Kulajda ist eine der charakteristischsten Suppen der böhmischen Küche – cremig und aromatisch. Sie verbindet die erdigen Aromen von Waldpilzen mit feiner Sahne und dem frischen Duft von Dill. Ein Ei krönt das Ganze und macht die Suppe zu einem herzhaften, zugleich überraschend eleganten Gericht. Kulajda gilt in Tschechien als wärmender Klassiker, der Erinnerungen an Herbstwälder, traditionelle Küche und generationsübergreifende Esskultur weckt.
Getrocknete Pilze mit 700 ml lauwarmem Wasser übergießen und 20-30 Minuten einweichen. Zwiebel pellen und fein würfeln. Kartoffeln schälen, waschen und würfeln.
Pilze durch ein feines Sieb abgießen und grob hacken. Das Einweichwasser auffangen. Butter im Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Zwiebel hineingeben und glasig schwitzen. Mehl einrühren und hell anschwitzen. Kümmel zugeben. Mit Gemüsebrühe und Pilzwasser ablöschen. Pilze und Kartoffeln zugeben und für 15-20 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.
Sahne zur Suppe gießen, kurz aufkochen lassen und Hitze reduzieren. Mit Weißweinessig, Salz und Pfeffer fein säuerlich abschmecken. Dill waschen, trocken schütteln, fein hacken und 2/3 unterheben. Rest für die Garnitur beiseitelegen.
Einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen, die Eier langsam hinein gleiten lassen und für sechseinhalb Minuten wachsweich kochen. Anschließend leicht abkühlen lassen, pellen und halbieren.
Suppe in tiefe Teller geben und je ein Ei mittig einsetzen. Mit Dill garnieren.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
1.858 kj (22 %)
Kalorien
444 kcal (22 %)
Kohlenhydrate
27 g
Fett
30 g
Eiweiß
13 g
Bewertung
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Was ist Kulajda?
Kulajda zählt zu den charakteristischsten Suppen der böhmischen Küche: Sie schmeckt cremig, aromatisch und hat eine feine, süß-saure Note. Eine klassische Kulajda-Suppe verbindet die erdigen Aromen von Waldpilzen mit feiner Sahne und frischem Dill. Ein Ei krönt die Suppe und macht den traditionellen Kulajda-Eintopf zu einem herzhaften und überraschend eleganten Gericht. In Tschechien gilt das Gericht als wärmender Klassiker, der Erinnerungen an Herbstwälder, traditionelle Küche und generationsübergreifende Esskultur weckt. Eine direkte deutsche Übersetzung gibt es übrigens nicht – am ehesten lässt sich Kulajda als „böhmische Pilz-Kartoffelsuppe“ beschreiben.
Das macht das Kulajda-Suppen-Rezept so einzigartig:
Die Basis ist eine samtige Brühe, die durch eine Mehlschwitze gebunden, mit Sahne verfeinert und mit Weißweinessig abgeschmeckt wird. Das verleiht der Suppe ihr unverwechselbares, leicht säuerliches Profil.
Eine Pilz-Kartoffel-Einlage sorgt mit getrockneten Waldpilzen, fest kochenden Kartoffelwürfeln und Kümmel für die typisch böhmische Würze.
Gehackter, frischer Dill balanciert die Schwere der Sahne aus und verleiht dem Gericht eine frische Note mit Kräuteraroma.
Das wachsweich gekochte Ei wird direkt in den Suppenteller gesetzt und halbiert. Bricht das cremige Eigelb beim ersten Löffelstich auf und verbindet sich mit der heißen Brühe, entsteht das charakteristische Hauptmerkmal dieses Klassikers aus der böhmischen Küche.
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So kannst du Kulajda servieren und kombinieren
Damit die Kulajda-Suppe ihr volles Potenzial entfaltet, kommt es auf das richtige Zusammenspiel beim Anrichten und die passenden Begleitungen auf dem Tisch an. Mit ein paar einfachen Handgriffen wird aus der cremigen Suppe ein optisches und geschmackliches Highlight:
Reiche die Suppe am besten in tiefen, leicht vorgewärmten Tellern oder rustikalen Keramikschalen. So bleibt die feine Brühe lange heiß.
Setze das wachsweich gekochte, halbierte Ei vorsichtig als Herzstück genau in die Mitte des Tellers.
Garniere die Oberfläche kurz vor dem Servieren mit ein paar frischen Dillspitzen, etwas frisch gemahlenem weißen Pfeffer und auf Wunsch mit einem kleinen Stich flüssiger Butter.
Biete herzhaftes Brot dazu an. Die samtige Textur der Suppe passt ideal zu einer knusprigen Komponente. Ein kräftiges Bauernbrot mit Natursauerteig und Kümmel ist beispielsweise ein hervorragender, traditioneller Begleiter!
Kombiniere die Suppe mit den passenden Getränken. Ein kühles, feinherbes Pilsner Bier ist der Klassiker zur Kulajda und schmeckt auch als alkoholfreie Variante; wer lieber Wein trinkt, greift zu einem trockenen, säurebetonten Weißwein, zum Beispiel einem Grünen Veltliner oder Riesling. Ebenfalls hervorragend passt eine naturtrübe Apfelschorle mit einem Spritzer Zitrone, da die Fruchtsäure mit den erdigen Pilzaromen harmoniert. Magst du es leicht, probiere kühles Mineralwasser mit Gurke und Dill dazu, das den frischen Kräutercharakter des Gerichts unterstreicht.
Tipp: Durch ihre gehaltvolle Basis eignet sich Kulajda vor allem als eigenständiges, sättigendes Hauptgericht. In kleineren Portionen ist die Suppe zudem eine fantastische, wärmende Vorspeise für ein herbstliches oder winterliches Mehrgang-Menü.