Ihr Browser ist veraltet.

Aktualisieren Sie Ihren Browser für mehr Sicherheit, Komfort und die einwandfreie Nutzung dieser Website.

Löwenzahn-Pesto

Pesto - ganz einfach selber machen

Pesto (von italienisch pestare, „zerstampfen“ ist eine ungekochte, dickflüssige Sauce, die ursprünglich aus der Region Ligurien stammt.

Pesto: Zutaten

Das klassische Pesto alla Genovese wird meist zu Nudeln gereicht, in Ligurien traditionell Trofie (kurze, gedrehte, an den Enden spitz zulaufende Nudeln aus Hartweizengries) oder Trenette (ähnlich wie Linguine oder Bavette, eine Art abgeflachte Spaghetti), aber ebenso als Würzsoße zu Fleisch , Fisch oder Gemüse serviert.

Das klassisches Pesto alla genovese besteht aus nur fünf Zutaten:

  • Olivenöl , natives, extra virgine. Wählen Sie am besten eine milde Sorte.
  • Basilikum, am besten sonnenverwöhntes Freiland-Basilikum, das besonders aromatisch ist. Basilikum nicht waschen, bei Bedarf nur vorsichtig mit einem feuchten Tuch säubern, sonst geht ein großer Teil des Aromas verloren.
  • Parmesan und Peccorino, frisch gerieben (keinen fertig geriebenen Parmesan verwenden). Da der Käse schon recht salzig ist, muss Pesto in der Regel nur leicht gesalzen werden. Tipp: Kochen und backen mit Käse
  • Pinienkerne, trocken in der Pfanne oder im Ofen geröstet. Dadurch intensiviert sich der nussige Geschmack. Wichtig: Die Pinienkerne sollten vor der Verwendung wieder abgekühlt sein, sonst kann das Basilikum an Aroma verlieren.
  • Knoblauch, vorsichtig dosiert, da sonst die übrigen Aromen überlagert werden.

Pesto: Zubereitung

Pesto-Rezepte im Glas
Pesto: Die Zubereitung gelingt am besten nur per Hand

Die Zubereitung eines klassischen Pesto alla genovese ist denkbar einfach: Basilikum und Knoblauch werden zusammen mit dem Olivenöl zerkleinert, anschließend geriebener Parmesan und Pecorino sowie geröstete Pinienkerne zugegeben und ebenfalls zermalmt.

Traditionell verwendet man dazu einen Mörser. Wer es sich einfach machen möchte, verarbeitet die Zutaten mit einem Stabmixer oder einer Küchenmaschine. Die Gefahr dabei ist allerdings, dass das Basilikum zu warm wird und an Aroma verliert. Von Hand zerstoßenes Pesto sieht oft auch ansprechender aus, da es mehr Struktur hat. Möchten Sie etwas Besonderes ausprobieren, geben Sie Ihrem Pesto wie bei unserem Tramezzini-Rezept ein wenig geriebene Orangenschale hinzu.

Achten Sie bei der Herstellung auf eine zügige Arbeitsweise, denn wenn die Pestomasse zu lange an der Luft bleibt, kann es zu einer bräunlichen Verfärbung durch Oxidation kommen. Mehr Infos über Öle: 8 wertvolle Öle.

Zahllose Varianten

Pesto gibt es in unzähligen Variationen. Einige unterscheiden sich nur in einer Zutat vom Original (etwa Petersilie statt Basilikum oder Cashewkerne statt Pinienkernen). Es gibt aber auch Rezepte, die keine einzige der ursprünglichen Pesto-Zutaten mehr enthalten. Hier sind einige der bekanntesten Pesto-Variationen:

  • Pesto alla siciliana (auch pesto rosso): Es enthält in der Regel Mandeln statt Pinienkernen, weniger Basilikum und dafür zusätzlich getrocknete Tomaten.
  • Pesto alla calabrese: Diese besonders pikante Variante aus Kalabrien mit Paprika, Peperoni und Ricotta harmoniert nicht nur perfekt mit Pasta, sondern ist auch auf geröstetem Baguette, als Dip oder Würzpaste ein Hit.
  • Kürbiskernpesto: Das Pesto aus Kürbiskernen kommt aus der Steiermark und wird dort zu Nudeln serviert. Man kann es einer Kürbiscremesuppe beimengen oder auch für einen Kürbissalat nutzen.
  • Bärlauch-Pesto: Eine frühlingshafte Variante des grünen Pestos, schmeckt auch mit Ziegenkäse und Sonnenblumenkernen.
  • Minz-Pesto: Schmeckt zum Beispiel zu Fleisch, Garnelen oder Brot, als süße Variante auch zu Obst.
  • Petersilien-Pesto: Statt Basilikum wird hier Petersilie verwendet und manchmal noch mit Mandeln vereinert.

Wie lange ist Pesto haltbar?

In einem gut schließenden Glas hält sich selbstgemachtes Pesto im Kühlschrank mindestens einen Monat. Wichtig ist, dass das Pesto immer mit einer Schicht Öl abgedeckt ist und keine Pestoreste am Rand des Glases kleben, da diese leicht Schimmel ansetzen können. Tipp: Das Öl zum Abdecken können Sie auch gut für ein Salatdressing verwenden.

Im Prinzip lässt sich Pesto auch einfrieren (z.B. portioniert in einem verschließbaren Eiswürfelbehälter). Allerdings büßt es dadurch einiges an Aroma ein.

Im Bereich EDEKA Wissen: Obst & Gemüse finden Sie übrigens interessante Tipps zur Lagerung von Obst und Gemüse.