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Welche Risiken birgt eine vegane Ernährung in der Schwangerschaft?

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Welche Risiken birgt eine vegane Ernährung in der Schwangerschaft?

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Birthe Wulf

Birthe Wulf

Ernährungs-Expertin

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Eine vegane Ernährung in der Schwangerschaft kann in manchen Fällen zu einem Mangel an verschiedenen lebenswichtigen Nährstoffen führen. Bei einer rein pflanzlichen Ernährung besteht unter anderem das Risiko, dass es bei der Schwangeren zu einer Unterversorgung mit Proteinen , Nahrungsenergie, langkettigen Omega-3-Fettsäuren, Eisen, Kalzium , Jod, Zink, Vitamin B2 und B12 sowie Vitamin D kommt. Wichtig ist daher, dass die vegane Ernährung in der Schwangerschaft gut geplant ist und sich die Schwangere regelmäßig vom Arzt untersuchen und ihre Werte überprüfen lässt.

Da sich der Bedarf an Nahrungsenergie in der Schwangerschaft erhöht, sollte eine werdende Mutter auch bei einer veganen Ernährung ab dem vierten Schwangerschaftsmonat pro Tag etwa 250 Kalorien zusätzlich zu sich nehmen. Noch stärker als der Energieverbrauch steigt jedoch der Bedarf an bestimmten Nährstoffen: Besonders ab dem vierten Monat sollten Veganerinnen für eine erhöhte Zufuhr von Proteinen, langkettigen Fettsäuren, Vitamin A, B6, B12 und Folat sowie Eisen, Zink und Jod sorgen. Daher ist es besonders wichtig, auf die Auswahl von Lebensmitteln mit einer hohen Nährstoffdichte zu achten, wie Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte.

Bei mangelnder Proteinzufuhr während der Schwangerschaft besteht das Risiko, dass es zu einer Wachstumsverzögerung und Störungen der psychomotorischen Entwicklung des Kindes kommt. Um den in der Schwangerschaft ab dem vierten Monat um etwa 20 Prozent erhöhten Proteinbedarf zu decken, wird daher eine Kombination verschiedener pflanzlicher Eiweißquellen empfohlen – zum Beispiel Soja und Getreide. Auch Hülsenfrüchte, Nüsse und Ölsamen unterstützen die Proteinzufuhr der Schwangeren.

Ist die Mutter durch eine vegane Ernährung in der Schwangerschaft nicht ausreichend mit Eisen versorgt, kann sich der Mangel des Spurenelements beim Kind durch Anämie sowie Störungen in der psychomotorischen Entwicklung und im Verhalten bemerkbar machen. Veganerinnen können ihren Eisenbedarf mit Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen und Vollgetreide decken. Eine Kombination mit Vitamin-C-reichen Nahrungsmitteln sorgt dafür, dass der Körper das Eisen besser aufnimmt. In Absprache mit dem Arzt kann Eisen auch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zugeführt werden.

Ebenso ist es wichtig, dass eine ausreichende Versorgung mit Mineralien und Spurenelementen wie Kalzium und Zink gewährleistet wird. Für die Zinkaufnahme eignen sich Vollgetreide, Ölsamen, Nüsse und Hülsenfrüchte. Vegane Kalziumquellen sind Nüsse, Sesam, Grünkohl oder Amaranth, mit Kalzium angereicherte Lebensmittel (z.B. Haferdrink) oder kalziumreiche Mineralwässer.

Um einem Jodmangel vorzubeugen, sollten sowohl Veganerinnen als auch Mischköstlerinnen während der Schwangerschaft etwa 100 bis 150 Mikrogramm des Spurenelements in Tablettenform zu sich nehmen. Ansonsten besteht unter anderem das Risiko, dass es beim Neugeborenen zu Funktionsstörungen der Schilddrüse kommt.

Um eine ausreichende Versorgung mit bestimmten langkettigen Omega-3-Fettsäuren zu gewährleisten, sollten Veganerinnen in der Schwangerschaft zudem täglich einen Teelöffel Leinöl einnehmen. Durch einen Mangel können beim Kind sonst neurologische Störungen auftreten.

Auch auf die Vitaminversorgung muss bei einer veganen Ernährung in der Schwangerschaft besonders geachtet werden. Die entsprechenden Werte sollten Veganerinnen ebenso wie die Versorgung mit Mineralien und Spurenelementen regelmäßig beim Arzt überprüfen lassen.

So ist Vitamin B12 nur in tierischen Produkten enthalten und muss bei einer veganen Ernährung auch abseits der Schwangerschaft über Supplemente zugeführt werden. Da Vitamin B12 über die Muttermilch an das Neugeborene transferiert wird, ist eine ausreichende Versorgung während der Schwangerschaft lebenswichtig. Sonst besteht das Risiko, dass es beim Säugling zu neurologischen Schäden, Störungen der Blutbildung und Entwicklunsgverzögerungen kommt.

In den Wintermonaten, in denen Vitamin D weniger durch Sonnenlicht über die Haut synthetisiert wird, sollten schwangere Veganerinnen außerdem Vitamin-D-Supplemente einnehmen, um Mangelerscheinungen wie Rachitis zu vermeiden. Zudem enthalten auch Pilze einen nennenswerten Gehalt an Vitamin D. Die Versorgung mit Beta-Karotin, das zu Vitamin A umgewandelt wird, lässt sich durch Obst und Gemüse wie Karotten, Brokkoli oder Aprikosen decken, während Bananen, Avocados, Walnüsse, Hülsenfrüchte oder Kohl das Vitamin B6 liefern. Eine gute Folatversorgung insbesondere in der frühen Schwangerschaft ist unabdingbar für eine gesunde Entwicklung des Kindes. Daher wird empfohlen, schon vor Beginn der Schwangerschaft ein Vitaminpräparat mit 400 Mikrogramm Folsäure einzunehmen. Darüber hinaus ist eine folatreiche Ernährung natürlich ausgesprochen wichtig. Das Vitamin steckt unter anderem in grünem Blattgemüse, Hülsenfrüchten und Vollgetreide.

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