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Echte Meilensteine gesetzt

2009 haben EDEKA und WWF Deutschland ihre Kooperation zum Thema „Nachhaltige Fischerei“ gestartet. Catherine Zucco, Meeresfischerei-Expertin beim WWF, erläutert die Erfolge dieser Zusammenarbeit.

Meilensteine der WWF Kooperation, Catherine Zucco, Meeresfischerei-Expertin beim WWF
Catherine Zucco, Meeresfischerei-Expertin beim WWF

Seit 2009 arbeiten der WWF und EDEKA an einem nachhaltigen Fischangebot. Wie sieht nach drei Jahren die Bilanz aus?

Wir haben in drei Jahren gemeinsam sehr viel erreicht und echte Meilensteine gesetzt. Vom Aussterben bedrohte Fischarten wie Aal, Hai, Rochen und Wildstör werden bei EDEKA nicht mehr verkauft. Andere Handelsketten sind diesem Beispiel gefolgt.

EDEKA stellt ihr Sortiment um auf Fisch aus MSC-zertifizierten Fischereien oder Fischarten, die im WWF-Ratgeber grünes Licht bekommen haben.

Bereits der Großteil der Fisch-Eigenmarken stammt aus nachhaltigen Quellen. Wenn einer der größten Einzelhändler seine Einkaufspolitik auf Nachhaltigkeit ausrichtet, trägt das zu Veränderungen am Gesamtmarkt bei. Der Anteil von MSC-zertifiziertem Fisch am deutschen Markt hat sich während der Kooperation mehr als verdreifacht. Das ist ein Riesenerfolg für den Schutz der Fischbestände in unseren Meeren.

Trotzdem wird Verbrauchern noch Fisch angeboten, der nicht zertifiziert ist. Wie kann das passieren?

Wir haben bei der Umstellung das erreicht, was heute machbar ist, aber es gibt noch offene Baustellen – eine davon ist Zuchtfisch. In der Aquakultur muss eine unabhängige Zertifizierung für eine nachhaltige Produktion erst entwickelt und im Anschluss die Betriebe umgestellt werden. EDEKA greift deshalb auf Zuchten zurück, die auf den ASC-Standard (Aquaculture Stewardship Council) hinarbeiten.

Ähnlich sieht es beim Thunfisch aus: Für die meisten Thunfischarten gibt es keine anerkannte Zertifizierung. Nur eine Handvoll kleiner Thunfisch-Fischereien haben sich bislang für eine MSC-Zertifizierung qualifizieren können. Es gibt meist nicht ausreichend Daten über Bestände und Fischereien, und die Regeln für die Thunfisch-Fischerei müssen strikter werden.

Aber die Nachfrage aus Deutschland zeigt Wirkung, eine erste große Fischerei auf Bonito aus dem westlichen Zentralpazifik hat Anfang 2012 eine Zertifizierung abgeschlossen.

EDEKA und WWF sind Partner für nachhaltige Fischwirtschaft

Am Ende müssen wir mehr Schutz für die Meere und Fischbestände bewirken
"Wir wollen das Problem der Überfischung gemeinsam an der Wurzel packen".

Warum besteht der WWF nicht darauf, dass EDEKA auf Produkte, die nicht seiner grünen Bewertung entsprechen, verzichtet?

Die Veränderung im hiesigen Supermarktregal muss am anderen Ende der Welt mehr Schutz für die Meere und Fischbestände bewirken – das ist unser Ziel. Die starke Nachfrage nach Öko-Fisch führt zu Veränderungen in der Fischerei. In manchen problematischen Fischereien und vielen Zuchten braucht die Umstellung auf umweltschonende Praxis aber noch Zeit. Würde man diese Produkte jetzt unterschiedslos aus dem Sortiment nehmen, würden sich Produzenten und Lieferanten neue Absatzmärkte wie Russland oder China suchen, wo Umweltaspekte keine Rolle spielen. Die Veränderungsprozesse würden gestoppt.

Wir wollen das Problem nicht über die Grenzen verschieben, sondern an der Wurzel packen, und arbeiten daran, dass sich die betreffenden Fischereien und Zuchten umweltverträglich ausrichten. Das kann man nur in Märkten wie Deutschland erreichen, in denen die Verbraucher umweltbewusster einkaufen und Handelsunternehmen ihr Sortiment zunehmend nachhaltiger gestalten. Und manchmal braucht es eben einen langen Atem.

Mehr zum Thema nachhaltige Fischereien und nachhaltige Produkte bei EDEKA erfahren Sie hier

Ziele für Umwelt und Kunden

  • Fisch und Meeresfrüchte

    Kontinuierliche Arbeit am Fischsortiment des EDEKA-Verbunds mit dem Ziel „100-prozentiger Bezug aus nachhaltigen Quellen“.

    Mehr zum Thema Fisch und Meeresfrüchte
  • Holz/Papier/Tissue

    EDEKA hat das Ziel, alle EDEKA Holz-, Papier- und Tissue-Eigenmarkenprodukte sowie Produkt- und Transportverpackungen von Eigenmarken aus Papier, Pappe und Karton bis spätestens 2017 auf nachhaltigere Alternativen umzustellen.

    Mehr zum Thema Holz/Papier/Tissue
  • Palmöl/Palmkernöl

    EDEKA verwendet in allen EDEKA Eigenmarken bereits ausschließlich zertifiziert nachhaltigeres Palmöl und entwickelt dieses Niveau bis 2017 weiter.

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  • Soja

    Für EDEKA-Eigenmarken-Produkte Umstellung auf heimische Futtermittel oder zertifiziert verantwortungsvolleres, gentechnikfreies Soja angestrebt.

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  • Süßwasser

    Analyse und Reduzierung des Wasseraufwands bei ausgewählten Eigenmarken-Produkten oder -Produktgruppen.

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  • Klima

    EDEKA hat das Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen (THG) über ein Klimaschutzprogramm laufend zu reduzieren und wird bis 2017 den THG-Fußabdruck von mindestens 100 sortiments- und klimarelevanten Produkten im Eigenmarkensortiment verringern.

    Mehr zum Thema Klima
  • Verpackungen

    Prüfung von Eigenmarken-Verpackungen aus bzw. mit Kunststoff, Glas, Metall etc. sowie Optimierung.

    Mehr zum Thema Verpackungen
  • Bio

    Der WWF empfiehlt, beim Einkauf auf zertifizierte Bio-Produkte zurückzugreifen. EDEKA baut das Angebot an Bio-Produkten aus.

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