Gingerbread mit Icing

Lebkuchen-Rezepte: Weihnachtsgebäcklegende, selbst gemacht

Sie gehören einfach dazu. Mit Oblaten und ohne. Mit Schokolade und Zuckerguss. Steht Weihnachten vor der Tür, haben Lebkuchen ihren großen Auftritt – und mithilfe unserer Rezepte servierst du rund um die Feiertage nun selbst gemachte Lebkuchen in vielen Formen. Deine Lieben werden begeistert sein!

Lebkucheninspiration gefällig?

Lebkuchen: Herkunft und Geschichte

Sobald irgendwo am Horizont die erste Adventskerze leuchtet, halten auch Lebkuchen Einzug ins kollektive Bewusstsein. Weihnachtszeit gleich Lebkuchenzeit. So ist es. So war es jedoch nicht immer. Tatsächlich wurden die kleinen süßen Fladen sowohl mit als auch ohne Oblaten zunächst vor allem deshalb in unterschiedlichen Klöstern gebacken, weil sie so lange lagerbar waren. Auf eine bestimmte Zeit war der Verzehr damals nicht festgelegt, was sich jedoch während des Dreißigjährigen Krieges änderte. Da die teilweise exotischen Zutaten knapp wurden, durften Lebkuchen nur noch zu besonderen Anlässen serviert werden. Vor allem natürlich zum besondersten aller Feste: Weihnachten. Erfunden wurden Lebkuchen, wie wir sie heute kennen, übrigens im belgischen Dinant.

Selbstgemachtes Lebkuchenhaus
Für strahlende Kinderaugen – ein selbstgemachtes Lebkuchenhaus!

Selbst gemachte Lebkuchen: das Gewürz

Honig, teilweise auch Zucker, ist besonders wichtig für selbst gemachte Lebkuchen. Er verleiht ihnen Süße und ist entsprechend üppig enthalten. Milch, Fett und Wasser fehlen dagegen (größtenteils) im Teig, der sich so trocken und zuckerreich gestaltet, was wiederum die Haltbarkeit des Gebäcks verlängert. Ebenfalls charakteristisch für saftige Lebkuchen ist das Gewürz. Wobei es dieses eine, das bereits Generationen überdauert, nicht gibt. Gern genommen für die Zusammensetzung sind jedoch Zimt, Kardamom, Anis, Koriandersamen, Muskat, Nelken, Piment, Ingwer sowie Fenchel. Du kannst also mit deiner eigenen Gewürzmischung ein Lebkuchen-Rezept verfeinern. Nutze dafür am besten ganze Gewürzkörner, röste sie kurz in der Pfanne, um sie danach im Mörser zu zerstoßen. So entfalten sie ihr Aroma noch intensiver. Ebenso gut kannst du natürlich ein fertiges Lebkuchen-Gewürz für dein Rezept verwenden.

Tipp: Nutze die intensiven Gewürze auch einmal als Basis für die ganz große Kunst der Weihnachtsbäckerei. Denn mithilfe unseres Rezepts kannst du sogar ein ansehnliches, leckeres Lebkuchenhaus selber backen. Oder verwandele traditionelle Dessert mit Lebkuchengewürz in Weihnachtsdessert, wie z. B. Lebkuchen-Mousse oder Lebkuchen-Tiramisu. Als ebenso lecker wie Geschenk-tauglich erweist sich unser Rezept für Lebkuchenlikör.

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Lebkuchenmänner

Lebkuchen-Rezepte mit und ohne Mehl

Ob du nun Schoko-Lebkuchen oder Varianten mit Zuckerguss backen willst, immer steht eine Entscheidung an: Bevorzugst du braune oder Oblatenlebkuchen? Erstere bestehen aus einem Teig mit viel Mehl, den du intensiv knetest. Bei Oblatenlebkuchen, etwa auch den bekannten Elisenlebkuchen, verzichtest du dagegen fast bis komplett auf die Zugabe von Mehl. Stattdessen spritzt du eine Masse aus Zucker, Mandeln, Hasel- oder Walnüssen auf die Oblaten. Ölsamen sowie Marzipanrohmasse sind ebenfalls eine Option. Wenn du Lebkuchen über Nacht oder sogar mehrere Tage stehen lässt, verstärkt sich das Aroma des Gebäcks. Denn je länger du mit dem Essen wartest, desto intensiver können die Gewürze sich entfalten. Das gilt auch für unsere Mandel-Lebkuchen oder unsere Lebkuchenmänner. Einmal fertig, halten sich Lebkuchen als Dauerbackware mehrere Monate – solange du sie richtig aufbewahrst. Am besten eignet sich eine luftdicht verschlossene, innen trockene Blechdose in kühler Umgebung.

Übrigens: Woher der Name stammt, ist nicht final geklärt. Einmal heißt es, "Leb" entstamme dem mittellateinischen "libum", was schlicht "Fladen" bedeutet. Andere vermuten, dass das mittelhochdeutsche "Leip", was mit "ungesäuertes Brot" übersetzt wird, die Namensgebung beeinflusste. Weitere Bezeichnungen sind heute Honigkuchen und Pfefferkuchen.

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