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Was macht einen Barolo-Wein so edel?

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Caro Maurer

Caro Maurer

Wein-Expertin

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Der Barolo-Wein ist ein italienischer Rotwein, der ausschließlich aus der Rebsorte Nebbiolo hergestellt wird. Er wird auch gerne als der „König der italienischen Weine“ bezeichnet. Nebbiolo ist eine sehr anspruchsvolle Rebsorte, die in der Regel nur auf kalkhaltigen Mergelböden an steilen Süd- oder Südwestlagen gedeiht.

Barolo-Wein ist mit dem DOCG-Siegel („Denominazione di Origine e Garantita“) ausgezeichnet. Das heißt, dass die Winzer nicht nur bei der Herstellung diverse Qualitätsauflagen erfüllen müssen, sondern die Trauben zudem nur aus bestimmten Lagen stammen dürfen. Die Lage der Rebstöcke hat einen großen Einfluss auf den Wein, sodass die Qualität zwischen Barolo-Weinen aus verschiedenen Lagen beträchtlich variieren kann.

Die Langhe-Berge im Piemont sind die Heimat des Barolo-Weins. Die Gemeinden zählen ausnahmslos zur Provinz Cuneo. Dort herrscht das ideale Klima für die Nebbiolo-Trauben: Tagsüber ist es heiß und nachts kühl und feucht. Im Herbst sinken die Temperaturen in den Frostbereich.

Für den sortenreinen Wein werden die Nebbiolo-Trauben zunächst mit den Schalen zusammen in großen Eichenfässern vergoren. Traditionell dauert dieser Prozess 24 Tage, inzwischen ist jedoch auch ein Gärungsprozess mit Schalenkontakt von nur 17 Tagen für Barolo-Wein zulässig. Der Schalenkontakt beim Gärungsprozess sorgt für konzentrierte Fruchtaromen und gleichzeitig für einen hohen Tanningehalt.

Je länger die Trauben mit der Schale vergoren wurden, desto länger muss der Wein anschließend reifen. Für Barolo-Wein ist eine Reifezeit von mindestens zwei Jahren im Eichenfass und einem Jahr in der Flasche vorgeschrieben. Traditionalisten veranschlagen jedoch einen sehr viel längeren Zeitraum der Reife von bis zu 20 Jahren für einen guten Barolo.

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