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Wie gesund ist der bittere Radicchio?

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Wie gesund ist der bittere Radicchio?

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Reiner Ley

Reiner Ley

Obst- & Gemüse-Experte

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Radicchio stammt ursprünglich aus Italien und gehört zur Gruppe der Zichorien. Das bittere Gemüse mit der charakteristischen Purpurfarbe ist mit dem Chicorée und der Endivie verwandt. Entsprechend ist er auch unter den Bezeichnungen „Rote Endivie“ oder „Roter Chicorée“ bekannt. Radicchio ist mit gerade einmal 14 Kilokalorien pro 100 Gramm sehr kalorienarm und enthält diverse sekundäre Pflanzenstoffe. Dazu liefert er Vitamin C.

Radicchio ist in der italienischen Region Venetien beheimatet, er wird heutzutage aber auch in Deutschland, Frankreich und Holland angebaut. Heimischer Radicchio, der nicht im Gewächshaus gezogen wurde, hat zwischen Juni und Oktober Saison. Importiert ist das Gemüse von Oktober bis zum Beginn der Freilandsaison im Juni erhältlich.

100 Gramm Radicchio liefern ca. 10 Milligramm Vitamin C, das zu einer normalen Funktion des Immunsystems beiträgt. Darüber hinaus enthält Radicchio den Bitterstoff Lactucopikrin (früher: Intybin) sowie weitere sekundäre Pflanzenstoffe. Der Bitterstoff Lactucopikrin kann Gallenblase und Bauchspeicheldrüse anregen und sich damit günstig auf die Verdauung auswirken. Dem Stoff wird außerdem eine schmerzlindernde Wirkung nachgesagt. Durch Studien ausreichend belegt ist diese Wirkung jedoch nicht.

Beim Kauf von Radicchio sollte man darauf achten, dass die Köpfe frische, knackige Blätter haben und der Strunk hell und nicht verfärbt ist. Damit der Radicchio knackig bleibt und seinen Geschmack behält, sollte er möglichst kurz gelagert werden. Muss er dennoch länger aufbewahrt werden, hält er sich länger frisch, wenn man ihn in ein leicht feuchtes Tuch wickelt und im Gemüsefach des Kühlschrankes lagert.

Den herben bis bitter schmeckenden Radicchio verzehrt man in der Regel roh. Er eignet sich besonders gut als Bestandteil von Salat, etwa als geschmackliche Ergänzung zu milderen Blattsalatsorten. Der herbe Geschmack harmoniert außerdem gut mit süß-fruchtigen Noten, so etwa in einem Orangen-Radicchio-Salat oder mit einer Fruchtjoghurtfüllung. Darüber hinaus lässt sich Radicchio auch warm zubereiten, zum Beispiel indem man ihn dünstet oder in feinen Streifen über Pasta-Gerichte streut.

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