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Schupfnudeln mit Sauerkraut

Selbst gemachte Schupfnudeln mit Sauerkraut brauchen nur wenige Zutaten und sind typisch fränkisch.

  • Zubereitungszeit: 40 Min
  • Fertig in: 1 Stunde 40 Min
  • Schwierigkeitsgrad: mittel

Zutaten

Zutaten für:
4 Portionen
  • 300 g Kartoffeln, mehlig kochend
  • 5 EL Weizenmehl
  • 1 Eigelb
  • Salz, Pfeffer
  • 3 EL Rapsöl
  • 100 g Schinkenwürfel
  • 200 g Champignons, braun
  • 200 g Sauerkraut

Zubereitung

1. Die Kartoffeln knapp mit Wasser bedeckt in einem großen Topf zum Kochen bringen. Für etwa 20-25 Min. kochen, anschließend die Kartoffeln abkühlen lassen und pellen. Die Kartoffeln mit der Küchenreibe fein reiben und die Masse in einer Rührschüssel gut durchkneten.

2. Eigelb, Mehl und Salz und Pfeffer hinzugeben und einkneten. Den Teig für 20 Min. im Kühlschrank ruhen lassen und anschließend auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche ausrollen.

3. Den Kartoffelteig in 2 cm dicke Scheiben schneiden und mit den Händen zu Schupfnudeln formen.

4. Einen Topf mit Wasser und etwas Salz zum Kochen bringen und die frischen Schupfnudeln für 8-10 Min. kochen. Anschließend die fertigen Schupfnudeln abschöpfen und zusammen mit reichlich Rapsöl in einer beschichteten Pfanne von allen Seiten goldbraun anbraten.

Sauerkraut passt hervorragend zu den Kassler-Gerichten! Probieren Sie auch unser Kassler-Rezept und unseren leckeren Sauerkrauteintopf.

Übrigens: Zu unseren Spätzle-Rezepte geht es hier entlang.

  • Je Portion: 1336 kJ, 319 kcal, 30 g Kohlenhydrate, 12,1 g Eiweiß, 16,4 g Fett, 81,8 mg Cholesterin, 2,7 g Ballaststoffe

Schupfnudeln-Rezept: süße und herzhafte Vielfalt

Schupfnudeln sind eine leckere Abwechslung zu Pasta, Klößen oder Kartoffeln: Erfahren Sie alles über die gerollten Fingernudeln und lassen Sie sich von den leckeren Schupfnudeln-Rezepten inspirieren.

Schupfnudeln-Rezept: traditionsreiche Fingernudeln

Ihren Namen verdanken die Schupfnudeln dem Ausdruck "schupfen". Damit ist die rollende Handbewegung beim Formen des Teiges gemeint. Traditionell dürfen in Bayern und Baden-Württemberg auf keinem Weihnachtsmarkt oder Stadtfest Schupfnudeln mit Sauerkraut und Speck fehlen. Das Gericht wird in großen gusseisernen Pfannen braun gebraten und warm gehalten.


Die gerollten Teignudeln blicken auf eine lange Geschichte zurück: Bereits im 17. Jahrhundert "schupften" Soldaten aus ihrer Mehlration und Wasser längliche Nudeln, um sie anschließend zu kochen oder in Fett zu backen. Weizenmehl, Roggenmehl, Ei und Salz sind noch heute Grundzutaten, wie bei dem Rezept für Schupfnudeln mit Kraut. Erst als die Kartoffel in Europa Einzug hielt, erweiterten sich die Zubereitungsmöglichkeiten. Viele Regionen erheben Anspruch auf Echtheit und Ursprünglichkeit des originalen Schupfnudeln-Rezeptes, was sich jedoch kaum beweisen lässt.


Regionale Schmankerl mit Schupfnudeln-Rezepten

Schupfnudeln-Rezepte sind durch ihre regionalen Ausprägungen sehr variantenreich. Die Fingernudeln lassen sich als Süßspeise mit Zimt und Zucker, Kompott, Mohn oder Apfelmus genießen. Oder herzhaft mit frischem Gemüse, Kraut oder Fleisch. In der österreichischen, böhmischen und altbayerischen Küche bekommen Sie süße Mohnnudeln oder Schulanky serviert. Die Alemannen und Pfälzer bezeichnen die Fingernudeln aufgrund ihrer Form humorvoll als "Bubenspitzle". In Österreich und in manchen Regionen Deutschlands setzte sich der Begriff "Grumbieranüdile" oder "Erdepfebaunkerl" durch. Mit Erdapfel ist die Kartoffel gemeint, auf Schwäbisch "Grumbiera". Trotz allem gilt: Sauerkraut und gewürfelter, geräucherter Speck sind die perfekten und beliebtesten Partner für leckere Schupfnudeln. Aus dem Kartoffelteig können Sie übrigens zwei weitere Beilagenklassiker zubereiten: Gnocchi und Knödel.


Die italienischen Nocken unterscheiden sich lediglich in der Form von den Schupfnudeln, die Grundzutaten für den Teig sind die gleichen. Bärlauch Gnocchi erhalten durch den wilden Knoblauch eine besondere Würze, auch Tomaten, Spinat oder Kürbis verfeinern die italienische Spezialität. Für Kartoffelknödel können Sie ebenfalls den Schupfnudeln-Teig verwenden und zum Beispiel geröstete Kartoffelknödel als Hauptgericht zubereiten. Für welche Form von Schmankerl Sie sich auch entscheiden: Das Gelingen von Schupfnudeln, Gnocchi und Knödeln hängt maßgeblich von der richtigen Kartoffelsorte ab. Nehmen Sie immer mehlig kochende Knollen – Tipps zum Einkauf finden Sie in unserem Ernährungsspecial Kartoffeln