Mondkuchen sind ein traditionelles chinesisches Festgebäck zum Mondfest, das im Ofen gebacken und meist in Formen geprägt wird. Die gefüllten Küchlein dürfen nach dem Backen oft kurz durchziehen, damit sie zart werden, und passen zu Tee oder als Mitbringsel. Würzig-süß und festlich, ohne viel Aufwand. Back sie direkt nach.
Zubereitungszeit
35 min.
Gesamtzeit
2 h
Schwierigkeit
Mittel
Kalorien / Portion
199 kcal
Ernährungsform
Vegetarisch
Ernährungsform
Laktosefrei
Springe zum Bereich
Zutaten
Portionen
Mengenangaben beziehen sich auf
8
Portion(en).
8
Für den Teig:
150
g
Weizenmehl, Type 405
0,5
TL
Natron
100
ml
Golden Sirup
2,5
EL
Rapsöl
Für die Füllung:
400
g
Bohnenpaste, rot
4
Eigelbe
Außerdem:
Mehl, zum Arbeiten
1
Eigelb, zum Bestreichen
Zubereitung
Mehl in eine Schüssel sieben. Natron, Sirup und Öl glatt verrühren. Mehl unterarbeiten, bis ein weicher, homogener Teig entsteht. Den Teig zu einer Scheibe formen, dicht in Frischhaltefolie einschlagen und für 1 Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
Rote Bohnenpaste in acht Portionen aufteilen. Eigelbe verquirlen und ebenfalls in acht Portionen teilen. Jeweils eine Portion Bohnenpaste mit einer Portion Eigelb vermengen und zu einer Kugel formen.
Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze (Umluft 160 Grad) vorheizen.
Den Teig in acht Portionen teilen, flach drücken, die Füllung mittig draufgeben und einschließen. Die Teigkugeln sorgfältig verschließen, nochmals leicht rundwirken und mit Mehl bestäuben. Zuletzt in eine Mondkuchenform drücken für die charakteristische Optik.
Mondkuchen mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Für ca. 10 Minuten auf mittlerer Schiene im Ofen backen. Herausnehmen, kurz abkühlen lassen.
Eigelb mit 1 EL Wasser verquirlen. Mondkuchen sehr dünn damit bestreichen und weitere 10-12 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und vollständig abkühlen lassen. Mondkuchen luftdicht verpacken und traditionell 2-3 Tage ruhen lassen, damit der Teig weich und glänzend wird.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
833 kj (10 %)
Kalorien
199 kcal (10 %)
Kohlenhydrate
32 g
Fett
6 g
Eiweiß
4 g
Bewertung
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Wo wird Mondkuchen gebacken und welche Bedeutung hat er?
Bei Mondkuchen (Yuebing) handelt es sich um ein traditionelles chinesisches Festgebäck zum Mond- oder Mittherbstfest. Diese Tradition wird am 15. Tag des achten Monats im chinesischen Mondkalender gefeiert, wenn der Vollmond als besonders rund und hell gilt. Mondkuchen werden insbesondere in China, Taiwan, Hongkong und Macau sowie in chinesisch geprägten Communities weltweit gebacken, verschenkt und geteilt. Auch in Vietnam und weiteren Teilen Südostasiens gibt es eigene Mondkuchen-Traditionen. Die Bedeutung des Mondkuchen ist dabei eng mit dem Mittherbstfest verbunden. Familien kommen zusammen, betrachten den Vollmond und feiern die Erntezeit. Die runde Form der Mondkuchen steht sinnbildlich für den Vollmond. Die Mondkuchen werden als Geschenk an Familie, Freunde sowie Geschäftspartner oder Angestellte überreicht und natürlich gemeinsam gegessen.
Traditionell ist das Gebäck reich verziert. Die Füllung von Mondkuchen besteht oft aus süßen, dichten Pasten, die zum Beispiel aus roten Bohnen oder Lotussamen hergestellt werden. Eine bekannte Variante enthält in der Mitte ein gesalzenes Enteneigelb, das im Anschnitt an den Vollmond erinnert und einen süß-salzigen Kontrast zur Füllung bildet. Wir nutzen für unser Mondkuchen-Rezept einfach rote Bohnenpaste mit Eigelb – das geht schnell und schmeckt am Ende würzig-süß.
Was bedeuten die Muster auf den Mondkuchen?
Die Muster auf Mondkuchen sind nicht nur dekorativ, sondern haben auch eine symbolische Bedeutung. So symbolisieren diese oft chinesische Schriftzeichen, die zum Beispiel für Glück, Harmonie, ein langes Leben oder Wohlstand stehen. Verschiedene Motive wie Monde, Wolken, Blumen, Lotus, Kaninchen oder traditionelle Ornamente kommen ebenfalls gerne vor und verweisen auf das Mondfest, die Erntezeit und den Wunsch nach Glück und Zusammenhalt.
Übrigens: Praktisch betrachtet haben die Prägungen noch eine zweite Funktion – sie verraten nämlich, welche Füllung im Mondkuchen steckt oder von welcher Bäckerei beziehungsweise Marke er stammt. Bei traditionellen Mondkuchen-Rezepten wird das Muster mit speziellen Holz- oder Kunststoffformen in den Teig gedrückt, bevor die Kuchen gebacken werden. Wir nutzen bei diesem Gebäck eine fertige Mondkuchen-Form, damit die Dekoration mühelos und im Handumdrehen gelingt.
Du hast Lust auf noch mehr chinesische Rezepte? Bei uns wirst du fündig und kannst dich von einer Vielzahl an Gerichten inspirieren lassen. Lies dich außerdem rund um das Thema Mehlsorten schlau, damit du dich beim Backen unserer Kuchen-Rezepte noch besser auskennst. Also: Auf die Plätze, fertig – und genießen!