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Was ist Federweißer?

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Was ist Federweißer?

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Matthias Baum

Matthias Baum

Wein-Experte

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Federweißer ist sogenannter „neuer Wein“, also noch kein fertiger Wein. Je nach Region ist er unter anderem auch als „Sauser“, „Rauscher“ oder „Bitzler“ bekannt. Diese Bezeichnungen lassen sich auf die aufsteigende Kohlensäure zurückführen, die bei der Gärung entstehen. Federweißer ist nämlich Traubenmost aus weißen Rebsorten, dessen Gärung gerade erst begonnen hat. Er gehört damit zu den ersten Erzeugnissen nach der Weinlese und wird vom Spätsommer bis hinein in den Herbst manchmal sogar bis zum Jahresende angeboten. Neben der weißen Variante wird neuer Wein auch aus roten Rebsorten hergestellt, und beispielsweise als Federroter oder Roter Sauser verkauft.

Bei der Gärung wird der Zucker aus den Trauben in Alkohol und Kohlensäure gespalten. So erklärt sich die anfängliche Süße des Federweißers, die mit fortschreitender Gärung in einen weinigen Geschmack übergeht. Damit die Kohlensäure entweichen kann, wird Federweißer in Flaschen mit luftdurchlässigem Deckel angeboten. Die Flaschen müssen deshalb unbedingt stehend gelagert werden, ansonsten würde der Traubenmost auslaufen. Der Alkoholgehalt von Federweißem und Rotem Sauser liegt beim Verkauf bei etwa vier bis fünf Volumenprozent. Bei fortschreitender Gärung steigt er auf bis zu elf Volumenprozent – dann aber ist das Getränk kaum noch genießbar.

Durch die Lagerung lässt sich der chemische Prozess in der Flasche beeinflussen. Ganz junger Federweißer ist aufgrund des noch hohen Zuckergehalts sehr süß. Der Fortschritt der Gärung lässt sich durch einen kleinen Probierschluck überprüfen. Um den Geschmack zu optimieren, lagert man den neuen Wein einige Stunden bei Zimmertemperatur. Dadurch wird die Gärung beschleunigt, der Zuckergehalt sinkt, während der Alkoholgehalt steigt. Nach spätestens acht Stunden sollte der Federweißer einen optimalen Süßegrad haben. Durch Probieren lässt sich der persönlich favorisierte Geschmack abpassen. Serviert werden Federweißer und Roter Sauser dann aber wieder gut gekühlt. Traditionell reicht man dazu Zwiebelkuchen oder andere herzhafte Spezialitäten wie Quiche, Maronen, aber auch Laugengebäck mit Butter. Auch „Hausmacher Wurst“ wie Leberwurst, Blutwurst und Schwartenmagen passt hervorragend zu Federweißer.

Gekühlt verlangsamt sich der Gärvorgang in der Flasche. Im Kühlschrank sind Federweißer und Roter Sauser rund zehn Tage haltbar. Weil nach einigen Tagen keine Kohlensäure mehr entsteht, verlieren sie jedoch ihre typische Spritzigkeit. Deshalb sollte der Traubenmost am besten möglichst frisch serviert werden.

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