Die warme Brühe liefert dem Körper wichtige Flüssigkeit, ist leicht verdaulich und sorgt für wohlige Wärme von innen. Der Dampf kann die Schleimhäute befeuchten, was sich bei Schnupfen und Halskratzen angenehm anfühlt. Gleichzeitig bringt die Suppe Salz und Energie mit. Das ist gerade bei Appetitlosigkeit hilfreich. Medizinisch ist sie zwar kein Heilmittel, aber sie vereint vieles, was dem Körper in dieser Zeit guttut, und zwar ohne große Vorbereitung.
Die ganze Antwort – ausführlich erklärt von EDEKA
Warum ist Hühnersuppe so gesund? Inhaltsstoffe und Wirkung
Wenn uns eine Erkältung erwischt, reagiert der Körper mit einer Reihe typischer Symptome: Die Schleimhäute schwellen an, die Nase läuft oder ist verstopft, der Hals kratzt – und oft ist auch der Appetit verschwunden. In dieser Phase kann eine warme, klare Hühnersuppe wohltuend sein.
Im Vergleich zu reinem Tee liefert Hühnersuppe zudem wertvolle Nährstoffe, etwas Salz und eine kleine Portion Energie, ohne schwer im Magen zu liegen. Der Dampf kann helfen, die Atemwege zu befeuchten, was viele Menschen bei verstopfter Nase als angenehm empfinden. Gleichzeitig hat das Essen einer Suppe für viele auch emotional etwas Tröstendes: Es ist ein vertrautes Ritual, das signalisiert, dass du für dich sorgst.
Hühnersuppe ist bei Erkältungen gesund, da sie Nährstoffe liefert und durch den Dampf die Atemwege befeuchtet.
Warum Hühnersuppe bei Erkältung ein Klassiker ist
Wenn du erkältet bist, möchte dein Körper keine Höchstleistungen vollbringen – weder beim Verdauen noch beim Kauen. Hühnersuppe kommt diesem Bedürfnis entgegen und bringt gleich mehrere Vorteile mit:
Wärme von innen: Eine warme Brühe kann bei Reizungen im Rachenraum helfen, den Hals zu beruhigen und das Schlucken angenehmer zu machen.
Flüssigkeit: Insbesondere bei Fieber oder Schwitzen verliert der Körper viel Wasser. Eine Suppe gleicht das auf schmackhafte Weise aus.
Milde Salzigkeit: Leicht salzige Brühen können dabei helfen, den Elektrolythaushalt zu stabilisieren.
Sanft zum Magen: Gekochtes Gemüse, Brühe und gegartes Fleisch sind gut bekömmlich und damit gut, wenn der Verdauungstrakt etwas Ruhe braucht.
Energie ohne Aufwand: Die Suppe liefert etwas Eiweiß und Fett in einer Form, die kaum Kraft kostet. Praktisch, wenn du dich geschwächt fühlst.
Warum hilft Hühnersuppe bei Grippe?
Auch wenn Hühnersuppe keine Grippe heilen kann, empfinden viele sie bei grippeähnlichen Symptomen als wohltuend. Die Kombination aus Wärme, Flüssigkeit und leichter Verdaulichkeit tut gut, wenn der Körper zum Beispiel durch Fieber, Gliederschmerzen oder Appetitlosigkeit geschwächt ist. Speziell in der Erholungsphase nach einem grippalen Infekt oder einer echten Influenza kann eine milde Suppe dabei helfen, den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen und auf sanfte Art und Weise neue Energie zu tanken.
Warum Hühnersuppe „die Nase frei macht“
Wenn die Nase dicht ist, fühlt sich eine Schüssel Hühnersuppe oft erleichternd an – das hat viel mit Dampf und Wärme zu tun. Der aufsteigende Dampf kann die Schleimhäute in Nase und Rachen befeuchten und das Atmen dadurch kurzfristig angenehmer machen. Gleichzeitig wird zäher Schleim durch Wärme und Flüssigkeit häufig als „löslicher“ empfunden. Dazu kommt: Warmes Essen regt den Speichelfluss an und lindert das Gefühl von Druck im Kopf oder im Gesicht unter Umständen etwas.
Hühnersuppe ist kein Wundermittel, aber sie bringt vieles mit, was der Körper in Erkältungsphasen gut gebrauchen kann
Die EDEKA Redaktion
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Wie kocht man eine Hühnersuppe?
Eine gute Brühe braucht Zeit, aber wenig aktive Arbeit. Hier erfährst du, wie du aus einfachen Zutaten maximalen Geschmack herausholst.
Basis-Zutaten für vier Portionen
1 ganzes Suppenhuhn (1,2–1,5 kg)
2–3 Möhren
½ Knolle Sellerie
1 Stange Lauch
1 Zwiebel (mit Schale für goldene Farbe)
2–3 Liter Wasser
1–2 TL Salz (nach Geschmack)
1 Lorbeerblatt, ein paar Pfefferkörner
Optional: etwas frische Petersilie, Nudeln oder Reis zum Servieren
Hinweis: Das Gemüse (Möhren, Sellerie, Lauch) bekommst du im Handel auch fertig als Suppengemüse.
Schritt 1: das Huhn ansetzen
Zuerst wäschst du das Suppenhuhn unter fließendem kaltem Wasser ab und tupfst es trocken. Entferne den Bürzel (die Fettdrüse am Schwanzende), da dieser den Geschmack tranig machen kann. Lege das Huhn in einen großen Topf.
Tipp: Setze das Huhn immer mit kaltem Wasser an. Erhitzt sich das Wasser langsam zusammen mit dem Fleisch, laugen die Zellen besser aus. Das Ergebnis ist eine kräftigere Brühe. Würdest du es in kochendes Wasser legen, würden sich die Poren sofort schließen und der Geschmack bliebe im Fleisch, statt in die Suppe überzugehen.
Schritt 2: aufkochen und abschäumen
Bringe das Wasser langsam zum Kochen. Sobald es sprudelt, bildet sich an der Oberfläche grau-weißer Schaum. Das sind geronnenes Eiweiß und Trübstoffe. Schöpfe diesen Schaum mit einer Kelle oder einem Schaumlöffel akribisch ab. Nur so wird deine Suppe später klar und appetitlich goldgelb. Gib erst jetzt Salz und die Gewürze (Pfeffer, Lorbeer, Piment) hinzu.
Schritt 3: das lange Simmern
Reduziere die Hitze. Die Suppe sollte nicht ausgiebig kochen, sondern nur sanft „simmern“ (leicht köcheln). Lege den Deckel leicht schräg auf. Ein Suppenhuhn braucht Zeit: Plane zwei bis drei Stunden ein. Erst durch diese lange Kochzeit lösen sich wertvolle Stoffe wie Kollagen und Mineralien aus den Knochen.
Schritt 4: das Gemüse
Hier scheiden sich die Geister: Soll das Gemüse ausgekocht oder bissfest sein?
Variante Kraftbrühe: Gib grob gewürfeltes Suppengrün schon nach einer Stunde dazu. Es gibt seinen kompletten Geschmack an die Brühe ab, ist am Ende aber sehr weich und geschmacklos. Du kannst es vor dem Servieren entfernen.
Variante Gemüsesuppe: Koche das Huhn gar. Nimm es heraus. Gib dann frisches, fein geschnittenes Gemüse in die Brühe und koche es nur zehn bis 15 Minuten, bis es bissfest ist. So bleiben mehr Vitamine erhalten.
Schritt 5: abschmecken
Nimm das Huhn aus dem Topf und lasse es kurz abkühlen. Löse das Fleisch von den Knochen und entferne die Haut. Schneide das Fleisch in mundgerechte Stücke und gib es zurück in die Suppe. Schmecke final mit Salz, Pfeffer und frisch gehackter Petersilie ab.
Je nach Bedürfnis eignen sich unterschiedliche Suppenvarianten: klare Brühe bei Halsschmerzen, fettarme Suppe bei empfindlichem Magen oder Gemüsebrühe als vegetarische Variante.
Checkliste für die perfekte Hühnersuppe
Suppenhuhn verwenden (kein Hähnchenbrustfilet)
Kaltes Wasser nutzen
Schaum abschöpfen für klare Optik
Mindestens zwei Stunden sanft köcheln
Frisches Gemüse erst gegen Ende garen
Hühnersuppe-Varianten für jeden Geschmack
Ob klar und mild oder kräftig mit Einlage – Hühnersuppe lässt sich leicht an verschiedene Bedürfnisse anpassen. Je nachdem, ob du Halsschmerzen hast, dich besonders kraftlos fühlst oder einfach mal etwas Abwechslung suchst, lohnt es sich, die Zutaten und Zubereitung leicht zu variieren.
Situation oder Wunsch
Geeignete Suppen-Variante
Tipp für die Zubereitung
Halsschmerzen
Klare Brühe ohne Einlage, warm, leicht gesalzen
Nicht zu heiß servieren, lieber in kleinen Schlucken genießen.
Empfindlicher Magen
Fettarme Suppe (Huhn ohne Haut, kein Öl), mild gewürzt
Möhren und Reis als magenschonende Einlage verwenden.
Appetitlosigkeit
Leichte Brühe mit etwas Nudeln oder Grießklößchen
Kleine Portion servieren, eventuell mit einem Spritzer Zitrone für Frische.
Vegetarisch
Gemüsebrühe mit Sellerie, Lauch, Möhren, Ei oder Tofu als Einlage
Für mehr Umami mit getrockneten Pilzen oder Misopaste verfeinern.
Low Carb
Klare Brühe mit Hühnerfleisch und Gemüse, ohne Nudeln oder Reis
Statt Einlage zum Beispiel Zucchinistreifen oder Brokkoli verwenden.
Asiatisch
Brühe mit Ingwer, Frühlingszwiebeln, Sojasauce, Reisnudeln oder Pak Choi
Mit Limette und frischem Koriander abschmecken, aber nicht zu scharf.
Frisch
Brühe mit viel Petersilie, Schnittlauch oder Dill
Kräuter erst kurz vor dem Servieren zugeben, damit sie frisch bleiben.
Hühnersuppe liefert dem Körper Wärme, Flüssigkeit und leichte Energie, was besonders angenehm ist, wenn du dich krank fühlst. Der aufsteigende Dampf kann die Schleimhäute befeuchten, und das warme Gefühl im Hals empfinden die meisten Menschen als lindernd. Auch wenn keine Heilwirkung nachgewiesen ist, spüren viele Personen eine wohltuende Wirkung auf den gesamten Körper.
Nein, Hühnersuppe ist kein Medikament und kann eine Erkältung nicht heilen. Sie kann dich aber unterstützen, indem sie Hals und Rachen beruhigt, dir das Trinken erleichtert und deinem Körper eine milde Mahlzeit liefert.
Solange sie dir gut bekommt, kannst du Hühnersuppe bei einer Erkältung ruhig täglich essen, auch mehrmals am Tag. Sie ist leicht verdaulich und liefert Flüssigkeit sowie ein paar Nährstoffe. Wer Abwechslung möchte, kann die Einlage variieren oder auf Gemüse- oder Kräutersuppe umsteigen.
Im Kühlschrank hält sich selbst gekochte Hühnersuppe in einem gut verschlossenen Behälter in der Regel zwei bis drei Tage. Wichtig ist, dass du sie nach dem Kochen zügig abkühlen lässt und kalt lagerst. Beim Aufwärmen solltest du sie einmal richtig erhitzen, bevor du sie isst.
Ja, Hühnersuppe lässt sich sehr gut einfrieren. Am besten frierst du sie portionsweise ein, dann kannst du später genau so viel auftauen, wie du brauchst. Tipp: Nudeln lieber frisch kochen und erst beim Servieren dazugeben, damit sie nicht weich werden.
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