Ihr Lieblingsmarkt

Finden Sie Ihren EDEKA-Markt

Um die Angebote und Services des EDEKA Marktes in Ihrer Nähe zu sehen, wählen Sie bitte einen Markt aus.

Von wegen Ersatzbank - Teil 3: Seitan

Von wegen Ersatzbank - Teil 3: Seitan

Seitan - Aus dem Klebstoff des Mehls

Seitan ist pures Weizengluten
Ungekocht und ungewürzt macht Seitan wenig her, erst die richtige Würze bringt's

Anders als bei den meisten Ersatzprodukten, ist die Grundlage für Seitan nicht Soja sondern Getreidemehl. Seitan ist im Prinzip nichts anderes als ein Teig aus reinem Gluten und somit für Vegetarier mit einer Glutenunverträglichkeit leider nicht geeignet. Was Seitan mit den meisten Fleischersatzprodukten gemeinsam hat, ist seine Herkunft: er stammt aus Asien.

Ursprünglich haben chinesische Buddhisten den Fleischersatz erfunden und nannten es mian-jin. Das moderne Seitan ist jedoch eine japanische Erfindung aus den 1960er Jahren. Seitan hat mehr Proteine als Rindfleisch, ist dabei sehr Eiweißhaltig und enthält kaum Fett und kein Cholesterin. Für Vegetarier besonders interessant: Seitan enthält sehr viel Eisen!

Seitan kann man aus Mehl ganz einfach selbst herstellen. Das erfordert nur Wasser, ein Sieb und ein wenig Geduld. Ein Kilo Mehl ergibt dann circa 250 Gramm Seitan.

Teig anrühren


Für den Rohteig kommen auf ein Kilo Mehl (am besten Weizen) rund 750 Milliliter Wasser. Der ordentlich geknetete Teig sollte in einem Sieb in einer Schüssel mit warmem Wasser für mindestens zwei Stunden baden und dabei komplett bedeckt sein.

Stärke auswaschen


Das Wasser sollte nun zunächst erneuert werden und der Teig im Sieb festdurchgeknetet werden. Hierbei entweicht dem Teig die Stärke, welche das Wasser eintrübt. Den Vorgang solange mit abwechselnd warmen und kalten Wasser wiederholen, bis sich das Wasser nicht mehr trübt. Den Seitanteig eine Stunde lang im Sieb in kaltem Wasser stehen lassen.

Entwässern und formen


Den Teigklumpen aus dem Wasser nehmen, in ein Küchentuch geben und ordentlich unter festem Druck entwässern. Der fertige Seitan kann nun nach Belieben geformt werden.

Alternative: Gluten-Pulver


Für Ungeduldige oder besonders Hungrige gibt es auch Gluten-Pulver zu kaufen, welches einfach mit Wasser angerührt wird und so bereits nach wenigen Minuten einen festen Seitan-Teig bildet.

Seitan kochen


Kochen Sie den Seitanteig in einem gewürzten Sud unter starker Hitze für 30 Minuten auf und geben Sie diesen anschließend in ein Sieb zum Abtropfen. Hier unter leichtem Druck den fertigen Seitan entwässern.

Die fertigen Seitanstücke können nun direkt verzehrt werden oder, etwa auf dem Grill oder in der Pfanne, weiterverarbeitet werden.

Die richtige Würze

Seitan selbst hat, wie die meisten Fleischersatzprodukte, kaum Eigengeschmack. Jedoch kann Seitan wegen seiner Konsistenz ohne Probleme jedes Aroma in sich aufnehmen. Das macht ihn vielseitig einsetzbar: für asiatische Gerichte, die mediterrane Küche oder Hausmannskost. Seien Sie beim Würzen nicht zu zimperlich und experimentieren Sie einfach ein wenig. Seitan kann wie echtes Fleisch mariniert werden, in einem stark gewürzten Sud gekocht werden oder natürlich selbst gewürzt werden.

Knoblauch, Ingwer, Sojasoße, Koriander, Safran, Currypaste - alles, was der asiatische Raum an Würzmitteln hergibt, kann gerne verwendet werden. Versuchen Sie zunächst einen stark gewürzten Basissud aus Knoblauch, Ingwer und Sojasoße mit Salz und Pfeffer herzustellen. Experimentierfreudige können dem Sud auch Erdnussbutter oder thailändische Fischsoße hinzugeben.

Die mediterrane Küche lebt von frischen Kräutern: Basilikum, Thymian, Oregano, Rosmarin. Aber auch Knoblauch oder etwas Tomatenmark können Sie dem Sud zum Kochen des Seitans hinzugeben. Wer es gerne etwas schärfer mag, kann auch kleingeschnittene Chilis beigeben.

Wer aus Seitan ein deftiges Schnitzel oder einen Ersatzburger zaubern möchte, der sollte zunächst eine kräftige Gemüsebrühe ansetzen und frische Zwiebeln sowie heimische Kräuter, etwa Petersilie oder Schnittlauch, dazugeben. Auch Lorbeerblätter, Wacholderbeeren oder ganze Pfefferkörner geben Seitan einen herben Geschmack.

Gluten - Leim der Natur

Weizenmehl enthält eine Menge Gluten.

Gluten, aus dem lateinischen für Leim, ist einfach gesagt eine Ansammlung von Proteinen, die dafür sorgen, dass aus Getreidemehlen in Verbindung Wasser ein Teig entsteht. Weizen, Dinkel, Roggen oder Hartweizen verfügen über einen besonders hohen Glutenanteil und bilden daher einen guten Teig.

Leckere Marinaden für Saitan

Unsere Heimat - echt & gut Premium-Mehl

Es gilt als das beste Mehl der Welt. Jetzt gibt es die Produkte von Steinmetz unter der Marke „Unsere Heimat – echt & gut“. Ein einzigartiges Verarbeitungsverfahren macht aus regionalem Getreide ein echtes Premium-Mehl. Wissenswertes, Rezepte und Informationen zu unserem Lieferanten gibt es hier:

Mehr zum Mehl