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Welche Bedeutung hat die Rebsorte Kerner für den deutschen Weinbau?

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Matthias Baum

Matthias Baum

Wein-Experte

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Die weiße Rebsorte Kerner ist hierzulande weit verbreitet und spielt in allen deutschen Weinbaugebieten eine Rolle. 1929 entstand die Rebsorte durch die Kreuzung von weißem Riesling und rotem Trollinger. Die Sorte gilt heute als eine der wertvollsten neueren Züchtungen.

Der Rebzüchter August Herold, der an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg tätig war, ist für die Züchtung verantwortlich. So war er auch Namenspate für die erste Bezeichnung der Rebsorte, nämlich „Weißer Herold“. Sie steht seit 1969 als Kerner unter Sortenschutz. Doch erst Anfang der 1970er-Jahre erlangte die Rebsorte sowohl bei Winzern als auch bei Verbrauchern zunehmende Beliebtheit. Im Zuge dessen nahm die Rebfläche, die mit Kernertrauben bestellt wurde, in allen deutschen Weinbaugebieten zu. Auch im Ausland wird sie mittlerweile angebaut, etwa in Teilen Südtirols, in der Schweiz, in Mähren sowie in Südafrika.

Die Rebe ist robust und winterhart sowie ertragreich. Seit 1974 ist außerdem eine Mutation der Rebsorte bekannt, die Sorte Kernling. Sie ähnelt in der Weinqualität dem Kerner sowie dem Riesling. Da die Sorte erst sehr spät austreibt, können die Gefahren von Frösten im Frühjahr umgangen werden.

Im Jahr 1992 wurde die Rebsorte Kerner in Deutschland auf einer Anbaufläche von fast 8.000 Hektar kultiviert und hatte somit den bisherigen Höhepunkt ihrer Verbreitung erreicht. Seither wird sie etwas weniger intensiv angebaut, ist aber weiterhin vor allem in den Weinbaugebieten Pfalz, Mosel sowie in Württemberg und in Franken verbreitet.

Kernerweine werden in allen Qualitätsstufen bis hin zur Auslese ausgebaut. Sie ähneln dem Riesling, sind jedoch meist noch etwas aromatischer. Die Weißweine sind säurebetont und zeichnen sich durch ein feines und fruchtiges Aroma aus. Ab und zu lässt sich eine leichte Muskatnote erahnen.

Kernerweine eignen sich gut für Weinschorlen und lassen sich zu leichten Gerichten kombinieren. Während die eher fruchtige Spätlese gut zu Desserts auf Fruchtbasis passt, ergänzen trockene oder halbtrockene Weißweine sommerliche Fisch- oder Gemüsegerichte, Salate, Geflügel und Kalbfleisch sowie milden Käse.

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