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Lebensmittel mit Selen

Hashimoto Thyreoiditis, wenn die Schilddrüse nicht funktioniert - 6 Antworten

Hashimoto – wer nicht betroffen ist, dem sagt die Krankheit wohl wenig. Dabei leiden viele Menschen unentdeckt an der chronischen Schilddrüsenentzündung. Wir verraten Ihnen, wie Sie die Symptome erkennen und welche Ernährungstipps – wie den Verzicht auf Gluten – Sie mit Hashimoto beachten sollten.

Was ist Hashimoto?

Das Hashimoto Thyreoiditis bezeichnet eine chronische Entzündung der Schilddrüse. Die Schilddrüse produziert lebenswichtige Hormone. Diese regulieren den Stoffwechsel, Kreislauf, Wachstum und auch die Psyche. Als Autoimmunkrankheit nimmt die Hashimoto Erkrankung ihren Ursprung in unserem Abwehrsystem. Dieses greift fälschlicherweise die Schilddrüse an und schädigt deren Gewebe. Das führt wiederrum zu einer chronischen Entzündung. Langfristig entsteht so eine Unterfunktion der Schilddrüse. Es werden zu wenig Schilddrüsenhormone produziert. Als Ursache werden verschiedene Mechanismen diskutiert. Unter Umständen liegt eine Veranlagung bereits in den Genen vor, da die Hashimoto Thyreoiditis auch mit anderen Defekten (z.B. Typ1-Diabetes mellitus) auftreten kann. Hormone der Schilddrüse beeinflussen häufig die Einstellung eines Typ-1 Diabetes. Es bestehen Wechselwirkungen. Möglich ist aber auch eine zu hohe Jodzufuhr.

Woran erkenne ich Hashimoto Symptome?

Hashimoto Symptome
Oft wird das Hashimoto Syndrom nicht erkannt

Die Hashimoto Symptome werden häufig mit anderen Erkrankungen verwechselt. Deshalb bleibt Hashimoto oft lange unentdeckt. Zu Beginn der Erkrankung kann es zunächst zu einer Schilddrüsenüberfunktion kommen. Diese geht einher mit einer Abnahme des Gewichts, Nervosität, Zittern, Durchfall, Schwitzen und Herzklopfen. Wenn die Schilddrüsenunterfunktion später auftritt, kommen andere Symptome vor. Eine Zunahme von Gewicht, Müdigkeit, hohe Empfindlichkeit gegen Kälte oder depressive Stimmungen können auftreten. All diese Symptome werden ausgelöst durch die zu geringe Hormonproduktion der Schilddrüse.

Wie wird eine Hashimoto Thyreoiditis diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt, am besten bei einem Arzt der Endokrinologie. Folgende Schritte sind notwendig:

  • Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse,
  • Untersuchung der Schilddrüsen-Antikörper im Blut,
  • Untersuchung der Hormone der Schilddrüse,
  • Schilddrüsenszintigrafie (nuklearmedizinische Untersuchung),
  • Feinnadelpunktion zur feingeweblichen Diagnostik.

Gibt es eine spezielle Ernährungsweise bei Hashimoto?

Entzündungshemmende Produkte
Entzündungshemmende Lebensmittel sollen bei Hashimoto Symptome lindern

Eine generelle Heilung dieser chronischen Krankheit ist nicht möglich. Medikamente können die hormonelle Leistung ersetzen. Doch auch mit einer gesunden Ernährung können sie versuchen, die Hashimoto Symptome zu lindern. Selen kann zum Beispiel zu einer normalen Schilddrüsenfunktion beitragen. Selen-reiche Lebensmittel sind Lachs, Champignons, Paranüsse oder Spargel. Rezepte, die sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, können ebenfalls dazu beitragen, die Symptome der Hashimoto Krankheit zu lindern. Hier wird oft zu Kakao, Zimt, Ingwer, Pfeffer oder Kurkuma geraten. Zur allgemeinen Immununterstützung greifen einige Betroffene zu einer Diät, welche basische Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Salate in jeder Form enthält. Auf jeden Fall sollten Sie im Falle einer Hashimoto Erkrankung jedoch einen auf Sie abgestimmten Ernährungsplan mit Ihrem behandelnden Arzt aufstellen. Ein veganer Ernährungsstil kann für einige auch der richtige Weg sein.

Wie hängen Gluten und Hashimoto zusammen?

Lebensmittel mit Gluten
Man geht davon aus, dass Gluten und Hashimoto zusammenhängen

Ein häufiger Zusammenhang besteht zwischen Hashimoto und einer Unverträglichkeit. Man geht davon aus, dass Teile des Glutens die Darmschleimhaut schädigen und durchlässiger machen. Das Immunsystem mobilisiert sich und produziert reichlich Antikörper. Diese arbeiten wegen der Ähnlichkeit auch gegen das Gewebe der Schilddrüse. Hashimoto Patienten wird deshalb oft geraten, auf Lebensmittel zu verzichten, die Gluten enthalten. Dazu gehören vor allem Produkte aus Weizen. Auch Dinkel, Grünkern, Roggen und Gerste enthalten Gluten.

Wie kann eine Jodreduzierung bei Hashimoto helfen?

Jodarmes Meersalz & Hashimoto
Greifen Sie zu jodarmen Meersalzen – lecker und bunt!

Ein weiterer Tipp, wie Sie die Symptome einer Hashimoto Krankheit durch Ihre Ernährung lindern können, ist die Einschränkung Ihres Jodkonsums. Jod als Ursache für diese Schilddrüsenerkrankung ist noch nicht vollständig nachgewiesen. Die Schilddrüsenfunktion wird jedoch im Krankheitsfall weiter eingeschränkt. Es empfiehlt sich, auf das Salzen Ihrer Mahlzeiten möglichst zu verzichten oder Sie nehmen hochwertiges Meersalz. In Seefischen wie Hering, Garnelen oder Seelachs findet sich viel Jod. Deshalb sollte bei einer Hashimoto Erkrankung auf einen hohen Konsum dieser Lebensmittel verzichtet werden.

Wie gehe ich mit Hashimoto während einer Schwangerschaft um?

Schon im Vorfeld einer geplanten Schwangerschaft ist der Stoffwechsel regelmäßig zu überprüfen. Alle Hormonwerte sollten im Normbereich liegen. Vor allem die Schilddrüse stimulierenden Hormone sind zu kontrollieren. Eine Frau mit Hashimoto Erkrankung sollte vor, während und nach der Schwangerschaft von einem Endokrinologen begleitet werden. Engmaschige Bestimmungen der Laborwerte mit entsprechender Behandlung mit Medikamenten sind wichtig. Die Versorgung mit Folsäure, Mineralien, Selen, Omega-3-Säuren, Vitamin B und D ist immer zu beachten. Eine gesunde Ernährung ist nach den bereits geschilderten Tipps zu gestalten, um die Gesundheit des Kindes zu gewährleisten.