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Scharf auf Chili.

Lesen Sie hier alles Wissenswerte rund um Chilis.

Chili im Check

Die einen fürchten die Schärfe der Schoten, die anderen können nicht genug davon bekommen oder schwören auf eine gesundheitsfördernde oder gar aphrodisierende Wirkung.

Also, was ist dran an den vielen Geschichten rund um Chili? Wir haben den großen Chili-Check gemacht und ein paar wertvolle Fakten über das Gewürz zusammengetragen.

Die Schärfe

Chilischoten – klein, aber oho!
Chilischoten – klein, aber oho!

Seine prägendste Eigenschaft, die Schärfe, verdankt Chili dem Stoff Capsaicin. Je mehr davon in der Schote enthalten ist, desto höher der Schärfegrad, der in Scoville-Einheiten (SCU) gemessen wird.

Übrigens: Schärfe ist keine Geschmacksrichtung, vielmehr verursachen scharfe Speisen einen Schmerz- bzw. Wärmereiz.

Schärfe im Vergleich: Gemüsepaprika wird mit 0-5 SCU gemessen, Tabasco bis zu 5 000 und die schärfste Chilisorte der Welt (Carolina Reaper) schlägt mit über 2,2 Millionen Scoville-Einheiten zu Buche. Reines Capsaicin hat über 15 Millionen Scoville-Einheiten.

Die Herkunft

Chilis sind die Früchte der Gewürzpaprikapflanze.
Chilis sind die Früchte der Gewürzpaprikapflanze.

Auch Chili gehört zu den kulinarischen Entdeckungen, die wir Christoph Kolumbus verdanken. Chilis stammen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Heute wird Chili, der bei uns in den Handel kommt, überwiegend aus Mexiko, China und Thailand importiert.


Übrigens, auch wenn immer von Schoten gesprochen wird, sind Chilis eigentlich Beeren. Tipp: Probieren Sie köstliche thailändische Rezepte !

Die Vielfalt

Chili gibt es in vielen bunten Varianten und Schärfegraden.
Chili gibt es in vielen bunten Varianten und Schärfegraden.

Was diese Früchte so faszinierend macht, ist vor allem ihre erhebliche Artenvielfalt.

Dabei gilt als Faustregel: Je kleiner die Schote, desto höher der Schärfegrad.

Chilischoten werden nicht nur frisch, sondern häufig auch getrocknet, in gemahlener oder auch in grob gehackter Form zum Kochen verwendet. Bekannte und auch bei uns verbreitete Sorten sind Cayenne, Jalapeño, Thai Chili und die mit bis zu 350 000 Scoville-Einheiten besonders scharfen Habaneros.

Die Verarbeitung

Mit Einmalhandschuhen schützen Sie Ihre Hände bei der Verarbeitung von Chili.
Tipp: Wer auf Nummer sicher gehen will, benutzt Einmalhandschuhe.

Vorsicht ist nicht nur beim Essen, sondern auch bereits beim Kochen mit Chili geboten! Je nach gewünschter Schärfe sollten beim Verarbeiten der frischen Schoten die Trennwände und Samen entfernt werden, denn hier sammelt sich viel Capsaicin. Auf jeden Fall sollten nach dem Umgang mit den Schoten die Hände gründlich gewaschen werden. Denn wenn das Capsaicin an Augen oder Schleimhäute gelangt, kann das sehr schmerzhaft sein!

Viel mehr als nur scharf

Scharfe Gerichte kurbeln den Kreislauf an.
Scharfe Gerichte kurbeln den Kreislauf an.

Auch wenn viele bei Chili zuerst nur an die Schärfe denken, die kleinen Schoten haben dazu noch einige positive Eigenschaften:

Chilischoten enthalten z.B. mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte und können so unsere Abwehrkräfte unterstützen. Daneben enthalten frische Chilis Vitamin A und E, dazu die B-Vitamine 1, 2, und 6 sowie die wichtigen Mineralien Kalium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Phosphor und Zink. Da man aber immer nur verhältnismäßig wenig Chili essen kann, ist der Beitrag der Chilis zur Vitaminversorgung doch eher unerheblich.


Chili wirkt sich außerdem positiv auf die Verdauung aus. Die Schärfe der Schoten verursacht eine vermehrte Produktion von Magensaft, die es erleichtert, fettige Speisen zu verdauen.


Aber: Wer einen empfindlichen Magen hat, reagiert auf scharfe Speisen leicht mit Sodbrennen und sollte Chili daher eher sparsam verwenden.

  • Indischer Möhrensalat

    Indischer Möhrensalat

    Säuerliche Frucht, die feine Süße der Karotten, die Frische der Minze und Schärfe von Senf und Chili: Dieser Salat ist ein Geschmacksfeuerwerk.

    Zum Rezept
  • Guiso

    Guiso

    Ein leichter und feuriger Eintopf, dessen Schärfe im Winter schön wärmt. Paprika, Kartoffeln und Linsen liefern leckere Vitamine und wichtige Mineralstoffe.

    Zum Rezept
  • Kartoffelpuffer à la Korea

    Kartoffelpuffer à la Korea

    Mit Chili, Soja, Reisessig und Tofu werden die rohen, geriebenen Kartoffeln auf Geschmack gebracht. Mit mariniertem Gemüse ein vegetarischer Leckerbissen.

    Zum Rezept

Feurige Angelegenheit

  • Tapfere Teilnehmer

    Auf der Schärfe-Weltmeisterschaft im Sommer 2014 in Berlin ging es in der Endrunde tatsächlich auf sagenhafte 7,7 Millionen Scoville-Einheiten hoch!

Schärfe lindern

Fetthaltige Milchprodukte lindern die Schärfe.

Wie stark wir Schärfe empfinden, ist von der Gewöhnung abhängig. Wenn es dann doch mal brennt, eignen sich als „Feuerlöscher“ vor allem fetthaltige Milchprodukte. Wasser hilft in diesem Fall nicht, da das Capsaicin nicht wasser-, sondern fettlöslich ist. Aber ein Stück Brot kann lindern.

Süß und scharf

  • Chili passt nicht nur zu herzhaften Speisen. Beliebt ist inzwischen auch z.B. die Kombination mit Schokolade, in Tafeln, aber auch in Kuchen und Saucen. Auch zu süßsauren exotischen Früchten passt gut ein Hauch von Schärfe.