Der südafrikanische Klassiker Malva-Pudding besticht durch seine saftige Textur und den charakteristischen Karamell-Geschmack. Der Clou: Direkt nach dem Backen wird der noch warme Kuchen mit einer süßen Soße getränkt, die in den Teig einzieht und ihn himmlisch zart macht.
Zubereitungszeit
30 min.
Gesamtzeit
80 min.
Schwierigkeit
Leicht
Kalorien / Portion
510 kcal
Ernährungsform
Vegetarisch
Springe zum Bereich
Zutaten
Portionen
Mengenangaben beziehen sich auf
8
Portion(en).
8
Für den Teig:
250
g
Zucker, braun
2
Eier
1
EL
Aprikosenkonfitüre
1
TL
Natron
1
TL
Backpulver
400
ml
Milch
200
g
Weizenmehl, Type 405
1
Prise
Salz
1
EL
Weißweinessig
50
g
Butter
Für die Soße:
200
ml
Sahne
100
ml
Milch
120
g
Zucker
100
g
Butter
1
TL
Vanilleextrakt
Außerdem:
Butter, zum Einfetten
Zubereitung
Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze (160 Grad Umluft) vorheizen. Auflaufform einfetten.
Zucker und Eier mit den Schneebesen eines Handrührgerätes cremig schlagen. Aprikosenkonfitüre unterrühren. Natron und Backpulver in die Milch einrühren. Anschließend unter die Zucker-Ei-Masse rühren.
Mehl und Salz vermischen und zügig unter die flüssigen Zutaten heben. Essig unterrühren. Butter im Topf schmelzen und einrühren. Den Teig in die gefettete Form geben und für 35-40 Minuten auf mittlerer Schiene im Ofen goldbraun backen. Stäbchenprobe machen.
In der Zwischenzeit Sahne, Milch, Zucker und Butter im Topf unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Vanilleextrakt einrühren.
Den Kuchen aus dem Ofen holen und noch heiß mehrfach einstechen. Die heiße Soße gleichmäßig darüber gießen. Mindestens 10 Minuten ziehen lassen. Warm servieren und wenn gewünscht mit mehr Soße toppen.
Nährwerte
Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen laut LMIV (8.400 kJ/2.000 kcal).
Nährwerte
pro Portion
Energie
2.134 kj (25 %)
Kalorien
510 kcal (25 %)
Kohlenhydrate
68 g
Fett
23 g
Eiweiß
9 g
Bewertung
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Was ist Malva-Pudding?
Malva-Pudding ist ein Dessert aus Südafrika, das durch seine saftige, schwammartige Textur und sein charakteristisches Karamellaroma begeistert. Obwohl die Bezeichnung „Pudding“ dafür verwendet wird, handelt es sich im Grunde um einen warmen Ofenkuchen. Das Geheimnis beim Rezept für Malva-Pudding-Cake liegt in der besonderen Konsistenz des Teigs: Ein Esslöffel Aprikosenkonfitüre sorgt in Kombination mit Natron für eine feine Säure, eine dezente Frucht-Karamell-Note und die typische, extrem saugfähige Struktur. Der entscheidende Schritt erfolgt aber erst nach dem Backen, wenn du den heißen Kuchen flächendeckend mit einer Sahne-Butter-Soße übergießt. Der Clou dabei: Der feine Teig nimmt die Malva-Pudding-Soße wie ein Schwamm vollständig auf. Vanilleextrakt verfeinert die Flüssigkeit zusätzlich. Durch dieses spezielle Vorgehen erhält dein Malva-Pudding-Dessert seine typisch zartschmelzende, fast fudgeartige Saftigkeit, die es so unwiderstehlich macht.
Tipp: Du servierst den Malva-Pudding am besten ofenwarm. Ob der Kuchen fertig ist, zeigt dir auch bei diesem Rezept eine einfache Stäbchenprobe. Mehr afrikanische Rezepte und köstliche Desserts findest du außerdem online in unserer großen Rezeptwelt!
Malva-Pudding: Dessert mit Tradition und Geschichte
Der Malva-Pudding ist tief in der kulinarischen Tradition Südafrikas verwurzelt. Seine Ursprünge gehen auf burische sowie niederländische Einflüsse zurück. Über Generationen hinweg gaben Familien unterschiedliche Zubereitungsarten weiter und verfeinerten sie stetig. Erstmals schriftlich erwähnt wurde eine frühe Form des saftigen Desserts zu Beginn des 20. Jahrhunderts, jedoch noch ohne die heute so charakteristische Aprikosenkonfitüre. Seine moderne, bis heute populäre Form erlangte der Kuchenklassiker Ende der 1970er-Jahre in der Region rund um Kapstadt. Von dort aus eroberte das Dessert die Gastronomie des gesamten Landes und ist inzwischen weltbekannt. Über die genaue Herkunft der Bezeichnung Malva-Pudding gibt es zwei Theorien:
Die Marshmallow-Theorie: Sprachforscher leiten den Namen vom Afrikaans-Wort „malvalekker“ für Marshmallow ab. Die fluffige, schwammartige Konsistenz des Kuchens erinnert tatsächlich stark an die elastische Textur der süßen Schaumzuckerware.
Die Weintheorie: Eine andere Erklärung verweist auf den süßen Malvasier-Wein „Malmsey“. Ursprünglich soll dem Dessert oder der üppigen Tränksoße ein Schuss dieses Likörweins oder Weinbrand beigefügt worden sein, was dem Gebäck seinen Namen verlieh.
Welche Theorie auch immer stimmen mag: Fakt ist, dass diese Süßspeise einfach köstlich ist – und unbedingt ausprobiert werden sollte!