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Wie bewertet man einen Wein bei einer Weinprobe?

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Wie bewertet man einen Wein bei einer Weinprobe?

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Matthias Baum

Matthias Baum

Wein-Experte

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Die zentralen Bewertungskriterien bei einer Weinprobe sind Aussehen, Geruch, Geschmack sowie der Gesamteindruck des Weines. Ihre Eindrücke als Tester lassen sich anschließend in verschiedenen Bewertungssystemen darstellen. In Europa ist das sogenannte 20-Punkte-System am weitesten verbreitet. Doch auch ohne abschließende Punkte-Bewertung hilft das systematische Vorgehen, um die Qualität eines Weines einzuschätzen.

Die Grundlage ist das sogenannte COS-System. COS steht für Color (Farbe), Odor (Geruch) und Sapor (Geschmack). Um die Farbe des Weines zu bewerten, achten Sie darauf, ob diese ansprechend ist oder fehlerhaft erscheint. Zudem bewerten Sie die Klarheit und Reinheit des Weins. Ist er trübe oder matt, spricht dies für eine mindere Qualität. Dagegen bekommt ein kristallklarer Wein mit kräftiger Farbe die Höchstwertung. Insgesamt wird der Bereich Color mit 0 bis maximal 2 Punkten bewertet.

Anschließend bewerten Sie den Geruch. Hier liegt die Höchstwertung bei 6 Punkten. Schwenken Sie das Glas und lassen Sie das Bouquet mit seinen Aromen auf sich wirken. Zunächst sollte der Wein frei von unangenehmen Gerüchen sein. Ein deutlich zu vernehmender muffiger Korkton oder Schwefelgeruch deutet auf einen Weinfehler hin. Der Wein ist wahrscheinlich ungenießbar. Vernimmt Ihre Nase hingegen ein ansprechendes Aroma, fällt die Bewertung positiv aus. Je ausgeprägter, feiner und charakteristischer der Duft, umso besser. Hochwertiger Wein offenbart auffällig vielfältige Aromen. Besonders positiv hervorzuheben sind die sogenannten Sekundäraromen (u.a. Ananas, Banane, Birne, Brot, Butter, Honig, Mango, Nuss, Papaya, Quitte, schwarzer Pfeffer) und Tertiäraromen (u.a. getrocknetes Obst, Gewürze, Kaffee, Kakao, Karamell, Leder, Rauch, Rosinen, Schokolade, Tabak, Teer, Vanille). Sie stammen nicht direkt von der Traube, sondern entstehen erst bei der Gärung sowie der späteren Reife, vor allem beim Ausbau in Holzfässern.

Wenn es um die Bewertung des Geschmacks geht, achten Sie auf Säure und Süße des Weins. Außerdem spielen beim Rotwein die bitteren Gerbstoffe eine wichtige Rolle für den Körper des Weins: die Tannine. Die möglichen Eindrücke reichen von verdorben über geschmacklos und dünn bis hin zu ausdruckstark, charakterstark oder überragend. Der Bereich Sapor wird mit maximal 8 Punkten bewertet.

Zu guter Letzt bewerten Sie bei einer Weinprobe den Gesamteindruck des Weins mit bis zu vier Punkten. In diese Kategorie fallen Harmonie, Finesse und Abgang. Je länger der Abgang ist, desto positiver fällt die Bewertung aus. Verschwindet der Geschmack nach wenigen Sekunden, sollte das Urteil schlechter ausfallen. Berücksichtigen sollten Sie zudem, ob der Wein auf Sie insgesamt ausbalanciert wirkt.

Bei der Auswertung nach dem COS-System erfolgt nach folgendem Schema:

  • < 10 Punkte: „fehlerhaft“
  • 10 bis 12 Punkte: „nicht zufriedenstellend“
  • 12 bis 14 Punkte: „gut“
  • 14 bis 16 Punkte: „sehr gut“
  • 16 bis 18 Punkte: „ausgezeichnet“
  • 18 bis 20 Punkte: „Spitzenqualität“

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