Wie werden Bratkartoffeln besonders knusprig und lecker?
Antwort in aller Kürze
Damit Bratkartoffeln besonders knusprig gelingen, sind vorwiegend festkochende Kartoffelsorten empfehlenswert. Diese behalten ihre Struktur auch bei hohen Temperaturen. Der wichtigste Trick für die goldene Kruste ist Geduld: Die Kartoffelscheiben brauchen ausreichend Platz in der Pfanne und dürfen nicht zu oft gewendet werden. Verwende hoch erhitzbares Fett wie Butterschmalz oder Rapsöl und gib Zutaten wie Zwiebeln erst später hinzu, damit sie nicht verbrennen.
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Die Basis: Die richtige Kartoffelwahl und Vorbereitung
Mehligkochende Kartoffeln zerfallen leicht und eignen sich besser für Püree. Für krosse Bratkartoffeln greifst du am besten zu festkochenden Sorten wie Linda, Sieglinde oder Annabelle. Das feste Fruchtfleisch sorgt dafür, dass die Scheiben beim Wenden intakt bleiben und eine schöne Kruste bilden.
Kochen und abkühlen lassen:
Ein entscheidender Faktor für die Festigkeit ist der Stärkegehalt und die Temperatur der Kartoffel beim Schneiden. Koche die Kartoffeln vor, bis sie fast gar sind, aber noch einen leichten Biss haben. Lass die gekochten Kartoffeln vollständig auskühlen, idealerweise mehrere Stunden oder sogar über Nacht im Kühlschrank. Durch das Abkühlen verfestigt sich die Stärke wieder. Das sorgt dafür, dass du die Knollen in exakte Scheiben schneiden kannst, ohne dass sie bröckeln, und sie beim Braten weniger Fett aufsaugen.
Wie bekomme ich Bratkartoffeln knusprig?
Zusätzlich hat die Wahl des Kochgeschirrs einen großen Einfluss auf das Ergebnis.
Gusseiserne Pfannen | Beschichtete Pfannen | Edelstahlpfannen |
Sie speichern Hitze hervorragend und geben sie gleichmäßig ab. Damit werden die Bratkartoffeln klassischerweise sehr knusprig. | Sie eignen sich gut, um fettärmer zu braten, erreichen aber oft nicht die gleiche Röstintensität wie Gusseisen oder Edelstahl.
| Profis schwören auf Edelstahlpfannen, allerdings erfordern sie etwas Übung im Umgang mit der Hitze, damit nichts anhaftet.
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Welches Fett eignet sich?
Damit Bratkartoffeln knusprig werden, muss das Fett hohe Temperaturen vertragen. Butter verbrennt zu schnell und schmeckt bitter.
Daher empfehlen sich folgende Lebensmittel für das Anbraten:
Butterschmalz: der Favorit für den klassischen, butterigen Geschmack bei hoher Hitzestabilität
Pflanzenöle: Raffiniertes Rapsöl oder Sonnenblumenöl sind geschmacksneutral und hoch erhitzbar.
Die Mischung: Du kannst die Kartoffeln zunächst in Öl anbraten und für den Geschmack ganz am Ende eine Flocke Butter zugeben.
Schritt für Schritt: Wie macht man knusprige Bratkartoffeln?
So wird deine Beilage kross:
Schneiden: Pelle die ausgekühlten Kartoffeln und schneide sie in gleichmäßige Scheiben (ca. 0,5 Zentimeter dick) oder Würfel. Gleichmäßigkeit ist wichtig, damit alle Stücke zur selben Zeit den richtigen Garpunkt erreichen.
Hitze und Platz: Erhitze das Fett in der Pfanne, bevor du die Kartoffeln hineingibst. Achte darauf, den Pfannenboden nicht zu überladen. Die Scheiben sollten möglichst wenig übereinander liegen. Wenn du große Mengen zubereitest, brate lieber in zwei Portionen oder nutze zwei Pfannen. Zu viele Kartoffeln auf einmal erzeugen Dampf statt Röstaromen. Das Ergebnis wird folglich weich anstatt kross.
Geduld beim Wenden: Gib die Kartoffeln bei mittlerer bis hoher Hitze in die Pfanne. Jetzt heißt es: Finger weg! Wende die Kartoffeln erst, wenn die Unterseite goldbraun ist. Wer ständig rührt, verhindert die Krustenbildung. Danach regelmäßig wenden, bis alle Seiten die gewünschte Bräune haben.
Verfeinerung: Zwiebelwürfel oder Speckwürfel solltest du erst hinzufügen, oder in einer separaten Pfanne braten und später mischen, wenn die Kartoffeln bereits Farbe angenommen haben. Diese Zutaten benötigen deutlich weniger Zeit und würden sonst schwarz werden, bevor die Kartoffeln knackig sind.
Würzen: Würze erst ganz zum Schluss mit Salz, Pfeffer, Majoran, Kreuzkümmel oder Paprika. Salz entzieht Feuchtigkeit, was den Bräunungsprozess zu Beginn stören könnte.
Warum werden meine Bratkartoffeln weich?
Meistens liegt es an einer überfüllten Pfanne. Wenn die Feuchtigkeit, die aus den Kartoffeln austritt, nicht schnell genug verdampfen kann, garen die Scheiben im eigenen Dampf. Auch die falsche Sorte (mehligkochend) oder zu frühes Salzen können mögliche Ursachen sein.
Wie werden Bratkartoffeln richtig knusprig?
Wenn es bei dir bisher nicht geklappt hat und du dich nun fragst, wie die Bratkartoffeln kross werden, helfen diese fünf Profi-Tricks:
Trockentupfen: Sollten die Kartoffeln feucht sein, tupfe sie vor dem Braten mit Küchenpapier ab. Wasser in der Pfanne senkt die Temperatur schlagartig.
Mehlieren: Ein hauchdünnes Bestäuben der Kartoffelscheiben mit Mehl oder Speisestärke vor dem Braten sorgt für eine extra krosse Hülle.
Deckel weglassen: Brate immer ohne Deckel. Unter dem Deckel sammelt sich Kondenswasser, das zurück in die Pfanne tropft und die Kartoffeln weich dünstet.
Hitze halten: Wenn du die kalten Kartoffeln in die Pfanne gibst, kühlt das Fett ab. Erhöhe kurz die Energiezufuhr, um die Brattemperatur stabil zu halten.
Nicht am Fett sparen: Bratkartoffeln „schwimmen“ zwar nicht wie Pommes, benötigen aber einen guten Film Fett am Pfannenboden, um die Hitze optimal zu leiten.
Bratkartoffeln sind in der deutschen Küche ein dankbarer Begleiter. Sie passen hervorragend zu allerlei Gerichten, egal ob Ei, Wiener Schnitzel, Geflügelfrikadellen oder Spinat.