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Logistiktag 2008

EDEKA Rhein-Ruhr und WITRON präsentierten gemeinsam das Zentrallager Hamm vor Logistik-Experten aus zehn europäischen Ländern.

ölk

Das EDEKA-Zentrallager

Luftbild des EDEKA-Zentrallagers in Hamm (Foto WITRON)

Wir würden uns wieder so entscheiden!

 Wir würden uns wieder so entscheiden!

Seit der produktiven Nutzung der Anlage Anfang 2007 stehen das Zentrallager der Fa. EDEKA Rhein-Ruhr in Hamm und die darin eingesetzten Kommissioniertechnologien im Interesse der Fachmedien und vieler Logistik-Experten weltweit.

Mitte November 2008 begrüßten EDEKA und WITRON über fünfzig hochrangige Logistikverantwortliche von Handelsunternehmen aus zehn verschiedenen europäischen Ländern, um einen Einblick in die Abläufe und den Materialfluss des rund 90.000 m2 großen Distributionszentrums zu gewähren. Das Fazit von Thomas Kerkenhoff, Leiter Logistik und Organisation der EDEKA –Rhein-Ruhr war eindeutig. „Rückblickend auf zwei Jahre Erfahrung mit der eingesetzten Technik können wir klar sagen, dass wir uns wieder so entscheiden würden. In diesem Jahr werden wir in Hamm 85 Millionen Kolli auf 3 Millionen Ladungsträger kommissionieren. Diese Zahl erübrigt die Frage, ob die eingesetzte Technologie ausgereift ist.

Als erstes deutsches Unternehmen setzte die EDEKA Regionalgesellschaft Rhein-Ruhr im Zentrallager in Hamm-Rhynern auf die WITRON-Lösung OPM (Order Picking Machinery). OPM ermöglicht in der gesamten innerbetrieblichen Supply Chain ein automatisiertes Warenhandling ohne Personaleinsatz vom Wareneingang bis zum Warenausgang.

Herzstück der Anlage ist das OPM-System mit der Case Order Machine COM. In Hamm werden 24 dieser hochdynamischen Beladestationen eingesetzt, welche dort im Trockensortiment mit einer durchschnittlichen Kommissionierleistung von etwa 400 Picks pro COM pro Stunde vollautomatisch Handelseinheiten optimiert auf Rollwagen bzw. Paletten schlichten. Die Artikel werden durch ausschließliches Tragen und Schieben äußerst produktschonend behandelt. Eine Volumenkalkulation errechnet vorab anhand einer Schlichtmatrix die optimale Beladereihenfolge hinsichtlich Warengruppen, Volumen und Stabilität. Die Kommissionierung mit OPM erfolgt zu 100% fehlerfrei. Die ebenfalls automatisiert mit Folie gesicherten Ladungsträger überzeugen durch optimale Beladungsdichte und hohe Stabilität. Zurzeit werden etwa 11.000 verschiedene Artikel im OPM-System verwaltet.

Kleinvolumige Handelseinheiten wie Tabakprodukte, Spirituosen oder Drogerie- und Kosmetikartikel werden an zwanzig Arbeitsplätzen mit dem WITRON-Behälterkommissioniersystem DPS (Dynamik Picking System) kommissioniert. DPS arbeitet nach dem Prinzip Ware-zum-Mann. Die Artikel befinden sich, abhängig von der Auftragsstruktur, permanent bzw. bedarfsgerecht in der Pickfront, wodurch diese stets optimiert ist. Das Replenishment der Kommissionierzonen erfolgt ausschließlich systemgesteuert durch Regalbediengeräte. Die Klassifikation der Artikelstruktur wird durch DPS kontinuierlich überprüft und angepasst. Die Kommissionierung wird durch ein Pick-by-Light-System unterstützt. EDEKA erreicht mit diesem System aktuell eine hohe durchschnittliche Pickleistung von 500 Picks pro Stunde pro Arbeitsplatz bei minimalster Fehlerquote.

Auch DPS ermöglicht die versandgruppengenaue Kommissionierung für eine schnelle Verräumung in der Filiale. Des weiteren hat sich für EDEKA der hohe Transport- und Diebstahlschutz durch Stapelung und Bedeckelung der Behälter äußerst positiv ausgewirkt. Rund 5.500 verschiedene Artikel werden im DPS gelagert und kommissioniert.

Im Frischecenter, im Tiefkühllager sowie im Sperrigteilelager arbeitet EDEKA mit einem Pick-by-Voice-System, welches an das WITRON-Lagerverwaltungssystem angebunden ist. In diesen Bereichen kommissionieren aktuell etwa 150 Mitarbeiter manuell.

Auf Grundlage der damaligen Planungszahlen war der Einsatz eines OPM-Systems im Frischebereich nicht notwendig. Inzwischen ist bedingt durch den Expansionskurs der EDEKA aber gerade hier der Durchsatz so angestiegen, dass auch dort die Implementierung der vollautomatischen COM-Maschinen schon wirtschaftlich wäre. „Insofern stünden wir einem Einsatz von OPM auch in diesem Bereich durchaus positiv gegenüber“, so der für den Standort Hamm zuständige EDEKA-Betriebsleiter Peter Bayer.

Die Wartung der Anlage findet durch ein WITRON-Onsite-Team statt. Hierbei handelt es sich um Experten, die aus der geographischen Region des Kunden stammen und von WITRON ausgebildet wurden. Die EDEKA-Verantwortlichen können dieser Entscheidung nur positives abgewinnen. „Wir haben zusammen mit WITRON ein sehr schlagkräftiges Team aufgebaut, dass die hohe Verfügbarkeit der Anlage rund um die Uhr gewährleistet. Im Onsite-Team sind zwar keine EDEKA-Mitarbeiter, die Mitarbeiter haben aber ein Verhältnis zur Anlage und zu unseren Leuten als wären sie von uns“, so Kerkenhoff. „Das WITRON-Onsite-Team geht mit der Anlage so pflichtbewusst um, als wäre es ihr eigenes Baby“.

Das internationale Teilnehmerfeld zeigte sich während des Rundganges von der Leistungsfähigkeit und Praxistauglichkeit der Systeme beeindruckt. Anschließend stellten sich die Projektverantwortlichen von EDEKA und WITRON allen Fragen der Gäste.

Viele Fragen wurden zum Thema Anlagenhochlauf gestellt. EDEKA-Betriebsleiter Peter Bayer machte kein Geheimnis daraus, dass es bei einer Anlage dieser Größe nicht möglich ist, auf einen Knopf zu drücken und einen reibungslosen Hochlauf zu erwarten. „Natürlich gab es Tage, die kurzweilig waren. Aber die Projekt-Teams auf beiden Seiten haben intensiv zusammengearbeitet und die Herausforderungen gelöst. Wenn man heute das harmonische Zusammenspiel aller Lagerbereiche und Materialflüsse sieht, hat sich die Arbeit von damals auf jeden Fall gelohnt“.

Auch das Thema Verpackung beschäftigte die Gäste. Hier stellte Detlef Jauer, EDEKA-Verantwortlicher für das Verpackungsmanagement klar heraus, das sich schlechte Verpackungen sowohl auf hochtechnisierte als auch auf manuelle Prozesse immer negativ auswirken und kostenintensiv sind. „Wir unterscheiden bei unseren Ansprüchen nicht nach unterschiedlichen Kommissioniertechnologien- und Lagerbereichen, so Jauer. „Was wir von unseren Lieferanten brauchen ist kein Hexenwerk sondern eine Qualität an Verpackungen- und Ladungsträgern die 100% entspricht. Nicht mehr und nicht weniger! Ist dieser Qualitätsanspruch sichergestellt, haben alle Beteiligten Vorteile“ fuhr Herr Jauer weiter fort. „Weniger Reklamationen an den Hersteller, weniger Reklamationen bei den Spediteuren, weniger Probleme in der Lagerlogistik, weniger Probleme in der Filiale, keine Probleme mit dem Endverbraucher“.

„Wir waren uns bewusst, dass wir mit dieser Lösung neue Wege in der Kommissioniertechnologie beschreiten. Aber unsere Erwartungen haben sich erfüllt“, so Kerkenhoff. „Die komplette Supply Chain vom Wareneingang über die Kommissionierung bis hin zu den Arbeitsabläufen in der Filiale konnten durch die WITRON-Lösungen optimiert werden. Die einzelnen Kommissioniersysteme sind modular aufgebaut, ideal aufeinander abgestimmt und flexibel. Der Einsatz von standardisierter Technologie auch bei diesen innovativen Lösungen hat sich bewährt und zeigt sich in einer hohen Anlagenverfügbarkeit. Aus dem Distributionszentrum in Hamm können wir unsere knapp 1.000 EDEKA-Filialen täglich optimal mit Waren versorgen. An Spitzentagen verlassen rund 480.000 Handelseinheiten das Zentrallager“ führte Thomas Kerkenhoff weiter aus. „Die neuen Wege in der Lebensmittellogistik führen uns zu signifikanten Wettbewerbsvorteilen – bessere Verfügbarkeit im Markt, weniger Fehlerartikel, größere Sortimentskompetenz, weniger Kosten, mehr Umsatz, größere Marktanteile und was das wichtigste ist - zufriedene Kunden – den wir lieben Lebensmittel“.

Leistungsfähigkeit und System

Leistungsfähigkeit und System

Über fünfzig Logistikexperten informierten sich über die Funktionalität des EDEKA-Zentrallagers in Hamm. (Foto WITRON)

Lagertopologie

Lagertopologie

EDEKA-Logistiker Detlef Jauer erklärte den Gästen vor dem Rundgang ausführlich die Lagertopologie (Foto WITRON)

Fragen der Gäste

Fragen der Gäste

Als Hausherr stand Thomas Kerkenhoff (ganz rechts), Leiter Logistik der EDEKA Rhein Ruhr den Gästen zu allen Fragen Rede und Antwort (Foto WITRON)

Technik im Zentrallager

Technik im Zentrallager

Die Logistik-Experten ließen sich Funktionsweise eingesetzten Technik im Zentrallager der EDEKA-Rhein Ruhr ausführlich erklären (Foto WITRON)

Herzstück des Zentrallagers

Herzstück des Zentrallagers

Die 24 COM-Maschinen ermöglichen es Handelseinheiten ohne Personaleinsatz auf verschiedene Ladungsträger zu kommissionieren. (Foto WITRON)

Kommissionierung mit der COM

Kommissionierung mit der COM

Hochoptimierte und stabil gepackte Ladungsträger sind das Ergebnis der Kommissionierung mit der COM (Foto WITRON)

Abschlussdiskussion

Abschlussdiskussion

Im Rahmen der Abschlussdiskussion ließen die Logistk-Verantwortlichen von EDEKA und WITRON keine Frage unbeantwortet (Foto WITRON)