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Warum tragen einige italienische Weine das Kürzel DOC?

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Warum tragen einige italienische Weine das Kürzel DOC?

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Matthias Baum

Matthias Baum

Wein-Experte

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Das Kürzel DOC steht für „Denominazione di origine controllata“. Hierbei handelt es sich um die „kontrollierte Ursprungsbezeichnung“ für italienische Weine. Sie geht zurück auf das Jahr 1963, als der italienische Staat sich mit einem neuen Weingesetz dazu verpflichtete, die Herkunft seiner Weine zu kontrollieren, um ihnen ein Qualitätsmerkmal zuzuweisen. In der italienischen Weinklassifizierung handelt es sich lange Zeit um die zweithöchste Qualitätsstufe hinter den DOCG-Weinen („Denominazione di origine controllata e garantita“, „kontrollierte und garantierte Ursprungsbezeichnung“).

Mit der EU-Weinmarktordnung von 2009 wurden die Qualitätsstandards für Wein in allen EU-Ländern vereinheitlicht und unter dem Label „geschützte Ursprungsbezeichnung“ festgehalten. In Italien werden die Klassifizierungen DOC und DOCG seither unter dem Kürzel DOP („Denominazione di Origine protetta“, „geschützte Ursprungsbezeichnung“) zusammengefasst. Damit ist DOP die offiziell höchste Qualitätsstufe in der italienischen Weinkategorisierung. Um den Qualitätsunterschied zwischen den bisherigen DOC- und DOCG-Weinen nicht zu verwässern, dürfen die Weinproduzenten die alten Bezeichnungen weiterhin neben den neuen angeben.

Für Weine der Qualitätsstufe DOC/DOP ist unter anderem genau geregelt, wie hoch der Ertrag auf Weinanbauflächen sein darf und welche Rebsorten darauf angebaut werden dürfen. Außerdem werden diese Weine sensorischen Prüfungen unterzogen. In den Details können sich die Regularien zwischen den verschiedenen Anbaugebieten unterscheiden. Sie legen unter anderem Alkoholgehalt, Reifezeit, Farbe, Bouquet, aber auch Flaschenform und die Reberziehung fest.

Ähnlich wie die französischen „Cru“-Weine bekommen besonders hochwertige Tropfen aus Italien die Auszeichnung DOCG. Diese Kategorie wurde ursprünglich 1980 eingeführt, um besonders prestigeträchtige Weinanbaugebiete hervorzuheben, nachdem immer mehr Weine das DOC-Siegel trugen (mittlerweile mehr als 300). Unter anderem darf der Wein ausschließlich im Anbaugebiet abgefüllt werden. Diese rund 80 Weine machen etwa fünf Prozent der Gesamtproduktion in Italien aus.

Die DOC/DOP-Weine reihen sich in den offiziell drei italienischen Qualitätsklassen über den IGP-Weinen („Indicazione Geografica Protetta“, „geschützte geografische Angabe“) ein. Diese zeichnen sich durch eine typische, geografisch bedingte Charakteristik aus. Die Trauben stammen aus einer bestimmten Region, mit deren Namen die Weine auch gekennzeichnet werden, etwa „IGP Rosso de Toscana“. Die Weine machen rund 30 Prozent der italienischen Weinproduktion aus. Als dritte Klassifizierung werden Weine ohne genaue Herkunftsangabe in der Kategorie „Vino“ („Wein“) geführt.

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