan persisch genießen, solltest du auf eine ausgewogene Kombination der Aromen achten. Zum reichhaltigen, cremig-nussigen Schmorgericht passt persischer Reis, zum Beispiel lockerer Basmatireis mit Safran. Gerne wird dazu außerdem Reis mit Tahdig serviert. Dabei handelt es sich um die goldgelb gebackene, knusprige Reiskruste am Topfboden, die je nach Zubereitung auch mit dünnen Kartoffelscheiben oder Fladenbrot entsteht. Fesenjan zusammen mit der intensiv-fruchtigen Walnusssoße und knusprigem Tahdig zu genießen, gilt im Iran als besondere Delikatesse. In den nordiranischen Regionen, mit denen das Gericht traditionell verbunden wird, serviert man dazu auch häufig Kateh. Dieser weichere und etwas kompaktere Reis nimmt die üppige Soße besonders gut auf.
Die Reichhaltigkeit der Walnüsse und die intensive süß-säuerliche Granatapfelsoße kannst du durch frische Beilagen kontrastieren. Eine gute Wahl ist ein Shirazi-Salat: Er besteht aus fein gewürfelten Gurken, Tomaten und roten Zwiebeln, abgeschmeckt mit Zitronensaft und getrockneter Minze. Ebenfalls typisch ist eine Platte mit frischen Kräutern, auch Sabzi Khordan genannt. Dafür richtest du zum Beispiel Estragon und Basilikum sowie Radieschen und Lauchzwiebeln an.
Tipp: Abrunden kannst du dein Gericht mit einem gut gekühlten, leicht gesalzenen Joghurtgetränk mit Minze: Doogh erfrischt den Gaumen und bildet einen schönen Kontrast zu den kräftigen Aromen des Fesenjan.