Was macht ein gutes Rib-Eye-Steak aus?

Antwort in aller Kürze

Ein Rib-Eye-Steak stammt aus der Hohen Rippe des Rindes und zeichnet sich durch das charakteristische Fettauge und eine starke Marmorierung aus. Diese Fetteinschlüsse schmelzen beim Garen und halten dein Fleisch besonders saftig und aromatisch. Die ideale Dicke liegt bei mindestens drei Zentimetern. Du kannst es in Pfanne und Backofen zubereiten, solltest jedoch unterschiedliche Anforderungen beachten.

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Rib-Eye-Steak mit Pommes
Ein gutes Rib-Eye-Steak erkennt man an seiner kräftigen Farbe und gleichmäßigen Marmorierung.

Rib-Eye-Steak: Was ist das überhaupt?

Das Rib-Eye-Steak ist ein echter Klassiker für Fleischfans und stammt aus der Hohen Rippe des Rinds. Sein markantestes Merkmal ist das deutlich sichtbare „Fettauge“ im Inneren des Muskelfleisches, das ihm seinen Namen gibt. Neben diesem Fettkern sorgt eine feine Fettmarmorierung im gesamten Steak für ein besonderes Zusammenspiel von Fleischfaser und Fettgewebe. Während des Zubereitens schmilzt das Fett in deinem Rib-Eye-Steak und durchzieht das Fleisch. So erhält es eine zarte Textur sowie ein kräftiges, nussiges Aroma. Im Vergleich zu magereren Cuts wie dem Filet bietet dir das Rib-Eye oft ein intensiveres Geschmackserlebnis.

Wie erkenne ich gute Qualität bei einem Rib-Eye-Steak?

Rib-Eye ist nicht gleich Rib-Eye – gute Qualität beim Steak erkennst du an:

  • einer hellroten bis dunkelroten Farbe

  • einer feinen, gleichmäßigen Marmorierung

  • einer Packung ohne Wasserablagerungen

  • einem angenehm frischen Geruch

Zudem ist eine gewisse Reifezeit (Dry Aged oder Wet Aged) ein Qualitätsmerkmal, das für Zartheit sorgt. Frage hierzu am besten das Fachpersonal an der Verkaufstheke und achte auf eine entsprechende Lebensmittelhygiene.

Rib-Eye-Steak unterschiedlich zubereiten in Pfanne und Backofen

Je nachdem, ob du dein Rib-Eye-Steak in der Pfanne oder im Backofen zubereiten möchtest, unterscheidet sich die Zubereitung deutlich. Beide Methoden haben ihre Vorteile, aber du solltest die jeweiligen Besonderheiten beachten, damit das optimale Stück Rindfleisch herauskommt.

Zubereitung in der Pfanne

Achte hier auf eine sehr heiße, schwere Pfanne, damit das Rib-Eye-Steak schnell Röstaromen entwickelt. Es sollte unbedingt Zimmertemperatur haben, trocken getupft sein und erst nach dem Anbraten gesalzen werden, damit der Saftverlust nicht zu hoch ausfällt. Ähnlich kannst du vorgehen, wenn du dein Rib-Eye-Steak draußen grillen möchtest.

Zubereitung im Backofen:

Im Backofen wird dein Rib-Eye-Steak schonend gegart. Deshalb kommt es auf niedrige Temperaturen (circa 100–120 Grad Celsius) und ein Fleischthermometer an, mit dem du den gewünschten Gargrad exakt treffen kannst. Eine leichte Kräuter-Marinade für Fleisch gibt deinem ohnehin aromatischen Steak das gewisse Etwas.

Rib-Eye-Steak oder Entrecôte-Steak: Worin liegt der Unterschied?

Das Rib-Eye-Steak und das Entrecôte-Steak sind in der Regel dasselbe. Der Unterschied liegt nur im Namen: Rib-Eye ist die internationale bzw. US-amerikanische Bezeichnung, während der Begriff „Entrecôte“ auf die französisch-deutsche Tradition zurückgeht. Denk also daran, wenn du das nächste Mal ein Entrecôte-Steak mit BBQ-Sauce zubereitest.

Unsere Tipps für Rib-Eye-Steak im Überblick

Trotz der guten Voraussetzungen des Fleisches können kleine Fehler im Umgang Geschmack und Saftigkeit ruinieren. Du solltest dein Rib-Eye-Steak gut vorbereiten und Folgendes beachten:

Unbedingt tun

Unbedingt vermeiden

Steak 30–60 Minuten vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Zimmertemperatur erreicht.

Ein eiskaltes Steak direkt in die Pfanne legen – es gart ungleichmäßig und wird zäh.

Eine schwere Pfanne (beispielsweise aus Gusseisen) stark vorheizen, bevor das Steak hineinkommt.

Das Steak in eine lauwarme Pfanne legen – es brät nicht, sondern kocht.

Hoch erhitzbares Fett wie Butterschmalz oder Rapsöl verwenden.

Butter von Anfang an nutzen – sie verbrennt bei hohen Temperaturen.

Steak scharf anbraten (circa ein bis zwei Minuten pro Seite), um Röstaromen zu erzeugen.

Das Steak ständig wenden oder bewegen.

Nach dem Anbraten im Backofen (100–120 Grad Celsius) auf die gewünschte Kerntemperatur ziehen lassen.

Das Steak komplett in der Pfanne durchbraten.

Mit einem Fleischthermometer arbeiten (beispielsweise 54–56 Grad Celsius für Medium Rare).

Den Gargrad durch Einschneiden prüfen.

Das Steak nach dem Garen fünf bis zehn Minuten ruhen lassen, locker abgedeckt.

Das Rib-Eye-Steak direkt anschneiden.

 

FAQ – Rib-Eye-Steak

Zähheit resultiert bei deinem Rib-Eye-Steak meist aus einer zu langen Garzeit, falschen Schnitttechnik oder mangelnden Reifung. Wird das Steak beispielsweise über die Stufe „Medium“ hinaus gegart, verliert es viel Flüssigkeit und die Fasern verhärten sich. Das Schneiden mit der Faser statt quer dazu lässt das Fleisch im Mund zudem fester wirken. Um Zähheit entgegenzuwirken, solltest du nicht zuletzt auf gut abgehangenes Fleisch von der Theke setzen.

Du musst das Fettauge nicht mitessen, solltest es aber unbedingt mitbraten. Das Fett schützt dein Fleisch vor dem Austrocknen und gibt beim Erhitzen wichtige Aromastoffe an das Muskelfleisch ab. Wenn du Fettstücken auf dem Teller nicht magst, spricht allerdings nichts dagegen, sie nach dem Braten und vor dem Verzehr einfach wegzuschneiden.

Zum scharfen Anbraten eignen sich hoch erhitzbare Öle oder Fette mit einem hohen Rauchpunkt. Mit Butterschmalz oder raffiniertem Rapsöl machst du nichts falsch. Diese Kandidaten vertragen Temperaturen von über 200 Grad Celsius, ohne bitter zu werden. Native Öle oder reine Butter verbrennen bei starker Hitze dagegen zu schnell und sind deshalb erst für das Nachgaren oder Aromatisieren deines Rib-Eye-Steaks bei niedrigerer Temperatur geeignet.

Zwar ist es möglich, das Rib-Eye-Steak vor der Zubereitung zu marinieren, allerdings ist dies bei hochwertigem Fleisch oft nicht notwendig. Da es durch seinen Fettgehalt bereits sehr viel Eigengeschmack mitbringt, reichen Salz und Pfeffer meist völlig aus. Wenn du marinieren möchtest, nutze ölbasierte Marinaden mit Kräutern und tupfe das Fleisch vor dem Braten gut ab, damit es in der Pfanne brät und nicht kocht.

Die Abkürzung g.g.A. steht für „geschützte geografische Angabe“. Bei Fleischprodukten mit diesem EU-Siegel muss mindestens eine der Produktionsstufen (Erzeugung, Verarbeitung oder Herstellung) im genannten Herkunftsgebiet stattgefunden haben. Die Kennzeichnung garantiert dir beim Rib-Eye-Steak eine bestimmte Qualität und Herkunftstradition, wie man es oft bei regionalen Spezialitäten findet.

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