Entsafter-Rezepte: einfache Säfte aus Obst, Gemüse und Blattgrün
Dass Obst und Gemüse mit ihrem hohen Gehalt an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen zu einer ausgewogenen Ernährung gehören, ist dir bekannt, aber du schaffst es trotzdem nie, auf dein Tagespensum zu kommen? Dann können unsere Entsafter-Rezepte vielleicht Abhilfe schaffen. Frisch gepresster Saft schmeckt intensiver als jeder gekaufte und du entscheidest selbst, was hineinkommt. Erfahre, welches Obst und Gemüse sich entsaften lässt – und welche Zutaten zusammenpassen.
Welches Obst und Gemüse lässt sich entsaften?
Du kannst grundsätzlich jedes Obst und Gemüse entsaften, das genug Flüssigkeit enthält. Wie gut das klappt, hängt von der Zutat und vom Gerät ab. Mit unserem Überblick erfährst du, welche Zutaten sich ideal zum Entsaften eignen und warum Bananen oder Mangos schwierig für gelungene Entsafter-Rezepte sind.
Saftreiches Obst ist am einfachsten zu entsaften:
Äpfel, Birnen, Weintrauben, Orangen, Grapefruit, Ananas, Wassermelone, Erdbeeren, Kirschen und Pfirsiche. Steinobst musst du vorher unbedingt entkernen und Zitrusfrüchte schälen, denn die weiße Haut schmeckt bitter.
Hartes Gemüse, das ein Gerät mit Power braucht:
Karotten, Rote Bete, Sellerieknolle, Pastinake, Kohlrabi, Rettich und Ingwer
Wasserreiches Gemüse als milde Basis:
Gurke, Stangensellerie, Fenchel, Tomate, Zucchini und Paprika. Sie liefern viel Flüssigkeit und tragen kräftige Aromen.Blattgrün und Kräuter, ebenfalls nur mit dem richtigen Gerät ein Genuss:
Spinat, Grünkohl, Mangold, Romanasalat, Petersilie und Minze geben ihren Saft langsam ab und brauchen einen Entsafter, der presst statt schleudert.
Weniger geeignet für Entsafter-Rezepte:
Banane, Avocado, Mango und Papaya enthalten kaum freien Saft und werden im Entsafter zu Mus. Diese Früchte sind deshalb im Mixer besser aufgehoben und eignen sich ideal für reichhaltige und cremige Smoothie-Rezepte.
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Welche Säfte passen zusammen?
Ein guter Saft aus Obst und Gemüse folgt fast immer dem gleichen Prinzip. Er besteht aus einer milden Basis, einem Aromageber und einem frischen Kick. Das kann dann zum Beispiel so aussehen:
Basis (60–70 %):
Apfel, Karotte, Gurke, Stangensellerie, Fenchel oder Wassermelone. Sie liefert die Flüssigkeit.
Aroma-Geber (20–30 %):
Rote Bete, Beeren, Ananas, Orange, Spinat oder Grünkohl. Sie bestimmen den Charakter.
Kick (5–10 %):
Ingwer, Kurkuma, Zitrone, Limette oder Minze. Schon wenig sorgt für das gewisse Etwas, wenn du dein Entsafter-Rezept selbst machen möchtest.
Es gibt außerdem Kombinationen, die immer funktionieren. Dazu zählt die Mischung aus Süße und Säure, zum Beispiel, wenn du Karotte oder Apfel mit Zitrone oder Orange kombinierst. Ein erdiges Aroma passt wiederum gut zu fruchtigen Komponenten, etwa bei der Kombination von Rote Bete oder Sellerieknolle mit Apfel oder Orange. Der Grund: Das Obst nimmt erdigen Sorten die Schwere. Grünes Gemüse wie Spinat oder Grünkohl passt perfekt zu mildem Obst wie Apfel, damit der Saft nicht zu dominant schmeckt. Auch die Mischung aus scharf und süß gelingt immer: So brauchen Ingwer und Kurkuma eine süße Basis wie Karotte, Apfel oder Ananas. Möchtest du eher wässrige Zutaten mit aromatischen Sorten mischen, kombiniere beispielsweise Gurken oder Melonen zu Minze, Limette oder Beeren.
Tipp aus der EDEKA Redaktion:
Mehr als vier Zutaten überdecken sich gegenseitig, deshalb reichen zwei bis drei Zutaten fast immer für ein gelungenes Entsafter-Rezept aus. Kohl, Rettich und Radieschen werden schnell bitter und sollten sparsam dosiert werden. Stark säurehaltiges Obst wie Zitrone oder Ananas lässt zudem Milchprodukte ausflocken.
10 Entsafter-Rezepte mit maximal drei Zutaten: So geht’s
Mit jedem dieser zehn Rezepte erhältst du rund ein großes Glas Saft. Die Menge hängt jedoch vom Gerät ab und kann abweichen. Ansonsten gilt: Zutaten waschen, grob zuschneiden und nach und nach in den Einfüllschacht geben.
Der Klassiker: Karotte-Apfel-Ingwer
400 g Karotten, 200 g Apfel, 10 g Ingwer
Der Erfrischende: Apfel-Gurke-Minze
300 g Gurke, 200 g Apfel, 5 g Minze, am besten mit Eiswürfeln
Der Süß-Erdige: Rote Bete, Apfel und Orange
250 g rohe Rote Bete, 200 g Apfel, 200 g Orange
Der Feine: Fenchel-Orange
400 g Fenchel, 300 g Orange, eine Prise Cayennepfeffer
Der Sommerliche: Ananas-Limette
500 g Ananas, 20 g Limette
Der Kinderfreundliche: Wassermelone-Erdbeere
500 g Wassermelone, 150 g Erdbeeren
Der Milde: Gurke-Spinat-Apfel
300 g Gurke, 70 g Spinat, 150 g Apfel
Der Herzhaft-Frische: Stangensellerie-Apfel-Zitrone
400 g Stangensellerie, 150 g Apfel, 30 g Zitrone
Der Goldgelbe: Karotte-Orange-Kurkuma
400 g Karotten, 250 g Orange, 15 g Kurkuma
Der Herbstliche: Birne-Trauben-Zitrone
300 g Birne, 250 g helle Weintrauben, 20 g Zitrone
Wichtiges zur Haltbarkeit:
Frisch gepresste Säfte solltest du am besten sofort trinken. Auch verschlossen im Kühlschrank halten sie sich für maximal 24 Stunden frisch.
Knusprige Gemüse-Bratlinge mit frischem Dip: So lecker lässt sich Gemüsetrester aus dem Entsafter verwerten.
Frisch und gesund – Entsafter-Rezepte
Statt alles mühsam zu zerkleinern, kommen Apfel, Karotte, Beeren & Co. einfach in die Saftpresse und als leckeres Getränk wieder heraus.
Den beim Entsaften entstehenden Trester kannst du hervorragend in Reis-Gemüse-Bratlinge einarbeiten und so verwerten. Diese wiederum ergeben mit einem feinen Dip eine leckere Mahlzeit oder passen als Beilage zu leichten Gerichten wie gratiniertem Spargel. Obsttrester aus Apfel oder Birne passt außerdem in Müsli-Rezepte, Porridge oder Brotteig. Trester aus Apfel oder Birne lässt sich sogar portionsweise einfrieren. Probiere es gleich aus!
Welches Gerät passt zu welchem Saft?
Wie du den Saft gewinnst, bleibt dir und deiner Küchenausstattung überlassen. Ganz gleich, ob du eine Saftpresse benutzt oder mit Dampf beziehungsweise Zentrifugalkraft die festen von den flüssigen Bestandteilen trennst – du erhältst immer ein frisches, aromatisches Getränk.
Als Faustregel für alle Entsafter-Rezepte gilt: Je härter und fester die gewählten Obst- und Gemüsesorten sind, desto mehr Power sollte der Entsafter haben. Während weiche Beeren kaum Widerstand bieten, stößt ein einfaches Gerät bei Stangensellerie oder Grünkohl schnell an seine Grenzen. Achte außerdem darauf, stets frische und saftige Ware zu verwenden, damit das Getränk nicht zu dickflüssig wird. So sind beispielsweise Apfelsorten wie Fuji und Idared besser zum Entsaften geeignet als mehlige Sorten wie Jonagold.
Entsafter im Vergleich
Zentrifugenentsafter arbeiten schnell und eignen sich gut für hartes Obst und Gemüse, kommen bei Blattgrün aber kaum an Saft.
Slow Juicer pressen langsamer, liefern dafür mehr Ausbeute und sind die einzige Möglichkeit, Spinat, Grünkohl oder Stangensellerie sinnvoll zu entsaften.
Dampfentsafter lohnen sich bei großen Mengen Beeren oder Steinobst.
Tipp aus der EDEKA Redaktion:
Besonders einfach gelingt unser Grapefruit-Saft-Rezept, für das du nur eine Zitruspresse benötigst. Sowohl das Sieb und als auch das Presswerk solltest du direkt nach dem Entsaften unter warmem Wasser abbürsten, da getrocknete Fruchtreste sich später kaum noch entfernen lassen.
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