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Auf ein Gespräch mit ...

Wie die Banane gelb wird

Wie werden Bananen eigentlich gelb? Stefan Worm von der EDEKA Bananenreiferei hat mir das und viele andere, spannende Infos verraten!

Ich durfte „Sendung mit der Maus“ spielen und eine Bananenreiferei besuchen! Was dort genau passiert, hat mir Stefan Worm, Leiter des EDEKA Fruchtkontors Nord, verraten.

Stefan Worm, Leiter des EDEKA Fruchtkontors Nord

Stefan Worm, Leiter des EDEKA Fruchtkontors Nord

Dass Bananen noch grün sind, wenn sie geschnitten werden, wusste ich. Nicht aber, wo und wann sie genau reifen. Um dieser Frage nachzugehen, durfte ich mich einen Tag in der Bananenreiferei von EDEKA umsehen und konnte dazu noch Stefan Worm, Leider des EDEKA Fruchtkontor Nord, viele spannende Facts entlocken. Die Antworten? Sind verblüffend!

Kathi: Herr Worm, woher kommen die Bananen, die wir bei EDEKA kaufen können?

Stefan Worm: Unsere Haupt-Anbaugebiete sind Kolumbien, Ecuador, Costa Rica, Dominikanische Republik, Peru, Elfenbeinkiste und Panama.

Kathi: Verraten Sie mir, wie die Bananen von dort von der Staude zu uns in den Supermarkt kommen?

Stefan Worm: Sehr gern! Nach 9 Monaten Wachstum werden die Bananenstauden – sie sind dann je etwa 6-7 Meter groß und wiegen 40-60 Kilogramm – abgeschnitten. Die Stauden werden auf einem Förderband in die Packstation transportiert und dort werden einzelne „Hände“ abgeschnitten.

Kathi: Was sind denn die „Hände“?

Stefan Worm: Als „Hände“ bezeichnet man die Bündel, an denen die einzelnen Bananen hängen. Die Bananen selbst werden übrigens „Finger“ genannt.

Kathi: Ahso, und was passiert dann mit den Händen?

Stefan Worm: Da aus den offenen Wunden der Hände Latex austritt, kommen sie schnell in ein Wasserbad, um die Wunde zu schließen. Anschließend werden die Hände nach Größen sortiert, etikettiert und schonend in Kartons verpackt. Dann werden die Bananen noch am selben Tag in Kühlcontainer verpackt und in die Häfen verschickt. Die Kühlcontainer haben eine Temperatur von unter 13,2 Grad. Das ist immens wichtig, da die Bananen bei dieser Temperatur „schlafen“. Per Schiff reisen die Bananen dann je nach Land in 15-20 Tagen zu uns nach Deutschland, Rotterdam oder Antwerpen. Im Zielhafen angekommen, werden sie das erste Mal kontrolliert und verzollt.

Ein LKW bringt sie dann in einem Kühlcontainer in unsere Reiferei. Hier werden die Bananen nach dem „Einchecken“ erst mal einen Tag in Ruhe gelassen, dies nennen wir einen „Angleichtag“.

Kathi: Wieso brauchen Bananen einen Tag Ruhe?

Stefan Worm: Bananen sind sehr stressempfindlich und nehmen einem alles Übel – vor allem Berührungen, die wiederum Druckstellen verursachen können. Wir geben den Bananen daher einen Tag, um zur Ruhe zu kommen.

Kathi: Und dann?

Stefan Worm: Dann wird die Temperatur der Umgebung natürlich angeglichen. In unseren Reifekammern startet der Reifeprozess, indem Sauerstoff entzogen und Ethylen sowie Stickstoff hineingepresst werden. Das nennt man Pressreifung.

Kathi: Und wie wird die Banane dann genau gelb?

Stefan Worm: Bei der Pressreifung wird die in den Bananen enthaltene Stärke in Zucker umgewandelt. Durch das Luftgemisch und eine genaue Temperatursteuerung – die Reifekammern haben etwa 17 Grad – können wir die Bananen kontrolliert gelb werden lassen.

Kathi: Wie lange dauert das ungefähr?

Stefan Worm: Das dauert zwischen 4 und 7 Tagen – je nach Beschaffenheit der Bananen. Die ist länderweise nämlich ganz unterschiedlich, je nach Trockenheit oder Feuchtigkeit der jeweiligen Anbauländer. Das ist ein ganz sensibler Prozess, aber der Reifemeister erkennt auch an einer grünen Banane, in welchem Reifezustand sie ist. Zur Unterstützung gibt es eine Farbskala, die die Reife von 2 („knatschgrün“) bis 7 („für den Mixer“) einteilt. 3,5 ist der perfekte Reifegrad für den Großhandel. Dort bleiben die Bananen oft noch einen Tag und können noch einen Reifegrad hinzugewinnen. Mit Reifegrad 4 oder 4,5 liegen die Bananen dann im Supermarkt – das ist eine gelbe Banane mit frischen, grünen Spitzen. Der gesamte Prozess von der Ernte bis zur Auslage im Supermarkt dauert ungefähr 30 Tage.

Kathi: Was muss man denn bei der Aufzucht von Bananenpflanzen besonders beachten?

Stefan Worm: Wie viele Früchte eine Staude trägt, liegt ausschließlich am Blatt. Die Blätter dienen als Wasserspeicher und schützen vor Hitze und Sonneneinstrahlung. Das mag die Banane nämlich nicht, Bananen nehmen ja alles übel (lacht). Je weniger Blätter die Pflanze hat, desto weniger Früchte hat sie auch. Deshalb muss man den Blättern besondere Aufmerksamkeit schenken.

Kathi: Wie viele Bananen können hier in der Bananenreiferei gleichzeitig gelagert werden und so in Ruhe reifen?

Stefan Worm: Hier in der Reiferei in Hamburg sind es 80.000 Kisten pro Woche, das sind 8,8 Millionen Stück Bananen pro Woche allein in dieser Bananenreiferei! Würde man die Kisten übereinander stapeln, wäre der Turm knapp 40 Kilometer hoch.

Kathi: Und was machen Sie, wenn Sie mal mehr oder weniger Bananen brauchen, als gerade gereift sind?

Stefan Worm: Wir müssen hier täglich improvisieren, schließlich werden im Sommer bei 35 Grad lieber erfrischende Melonen statt Bananen gekauft.

Kathi: Dann war ja bei diesem Sommer der Absatz gesichert!

Stefan Worm: Tatsächlich haben wir durch diese seltsame Witterung einen deutlichen Mengenzuwachs.

Kathi: Ist die Improvisation das, was Ihnen an Ihrem Beruf am meisten Spaß macht?

Stefan Worm: Ja, 30-40 Prozent meiner täglichen Arbeit ist Improvisation! Ich brauche Lebendigkeit und Spaß am Menschen. Und da ich auch noch die Themen Ernährung und Gesundheit mag, ist das ein guter Mix aus allem. Mein Job ist quasi ein Börsengeschäft mit lebender Ware, gekreuzt mit Tourismus. Für mich seit nun schon 25 Jahren ein Traum!

Kathi: Wie viele Bananen essen Sie am Tag?

Stefan Worm: Seitdem ich denken kann, esse ich tatsächlich jeden Tag 1 bis 2 Bananen. Ich war früher Leistungssportler und bin immer noch Sport-affin, da ist die Banane beim Sport und auch als Frühstück wirklich nicht aus meinem Alltag weg zu denken. Sie hat nachweislich inhaltlich echt etwas zu bieten.

Kathi: Das ist doch ein schönes Schlusswort. Vielen Dank für die das nette und informative Gespräch! Ich schnappe mir jetzt erst mal eine Banane … :)

Übrigens: Wer mehr darüber wissen möchte, warum der WWF-Panda die EDEKA Bananen ziert und in welchen Bereichen EDEKA und WWF kooperieren, erfährt hier mehr zur Partnerschaft für Nachhaltigkeit .

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