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Schlehen - diese Beeren brauchen Frost

Schlehen wachsen wild an Sträuchern.

Kleine, wilde Heckenfrüchte, die sowohl überall in Europa, als auch in Westasien und Nordafrika vorkommen. Ihre Sträucher wachsen hauptsächlich an sonnigen Standorten in Hecken, Waldrändern, auf Kahlschlägen, Felshängen und Weinbergen. Das Rosengewächs ist auch unter dem Namen Schlehdorn, Schwarzdorn oder Haagpflaume bekannt. Die dornigen Sträucher wachsen sehr dicht und können bis zu fünf Meter hoch werden. An den Zweigen sitzen kurze Stiele mit den kugeligen schwärzlich-blauen Steinfrüchten. Erst die von stärkerem Frost getroffenen Beeren werden weich und roh genießbar.

Herkunft


Der wild wachsende Schlehenstrauch gilt als Stammmutter der europäischen Pflaume. In Mitteleuropa sollen sie bereits seit der Steinzeit bekannt sein.

Saison


Der Strauch fängt ab Ende März mit kleinen, weißen Blüten an zu blühen. Die Schlehen reifen dann aber erst ab Ende September/Anfang Oktober und sind bis in den Winter hinein an den Sträuchern zu finden. Je nach Witterung können sie im späten Herbst bzw. am Anfang des Winters geerntet werden. Denn sie sind erst nach dem ersten Frost genießbar.

Geschmack


Das Fruchtfleisch schmeckt herb-sauer und adstringierend (zusammenziehend), was jedoch durch Frosteinwirkung ein wenig abgeschwächt wird. Roh und pur sind die Früchte daher nahezu ungenießbar.

Verwendung


Vor allem mit säurearmen Früchten wie Birnen oder Bananen können sie gut in Säften, Gelees und Marmeladen kombiniert werden. Besonders geschätzt wird der saure Geschmack in Verbindung mit Alkohol, weshalb Schlehen oft zu Likör, Wein oder Schnaps verarbeitet werden. Aus den Blüten und Blättern wird Tee hergestellt. Da Schlehen einen hohen Steinanteil besitzen, ist es mühsam, das Fruchtfleisch zu lösen. Daher kocht man die Früchte zuerst und streicht das Mus dann durch ein Sieb, bevor man es mit den anderen Früchten mischt. Für einen alkoholischen Aufguss quetscht man sie im Mörser leicht an und gießt den Sud dann später vor der Verwendung durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter.

Aufbewahrung


Schlehen, die vor dem ersten Frost gelesen wurden, können auch ca. 2 Tage im Gefrierschrank durchgefroren werden. Angesetzte Früchte müssen dunkel und warm lagern, am besten bei mindestens 25 Grad.

Haltbarkeit


Gepflückt sollten die Früchte möglichst innerhalb weniger Tage verarbeitet werden. Schlehen, die mit Zucker und Alkohol angesetzt werden, können hingegen mindestens 4 Wochen (besser 3 Monate, dann wird der Geschmack weicher) ziehen.

Nährwert/Wirkstoffe


100 g Schlehen haben ca. 57 kcal / 237 kJ. Außerdem enthalten sie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe (Gerbstoffe). Erwähnenswert ist zudem der Gehalt an Kupfer und Mangan, die zu einem normalen Energiestoffwechsel beitragen und den Körper vor oxidativem Stress schützen.

EDEKA Experte Reiner Ley

EDEKA Obst- & Gemüse-Experte

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