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Tipps zur Lagerung von Obst und Gemüse

Tipps zur richtigen Lagerung von Obst und Gemüse

Die wichtigsten Regeln

Viele Obst- und Gemüsesorten sollten möglichst kühl und geschützt vor Fremdgerüchen gelagert werden.
Viele Obst- und Gemüsesorten mögen es kühl.

Je länger Obst und Gemüse liegt, desto höher ist der Vitaminverlust. Ebenso verliert es an Feuchtigkeit, was sich negativ auf die Qualität des Lebensmittels auswirkt.


Um diesem Prozess entgegenzuwirken und den Verderb des Produktes möglichst zu verzögern, sollten Sie bei der Lagerung Folgendes beachten:


  • kühle Lagerungstemperatur
  • hohe Luftfeuchtigkeit
  • regelmäßiger Luftaustausch
  • dunkel und frostsicher
  • Vermeidung des Reifegases Ethylen


Hier finden Sie Tipps zur Lagerung der verschiedenen Obst- und Gemüsegruppen:

Tipps zur Lagerung

Beerenobst

  • Da Beerenobst, wie Erdbeeren, Stachelbeeren, Heidelbeeren und Johannisbeeren, sehr empfindlich ist, sollte man es möglichst schnell verzehren.

  • Die Beeren sollten möglichst kühl, am besten im Gemüsefach des Kühlschranks, aufbewahrt werden.

  • Bei Raumtemperatur halten Beerenfrüchte meist nur einen Tag. Gekühlt sind sie, je nach Sorte, zwei bis fünf Tage haltbar.

  • Tipp: Sortieren Sie beschädigte Erdbeeren vorher aus, da sie schnell schimmeln und dadurch die anderen „anstecken“ können.
    Viele Beerenfrüchte eigenen sich übrigens gut zum Einfrieren.


Blattgemüse und Salate

  • Blattgemüse wie Mangold, Chicorée und Spinat und verschiedene Salatsorten sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden.

  • Am besten vorher in ein feuchtes Küchenpapier einwickeln und in eine Plastiktüte/Frischhaltefolie oder in eine verschließbare Schüssel geben.

  • Im Gemüsefach des Kühlschranks hält sich Blattgemüse und Salat bis zu fünf Tage.


Exoten

  • Exotische Früchte, wie beispielsweise Avocado, Bananen, Kiwi, Ananas und Mango, sollten bei Zimmertemperatur gelagert werden. In den Kühlschrank gehören die Früchte nicht.

  • Bananen beispielsweise werden schnell braun und verlieren an Geschmack, wenn sie kühl gelagert werden.

  • Bei Zimmertemperatur halten sich exotische Früchte etwa eine Woche lang.

  • Reife Früchte erkennt man daran, dass sie auf Druck leicht nachgeben.


Fruchtgemüse

  • Im Gemüsefach des Kühlschranks hält sich Fruchtgemüse, wie beispielsweise Aubergine, Gurke und Paprika, fünf bis sieben Tage. Um eine längere Frische zu erreichen, können diese auch in einem Plastikbeutel mit Luftlöchern im Kühlschrank gelagert werden.

  • Ausnahme bei der Lagerung des Fruchtgemüses sind Tomaten und Zucchini: Diese sollten nicht im Kühlschrank gelagert werden. Bei Zimmertemperatur hält dieses Fruchtgemüse bis zu 14 Tage. Im Kühlschrank verlieren sie schnell ihr Aroma und ihre Haltbarkeit.


Hülsenfrüchte

  • Getrocknete Linsen, Kichererbsen und Sojabohnen sollten trocken, kühl und dunkel in gut schließenden Vorratsbehältern aufbewahrt werden. So halten Sie sich etwa ein Jahr.

  • Frische Erbsen halten maximal drei Tage, wenn sie in ein feuchtes Tuch gewickelt in den Kühlschrank gelegt werden.

  • Frische Bohnen locker und trocken in eine Plastikdose geben oder in einen Gefrierbeutel mit viel Luft, da Bohnen druck- und nässeempfindlich sind. So halten sie sich im Gemüsefach maximal drei Tage lang frisch.


Kartoffeln

  • Kartoffeln sollten dunkel, luftig und kühl gelagert werden.

  • Die optimale Lagertemperatur liegt zwischen vier und 12 °C.

  • Ist es den Kartoffeln zu hell, können sie grüne Stellen bekommen und den giftigen Stoff Solanin bilden.

  • In Plastikbeuteln können sie nicht atmen und beginnen zu faulen.

Kernobst

  • Äpfel, Birnen und Quitten gehören zum Kernobst und lassen sich grundsätzlich sehr lange lagern. Am längsten kann man sie im kühlen Keller oder im Kühlschrank aufbewahren.

  • Je länger jedoch ein Apfel lagert, desto höher ist der Vitaminverlust. Obst verliert außerdem an Feuchtigkeit, es wird runzelig und mehlig.

  • Bei Zimmertemperatur ist Kernobst eine gute Woche haltbar, im Kühlschrank oder Keller je nach Sorte länger.


Melonen

  • Ganze Melonen, wie beispielsweise Wassermelone, Honigmelone und Cantaloupe können bis zu drei Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden.

  • Angeschnittene Früchte sollten innerhalb von 2-3 Tagen verbraucht werden. Die Schnittflächen der Melone sollten mit Klarsichtfolie überzogen werden, damit sie nicht austrocknen.

Pilze

  • Steinpilze, Champignons, Pfifferlinge und Co. sind empfindlich und sollten so schnell wie möglich verzehrt werden, um die Lagerungsdauer möglichst gering zu halten.

  • Pilze sollten möglichst frisch eingekauft und immer im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dann sind sie zwei bis vier Tage haltbar.

  • Am besten lagern Pilze luftdurchlässig in einer Papiertüte oder einem Geschirrtuch im Kühlschrank. Auf jeden Fall nicht in einem geschlossenen Plastikbeutel oder -gefäß lagern, da sie sonst feucht werden und verderben.

  • Da die Pilze leicht fremde Gerüche annehmen, nicht in der Nähe von geruchsintensivem Gemüse lagern.


Steinobst

  • Im Kühlschrank hält sich Steinobst (z.B. Pfirsich, Nektarine, Aprikose, Kirsche, Zwetschge, Pflaume und Mirabelle) bis zu einer Woche und ist vor Fruchtfliegen geschützt, jedoch verliert es dort auch schnell an Aroma. An einem kühlen Ort außerhalb des Kühlschranks gelagert hält es sich ca. drei Tage.

  • Da unreife Früchte kaum nachreifen, sollte ihr Fruchtfleisch fest sein, aber auf Druck leicht nachgeben.

  • Reifes Steinobst bekommt leicht Druckstellen und verdirbt schnell. Deshalb beim Lagern nicht aufeinander stapeln.


Wurzelgemüse

  • Wurzelgemüse, z.B. Karotten, Schwarzwurzeln, Knollensellerie, Rote Bete und Rüben lassen sich gut im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Dort halten sie eine gute Woche.

  • Wichtig bei der Lagerung von Möhren ist, dass sie Sauerstoff bekommen. Ansonsten kann sich die Oberfläche dunkel bis schwarz verfärben.

  • Ganze Rote Beten und Steckrüben können auch länger eingelagert werden. Jedoch leidet dann die Qualität des Gemüses.


Zitrusfrüchte

  • Zitrusfrüchte sollten nicht im Kühlschrank, sondern bei Raumtemperatur aufbewahrt werden.

  • Limetten, Orangen, Mandarinen und Pomelo halten, trocken und luftig gelagert, mindestens eine Woche.

  • Zitronen und Grapefruits können sogar zwei oder mehr Wochen gelagert werden.

  • Unbehandelte Zitrusfrüchte sollten möglichst schnell verzehrt werden, da sie nicht so lange gelagert werden können.


Zwiebeln, Knoblauch, Lauch

  • Grundsätzlich sollten Zwiebeln, Knoblauch, Lauch stets lichtgeschützt, trocken und kühl gelagert werden. Dazu eignen sich der Keller oder die Speisekammer.

  • Im gut durchlüfteten Keller oder Speisekammer können Zwiebeln nicht vorzeitig schimmeln und halten mehrere Wochen.

  • Generell gilt: Je schärfer eine Zwiebel, umso länger ist sie haltbar. Schärfere Zwiebeln enthalten mehr ätherische Öle, die sie vor raschem Verderb schützen.

  • Frischer Knoblauch ist am besten in einer Papiertüte verpackt im Gemüsefach des Kühlschranks aufgehoben. Er sollte allerdings nicht länger als zwei Wochen aufbewahrt werden.

  • Lauch ist im Gemüsefach des Kühlschranks ungefähr fünf Tage haltbar.


Ethylen

Bei der Lagerung von Obst und Gemüse spielt das Reifungsgas Ethylen eine große Rolle. Ethylen ist ein gasförmiges Phytohormon, das bestimmte Früchte während ihrer Reifung absondern. Andererseits gibt es Früchte, die besonders empfindlich auf Ethylen reagieren.

Die Ethylen abgebenden Obst- und Gemüsesorten sollten also nicht neben ethylenempfindlichen gelagert werden, da das Ethylen die anderen Obst- und Gemüsesorten schneller nachreifen und schließlich verderben lässt.

Obst- und Gemüsesorten, die Ethylen produzieren, also Sorten, die zu Hause nachreifen sind:

Apfel, Aprikose, Avocado, Birne, Banane, Bohne, Feige, Fidjoa, Honigmelone, Kiwi, Lauch, Mandarine, Nektarine, Olive, Papaya, Pfirsich, Pflaume, Tomate, Zitrone

Obst- und Gemüsesorten, die empfindlich auf Ethylen von anderen Früchten reagieren, und dadurch schneller reifen beziehungsweise verderben sind:

Auberginen, Aprikosen, Bananen, Birnen, Blattgemüse, Brokkoli, Erbsen, grüne Bohnen, Gurken, Kartoffeln, Kiwi, Mango, Möhren, Paprika, Wassermelonen, Zitrusfrüchte, Zucchini

Dos and Don’ts bei der Lagerung von Obst

  • Ethylenempfindliche Erzeugnisse sollten nicht in der Nähe von ethylenabgebenden Erzeugnissen gelagert werden.

  • Sorgen Sie in Keller oder Vorratskammer für eine gute Durchlüftung, damit sich Ethylen gar nicht erst anreichern kann.

  • Wenn ethylenempfindliche Obstsorten, wie Bananen oder Kiwis, noch nachreifen sollen, einfach neben Äpfel legen. Das Reifungsgas Ethylen in Äpfeln lässt unreife Früchte schneller nachreifen.

  • Zwiebeln sollten Sie immer fern von Kartoffeln lagern, da sie sonst deren Feuchtigkeit aufnehmen, schnell faulig werden und schimmeln.

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Wann hat was Saison?

Unser Saisonkalender verrät Ihnen, wann welche Obst- und Gemüsesorten zu haben sind. Auch als PDF zum Herunterladen!

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