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Schlaf gut, Baby

Wie lernen Babys eigentlich, richtig zu schlafen? Und wieso muss das überhaupt erlernt werden?

Es ist zum Verzweifeln. Alle zwei Stunden wacht das Baby auf. Schreit, will trinken, ist unruhig. Irgendwas stört. Viele junge Eltern sind dann unsicher: Ist das normal? Wann muss das Kind durchschlafen? Und wie können wir das schaffen? Auch wenn er nervt, aber sehr hilfreich ist der oft zurate gezogene Spruch: Es ist alles eine Phase. Denn in der Tat durchleben Babys in den ersten Lebensmonaten viele unterschiedliche Phasen. Die Entwicklung schreitet gerade im ersten Jahr in großen Schritten voran: Greifen lernen, immer mehr erkennen, erste Worte verstehen, sich hinsetzen, krabbeln – das alles ist aufregend, und diese neuen Eindrücke müssen verarbeitet werden. Und genau das tun Babys im Schlaf. Da ist es nicht verwunderlich, dass sie manchmal unruhig schlafen.

Bloß nicht schreien lassen

Denn ja: Alle zwei Stunden aufzuwachen kann im ersten Jahr normal sein. Experten und Kinderpsychologen raten heutzutage von sogenanntem „Schlaftraining” ab, bei dem Babys so lange schreiend alleine gelassen werden, bis sie erschöpft einschlafen. Nahm man lange Zeit an, die Kinder lernten so, sich selbst zu beruhigen, ist heute klar, dass diese Praxis eher zu Bindungsstörungen führen kann.

Die richtige Schlafumgebung

Umso wichtiger ist dann, dass die Schlafumgebung stimmt und Babys das Ein- und Durchschlafen so einfach wie möglich gemacht wird. Dazu gehören ein ruhiger, dunkler und kühler Raum und ein Gitterbettchen oder Stubenwagen. Auch in einem Beistellbettchen direkt am Elternbett schlafen Babys in den ersten Monaten besonders sicher. Wichtig: das Bett nicht mit weichen und kuscheligen Materialien wie Plüschtieren vollstellen. Ein Kissen ist in den ersten Lebensmonaten gar nicht nötig. Um ein Auskühlen in der Nacht zu verhindern, ist ein passender Schlafsack in zwei Ausführungen optimal: etwas dünner für den Sommer, wärmer für den Winter. Die optimale Schlaftemperatur liegt übrigens bei 18 Grad. Da Babys nicht schwitzen und ihre Temperatur noch nicht selbst regulieren können, sollten sie zum Schlafen auch nicht zu warm angezogen sein, damit sie nicht überhitzen. Ein Body, ein Schlafanzug und eine saugstarke Windel sind für die Nacht optimal. Kühle Hände bei Babys sind übrigens kein Zeichen dafür, dass das Kind friert, sondern sind im Schlaf völlig normal.

Nacht ist Nacht

Babys kennen noch keinen richtigen Tag-Nacht-Rhythmus, sie müssen ihn erst lernen. Am besten geht das mit Ritualen und ruhigen, wiederkehrenden Mustern. Also kein Toben und Kitzeln, keine aufregenden Spiele mehr. Nach dem Abendessen oder Brei eine Wäsche, danach gibt es eine frische Windel und den Schlafanzug und vielleicht schon eine kleine Gutenachtgeschichte. Die immer gleiche Melodie der Spieluhr macht dann klar, dass es Zeit zum Schlafen ist. Und nachts? Auch hier können Eltern dafür sorgen, dass die Kleinen schnell merken, dass Ruhezeit ist: leises Reden, kein Licht und nur im Notfall die Windel wechseln. Pipi sollte eine gute Windel in der Nacht auffangen können.

Das Ein- und Durchschlafen des Babys ist bei vielen Familien ein belastendes Thema. Prof. Dr. Erler (Kinderarzt und Schlafexperte am Klinikum Potsdam) erklärt im Interview, mit welchen Tricks es besser klappen kann:

Prof. Erler, was können Eltern bei der „Schlafhygiene“ beachten?

Wichtig ist ein Einschlafritual: ein bestimmtes Lied, eine beruhigende Geschichte oder Ähnliches. Natürlich müssen die Schlafbedingungen optimal sein. Das Baby braucht eine trockene Windel, ein abgedunkeltes und ruhiges Zimmer. Die Bekleidung sollte der Jahreszeit angepasst sein.

Welche Schlaflerntechniken gibt es?

Eine wichtige Aufgabe für Babys bzw. für Kleinkinder besteht darin, zu erlernen, alleine einzuschlafen. Dies stellt für die ganze Familie die größte Herausforderung dar. Trotzdem sollten sich Eltern dieser Aufgabe stellen, indem sie ihr kleines Kind wirklich erst dann schlafen legen, wenn es tatsächlich müde ist. Beim zwischenzeitlichen Erwachen sollte das Kind dann aber nicht zum Beruhigen aus dem Bett genommen werden. Hier ist im Normalfall die Präsenz des Elternteils ausreichend, um dem Baby das Wiedereinschlafen zu erleichtern.

Was können Eltern bei schlechten Schlafphasen tun?

Beunruhigend für Eltern ist zum Beispiel der sogenannte Nachtschreck, der Pavor nocturnus. Es ist schon schlimm, wenn ein kleines Kind plötzlich mit angstgeweiteten Augen im Bett sitzt und auf Ansprache nicht reagiert! Trotzdem sind beruhigende und besonnene Maßnahmen am hilfreichsten. Generell ist es wichtig, auch bei schlechten Schlafphasen Geduld mit dem Baby oder Kleinkind zu haben und sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, denn diese Phasen gehen auch wieder vorüber.

Was ist Ihr persönlicher Tipp für einen erholsamen Babyschlaf?

Es ist für einen erholsamen Babyschlaf besonders förderlich, den Tag ruhig ausklingen zu lassen, vor dem Schlafen nicht noch mal herumzutoben und keine besonders gehaltvollen Mahlzeiten zu verabreichen. Bei manchen Babys kann auch mit einem abendlichen Bad die Einschlafzeremonie befördert werden.

Bei uns finden Sie noch viele weitere Informationen rund ums Baby - zu Themen wie Babyakne, Trockenwerden, Baden, Pflegeöle und den ersten Zähnen.