Was genau ist Grieß?
Antwort in aller Kürze
Grieß ist ein grobkörniges Getreideprodukt mit einer Korngröße von 0,3 bis einem Millimeter, das beim Mahlen aus dem Mehlkörper verschiedener Getreidesorten gewonnen wird. Am häufigsten stammt er aus Weizen, es gibt aber auch Varianten aus Dinkel, Mais oder Reis. Je nach Getreidesorte und Mahlgrad eignet sich Grieß für ganz unterschiedliche Zubereitungen: von cremigem Brei über Knödel bis hin zu Pasta und Aufläufen.
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Grieß: Ein vielseitiges Getreideprodukt
Grieß entsteht durch ein spezielles Mahlverfahren, bei dem der Mehlkörper des Getreidekorns nicht zu feinem Mehl vermahlen, sondern in gröbere Partikel zerkleinert wird. Diese körnige Struktur ist es, die Grieß seine besonderen Eigenschaften verleiht: Er quillt beim Kochen langsamer als Mehl, nimmt dabei viel Flüssigkeit auf und entwickelt eine angenehm sämige bis bissfeste Konsistenz. Aus welchem Getreide besteht Grieß? In den meisten Fällen aus Weizen, genauer gesagt aus Hart- oder Weichweizen. Daneben gibt es Grieß aus Dinkel, Mais, Reis oder Hafer, wobei diese Varianten seltener im Handel zu finden sind.
Hartweizengrieß: Was ist das?
Hartweizengrieß wird aus Durum-Weizen gewonnen, einer besonders proteinreichen Weizensorte. Er hat eine goldgelbe Farbe und einen hohen Glutenanteil, der ihm eine ausgeprägte Kochfestigkeit verleiht. Genau deshalb ist er die erste Wahl für Zubereitungen, die ihre Form behalten sollen:
Pasta wie Spaghetti, Penne oder Rigatoni
Gnocchi
Grießklößchen für Suppen
Beim Kochen bleibt Hartweizengrieß angenehm bissfest und wird nicht breiig. Wenn du also Nudeln selbst herstellst oder Grießklößchen in eine klare Brühe gibst, greife zu dieser Sorte.
Riebelgrieß: Was ist das?
Riebelgrieß ist eine andere Bezeichnung für Weichweizengrieß. Er ist heller und feiner als Hartweizengrieß und hat einen geringeren Glutenanteil. Seinen Namen verdankt er dem traditionellen Gericht „Riebel“, einem gerösteten Grießbrei aus der Vorarlberger Küche.
Weichweizengrieß eignet sich besonders gut für:
Grießbrei und Grießpudding
süße Aufläufe und Soufflés
Teigzubereitungen wie Grießnockerl
Durch seine feinere Körnung quillt Riebelgrieß schneller und ergibt eine weichere, cremigere Konsistenz als Hartweizengrieß.
Für einen klassischen Grießbrei rührst du etwa 60 Gramm Grieß in 500 Milliliter aufgekochte Milch ein und lässt ihn unter Rühren drei bis fünf Minuten bei niedriger Hitze quellen.
Was ist Grießmehl und wie unterscheidet es sich von herkömmlichem Mehl?
Grießmehl ist ein besonders fein ausgemahlener Grieß, der in seiner Korngröße zwischen herkömmlichem Grieß und feinem Mehl liegt. Man kann ihn sich als Zwischenstufe vorstellen: gröber als Mehl, aber feiner als normaler Grieß. Der Unterschied zeigt sich vor allem in der Verarbeitung:
Eigenschaft | Mehl | Grießmehl | Grieß |
Korngröße | unter 0,15 mm | 0,15-0,3 mm | 0,3-1 mm |
Quellverhalten | schnell | mittel | langsam |
Struktur im Gericht | glatt und fein | leicht körnig | deutlich körnig |
Grießmehl eignet sich gut für Zubereitungen, bei denen eine etwas feinere Textur gewünscht ist, aber dennoch die typische Bindekraft von Grieß erhalten bleiben soll, etwa bei Knödeln oder feinen Aufläufen.
Grieß zubereiten: Grundtechniken im Überblick
Als Brei kochen: Grieß in heiße Milch oder Wasser einrühren, unter ständigem Rühren drei bis fünf Minuten quellen lassen, dann vom Herd nehmen und abgedeckt noch zwei Minuten nachziehen lassen.
Für Klößchen oder Nockerl formen: Grieß mit Butter, Ei und etwas Salz zu einem Teig verarbeiten, 30 Minuten ruhen lassen und mit zwei angefeuchteten Löffeln Nockerl abstechen.
Für Grießschnitten: Grießbrei etwas fester kochen, auf ein Blech streichen (etwa 1,5 Zentimeter dick), abkühlen lassen, in Stücke schneiden und in der Pfanne mit Butter goldbraun anbraten.
Als Teig für Pasta: Hartweizengrieß im Verhältnis 2:1 mit Wasser und einer Prise Salz zu einem festen Teig kneten, 30 Minuten ruhen lassen und anschließend dünn ausrollen.
Als Einlage in Suppen: Grieß direkt in die köchelnde Brühe rieseln lassen und unter Rühren einige Minuten garen.