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Rote Bete Ravioli

Wurzelgemüse-Rezepte: tolle Knollen für Suppen, Eintöpfe und vieles mehr

Bis auf die Karotte ist Wurzelgemüse fast in Vergessenheit geraten. Schade, denn es passt wunderbar in eine ausgewogene Ernährung und liefert wertvolle Vitalstoffe. Was alles drinsteckt und was Sie mit Rüben, Rettich und Radieschen kochen können, erfahren Sie hier.

Gutes aus der Erde: Wurzelgemüse-Rezepte

Rote-Bete-Topinambur-Suppe
Zaubern Sie mit unseren Rezepten doch eine Rote-Bete-Topinambur-Suppe

Obwohl buntes Wurzelgemüse bereits in der Steinzeit als wertvolles Nahrungsmittel auf dem Speiseplan unserer Vorfahren stand, wird es heute in der Küche oft verkannt. Dabei ist das Knollengemüse ein perfekter Energiespender und Nährstofflieferant. Kartoffeln, Karotten, Knollensellerie, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Schwarzwurzeln, Rote Bete, Süßkartoffeln, Speiserüben wie Mairüben und Teltower Rübchen sowie Topinambur enthalten lange sättigende Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien – und schmecken noch dazu gut. Grund genug, unsere Wurzelgemüse-Rezepte zu testen.

Knollensellerie und Petersilienwurzeln: lecker in Eintopf und Suppen

Pichelsteiner Eintopf
Pichelsteiner-Eintopf mit verschiedenen Fleisch- und Gemüsesorten

Der dicke, würzig schmeckende Knollensellerie ist ein klassisches Suppengewürz, schmeckt aber auch roh im Salat oder gekocht als Beilage. Die bräunliche Knolle ist unverzichtbar im beliebten Waldorfsalat und passt hervorragend zum Pichelsteiner Eintopf. Die Sprossrübe weist Kalium, Vitamin C sowie Vitamine der B-Gruppe auf. Die enthaltenen ätherischen Öle bewirken den typischen Geruch und Geschmack. Das Aroma wird intensiver, je kleiner man Knollensellerie schneidet. Die ebenfalls sehr aromatische Petersilienwurzel zeichnen ähnliche Eigenschaften aus – sie schmeckt besonders lecker in Verbindung mit mildem Obst wie in unserer Apfel-Wurzelgemüse-Suppe.

Karotten und Pastinaken: die Alleskönnerwurzeln

Indischer Möhrensalat
Beim indischen Möhrensalat schmeckt das Wurzelgemüse aufregend anders

Die knackige, fruchtig-süße Möhre eignet sich als rohe Zutat für Salat und schmeckt gekocht, gedünstet, im Ofen gegrillt, glasiert oder in der Pfanne angebraten. Besonders von Bedeutung ist ihr Beta-Carotin-Gehalt, er ist einer der höchsten unter allen Gemüsesorten. Je nach Sorte und Anbaubedingungen liegt er zwischen 5 und 30 mg pro 100 g. Die Vorstufe von Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei. Weniger bekannt sind die Pastinaken. Geschmacklich ähnelt die knollenförmige Wurzel mit ihrem süßen Aroma der Karotte. Sie lässt sich roh genießen, gedünstet oder gekocht – in Salaten, Suppen, Eintöpfen und als Püree. In Scheiben geschnitten und paniert, empfiehlt sie sich als Beilage oder Hauptgericht ebenfalls wunderbar für Wurzelgemüse-Rezepte. Die wesentlichen Inhaltsstoffe sind Kalium, B-Vitamine wie etwa Folat und Vitamin C. Die Pastinake enthält darüber hinaus nennenswerte Mengen des Ballaststoffs Inulin. Dieser unverdauliche Vielfachzucker, der nicht mit dem Bauchspeicheldrüsenhormon Insulin zu verwechseln ist, kann in der Therapie der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) als Stärkeersatz dienen, da er den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst.

Tipp: Greifen Sie gezielt zu kleinen Pastinaken. Sie haben ein feineres Aroma als große Exemplare, die teilweise leicht holzig schmecken.

Unser Wurzelgemüse-Chili vereint Karotten und Pastinaken in einem vielversprechenden Wurzelgemüse-Rezept für kalte Wintertage.

Wurzelgemüse-Rezepte

Rote Bete: Farbgeber für viele Speisen

Griechischer Rote Bete Salat
Griechischer Rote Bete Salat

Das süßlich-saure Rübengewächs verfeinert roh oder gegart viele Gerichte. Mit Essig und Öl angemacht, wird es zu einer tollen Vorspeise oder man macht die Knolle selbst zum Hauptdarsteller und überbackt sie z. B. gefüllt im Ofen. Neben Mineralstoffen wie Kalium und Eisen enthält die Rote Rübe auch Vitamine der B-Gruppe wie Folat und Vitamin C. Der rote Naturfarbstoff, das Betanin, ist ein gern genutztes Färbemittel für Lebensmittel. Der Saft lässt sich auch ausgezeichnet zum Färben von selbst gemachter Pasta wie unseren Rote-Bete-Ravioli verwenden.

Schwarzwurzeln: ideal für edle Wurzelgemüse-Rezepte

Schwarzwurzelsalat
Schwarzwurzelsalat: Der Spargel des Winters

Die Schwarzwurzel ist ein sehr zartes Gemüse, das fein nussig schmeckt und sich ähnlich wie Spargel zubereiten lässt. Unter der dunklen Wurzelhülle verbirgt sich ein zartweißes Gemüse, das zu Suppen und Eintöpfen passt, aber auch püriert oder überbacken eine delikate Beilage ergibt. Köstlich sind auch panierte Schwarzwurzeln. Man kann sie aber auch roh, gerieben und mit etwas Zitronensaft und Mayonnaise verfeinert, als Salat genießen. Schwarzwurzeln harmonieren mit Wild, Äpfeln, Nüssen, Möhren und Muskatnuss. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind neben 74 % Wasser die Mineralstoffe Kalium und Eisen, die Vitamine der B-Gruppe sowie Vitamin E. Besonders erwähnenswert ist der hohe Ballaststoffgehalt. In 100 g der Wurzel stecken bereits 18 g, das entspricht etwa 60 % der täglich empfohlenen Zufuhr an Ballaststoffen. Darunter findet sich vor allem Inulin.

Topinambur: die Alternative zu Kartoffeln

Topinambur Röstis
Topinambur Röstis

Nutzen Sie Wurzelgemüse-Rezepte, um Abwechslung in den Beilagenplan zu bringen! Topinambur-Knollen können Sie wie Kartoffeln kochen, allerdings besser mit Schale, sonst verlieren sie stark an Aroma. Die Schale lässt sich mitessen. Roh schmeckt Topinambur gehobelt oder geraspelt mit Zitronensaft. Die Säure des Zitronensafts verhindert das Braunwerden z. B. in Salaten. Gegart entwickelt die Knolle ein nussartiges, süßes Aroma, das bei hellschaligen Früchten stärker ausgeprägt ist als bei dunkelschaligen. Die Knolle lässt sich dünsten, braten oder auch backen, köstlich schmeckt ein Topinambur-Püree. Das Wurzelgemüse enthält Kalium, Eisen und B-Vitamine. Besonders zu erwähnen ist der mit bis zu 16 % hohe Anteil an Inulin. Unser Verdauungstrakt kann Inulin, das aus vielen Fruktose-Bausteinen aufgebaut ist, nicht zerlegen. Es wirkt somit als Ballaststoff und hat keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Diese Eigenschaft gab der Topinambur-Knolle auch den Namen "Diabetikerkartoffel".

Teltower Rübchen: Beilage zu Fleischgerichten

Eine weitere Kartoffelalternative sind Teltower Rübchen. Sie schmecken würzig süß mit einer leicht scharfen Note und werden meist gekocht als Beilage zu Fleischgerichten gereicht. Da sie schön mehlig sind, passen Sie wunderbar z. B. zu Rindfleisch und Soße. Sie können die Rüben aber auch als Gratin zubereiten oder roh in Salaten verwenden. Als Rohkost raspeln Sie das Wurzelgemüse am besten. Möchten Sie es lieber mit dem Messer zerkleinern, lesen Sie auch unsere Tipps zum Gemüseschneiden. Wegen des hohen Gehalts an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Inhaltsstoffen sind die kleinen Rübchen sehr gesund. Teltower Rübchen enthalten vor allem B-Vitamine und Mineralstoffe, hier vor allem Kalium.