Gerstenwasser: Getreidetrunk mit gesundheitsfördernder Wirkung

Es soll schlank machen und äußerst gesund sein: Gerstenwasser. Was das ist und ob das Getränk hält, was versprochen wird, erfährst du hier.

Gerste eignet sich zum Beispiel für Suppen oder Eintöpfe.

Erfrischender Trunk: Gerstenwasser

Als altes Kulturgetreide wird Gerste schon seit etwa 10.000 Jahren als Lebensmittel genutzt. Eine Rolle spielen die Körner vor allem beim Bierbrauen und für die Herstellung von Graupen, Grütze, Flocken sowie Mehl. Mit Rollgerste etwa wird gerne Gerstensuppe gekocht. Das Getreide besteht zu rund 80 Prozent aus Kohlenhydraten, zu 14 Prozent aus Eiweiß und zu 5,5 Prozent aus Fett und liefert somit wichtige Nährstoffe. Gegarte Gerste enthält zudem Phosphor, Kupfer und Mangan. Das Rezept, um Gerstenwasser herzustellen, ist denkbar einfach. Die Körner werden gekocht und die Flüssigkeit abgeseiht. Diese lässt sich mit Honig, Zitrone und Gewürzen verfeinern und pur genießen oder für Power-Drinks-Rezepte verwenden.

Inhaltsstoffe und Wirkung von Gerstenwasser

Gerstenwasser wird eine Reihe von positiven Effekten für die Gesundheit zugeschrieben. So sollen die enthaltenen Beta-Glucane zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels beitragen sowie dazu, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Essen weniger stark ansteigt. Dadurch bleibt man länger satt und Gerstenwasser kann so helfen, schlank zu bleiben oder zu werden. Voraussetzung für diese Effekte ist, dass du mit der Nahrung täglich mindestens 3 bzw. 4 g Beta-Glucane aufnimmst. Welche Menge dieser Ballaststoffe in der Gerste enthalten ist, hängt von der Sorte ab.

Leckere Erfrischung im Sommer

Angesichts dieser nachgewiesenen Vorteile spricht nichts dagegen, das als Superfood bezeichnete Getränk, häufiger zu genießen. Im Sommer ist Gerstenwasser angenehm erfrischend und wirkt der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zufolge kühlend, weshalb es auch bei Fieber empfohlen wird. Weiterhin soll es Magen-Darm-Beschwerden lindern und die Verdauung auf Trab bringen. Wenn du Gerstenwasser selber machen möchtest, solltest du etwas Zeit einplanen. Denn die Körner köcheln ungefähr zwei Stunden. Sie lassen sich übrigens noch gut als Salatzutat verwenden (ebenso wie Graupen, wie du an unserem Graupensalat testen kannst). Bewahre dein Gerstenwasser immer im Kühlschrank auf und verbrauche es innerhalb von drei Tagen.

Tipp: Probiere auch einmal Gerstengras, etwa als Zutat im Smoothie. Lies dazu unsere Informationen über die Wirkung von Gerstengras.

Noch mehr Superfood gefällig? Informiere dich auch über die Wirkung der Alge Spirulina.

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