Was muss man bei der Zubereitung von Frikadellen beachten?

Etwas magerer als klassisches Hack vom Schwein oder Rind ist Geflügelhackfleisch – die Hauptzutat für unsere würzeigen selbstgemachten Geflügelfrikadellen.

Die Grundlage: Was kommt in Frikadellen rein?

Eine gute Frikadelle steht und fällt mit der Fleischmasse. Klassisch besteht sie aus gemischtem Hackfleisch, also einer Mischung aus Rind und Schwein im Verhältnis 1:1. Der Schweinefleischanteil sorgt für Saftigkeit und das Rindfleisch bringt kräftigen Geschmack mit. Du kannst aber auch reines Rinderhack oder Geflügelhack verwenden.

Neben dem Fleisch gehören diese typischen Frikadellen Zutaten in die Schüssel:

  • ein bis zwei altbackene Brötchen, in Wasser oder Milch eingeweicht und gut ausgedrückt

  • ein bis zwei Eier, je nach Menge des Hackfleischs

  • eine fein gewürfelte Zwiebel

  • Salz und Pfeffer

  • nach Geschmack: Senf, Paprikapulver, frische Petersilie oder Majoran

Das Verhältnis spielt eine wichtige Rolle: Auf 500 Gramm Hackfleisch rechnest du etwa ein eingeweichtes Brötchen und ein Ei. So bleibt die Masse formbar, ohne zu weich oder zu fest zu werden.

Frikadellen aus der Heißluftfritteuse

Brötchen und Ei binden die Hackfleischmasse und sorgen für Saftigkeit.

Bindemittel machen den Unterschied

Das eingeweichte Brötchen und das Ei sind mehr als bloße Füllstoffe. Sie binden die Masse, halten beim Braten alles zusammen und sorgen dafür, dass die Frikadelle nicht auseinanderfällt. Gleichzeitig speichert das aufgequollene Brötchen Feuchtigkeit und macht die Frikadelle innen saftig.

Wichtig!

Drücke das eingeweichte Brötchen gründlich aus, bevor du es unter das Hack mischst. Bleibt zu viel Flüssigkeit in der Masse, werden die Frikadellen beim Braten matschig und lassen sich schlecht formen. Zu wenig Bindung wiederum führt dazu, dass sie in der Pfanne zerfallen.

Würzen und Mischen: gleichmäßig, aber nicht zu lange

Gib alle Zutaten zum Hackfleisch und verknete alles zügig mit den Händen, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Achte darauf, dass Zwiebeln, Gewürze und Brötchen gut verteilt sind, damit jede Frikadelle gleich schmeckt.

Allerdings gilt: Nicht zu lange kneten. Wird die Masse zu stark bearbeitet, wird sie zäh und die fertigen Frikadellen bekommen eine gummiartige Konsistenz. Etwa zwei bis drei Minuten Kneten reichen vollkommen aus.

Tipp

Feuchte deine Hände vor dem Formen leicht mit kaltem Wasser an. So klebt die Masse nicht an den Fingern und du kannst die Frikadellen leichter in Form bringen.

Frikadellen gleichmäßig formen für optimales Garen

Damit alle Frikadellen gleichzeitig fertig werden, sollten sie möglichst gleich groß und gleich dick sein. Forme flache, leicht abgerundete Fladen mit etwa zwei Zentimeter Dicke. Zu dicke Frikadellen brauchen deutlich länger und werden außen dunkel, bevor sie innen gar sind. Zu dünne trocknen hingegen schnell aus.

So gehst du am besten vor:

  1. Teile die Masse in gleich große Portionen ab, etwa 80 bis 100 Gramm pro Stück.

  2. Rolle jede Portion zwischen den angefeuchteten Handflächen zu einer Kugel.

  3. Drücke die Kugel dann flach zu einem gleichmäßigen Fladen.

  4. Glätte die Oberfläche leicht, damit keine Risse entstehen.

Frikadellen richtig zubereiten: das Braten in der Pfanne

Beim Braten ist die Temperatur entscheidend. Erhitze reichlich Pflanzenöl oder Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne auf mittlere Hitze. Zu hohe Temperaturen verbrennen die Außenseite, während das Innere roh bleibt. Zu niedrige Hitze zieht den Bratvorgang unnötig in die Länge und lässt die Frikadellen austrocknen.

  1. Lege die geformten Frikadellen in die heiße Pfanne, ohne sie zu eng nebeneinander zu platzieren.

  2. Brate sie von der ersten Seite etwa fünf bis sechs Minuten, bis sich eine goldbraune Kruste gebildet hat.

  3. Wende sie vorsichtig mit einem Pfannenwender.

  4. Brate die zweite Seite ebenfalls etwa fünf bis sechs Minuten.

  5. Reduziere die Hitze in den letzten zwei Minuten leicht und lege einen Deckel auf die Pfanne, damit die Frikadellen auch im Kern gleichmäßig durchgaren.

Woran erkennt man, dass Frikadellen durchgegart sind?

Die sicherste Methode ist ein Fleischthermometer: Stecke es in die dickste Stelle der Frikadelle. Bei einer Kerntemperatur von 74 Grad Celsius ist sie durchgegart. Ohne Thermometer kannst du eine Frikadelle probeweise anschneiden. Der austretende Saft sollte klar sein, nicht rosa. Auch die Farbe im Inneren gibt Aufschluss: Durchgegartes Hackfleisch ist gleichmäßig graubraun, ohne rosafarbene Stellen.

FAQ – Frikadellen richtig braten

Gemischtes Hackfleisch aus Rind und Schwein im Verhältnis 1:1 ist die klassische Wahl. Der Schweinefleischanteil sorgt für Saftigkeit, das Rindfleisch für Geschmack. Alternativ kannst du auch reines Rinder- oder Geflügelhack verwenden.

Das liegt meist an zu wenig Bindemitteln oder zu viel Flüssigkeit in der Masse. Achte darauf, das eingeweichte Brötchen gut auszudrücken und ausreichend Ei zu verwenden. Auch zu häufiges Wenden in der Pfanne kann die Kruste beschädigen.

Ja, du kannst Frikadellen bei 180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech etwa 25 bis 30 Minuten garen. Brate sie vorher kurz in der Pfanne an, damit sie eine schöne Kruste bekommen.

Verwende nicht zu mageres Hackfleisch und brate bei mittlerer Hitze. Ein Deckel in den letzten Minuten des Bratens hält die Feuchtigkeit in der Pfanne. Auch das eingeweichte Brötchen in der Masse trägt zur Saftigkeit bei.

Im Kühlschrank halten sich gebratene Frikadellen in einem verschlossenen Behälter etwa drei bis vier Tage. Du kannst sie auch einfrieren und bei Bedarf in der Pfanne oder im Backofen wieder aufwärmen. Eingefrorene Frikadellen bleiben etwa drei Monate genießbar.

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