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Familienzeit

Food Pairing: abgedreht oder interessant?

Food Pairing: Gegensätzliche Lebensmittel ziehen sich an

„Food Pairing“ – den Begriff höre ich momentan überall. Aber was bedeutet das „Verpaaren“ von Lebensmitteln eigentlich?

Food Pairing – Was ist das eigentlich?

Food Pairing ist die Kunst, Essen richtig zu kombinieren und besonders gegensätzliche Lebensmittel geschickt miteinander zu verpaaren. Also Essen in Harmonie und Kontrast. Vielfach machen wir das ja schon, denn kontrastreiche Süß-Herzhaft-Kombinationen wie Blauschimmelkäse mit süßem Frucht-Chutney oder Datteln im Speckmantel sind nichts Neues und liebe ich schon lange. Was ist also jetzt anders?

Köche und Food-Spezis gehen da viel weiter – mit Food Pairing wollen sie richtig starke Kontraste setzen, den geschmacklichen Horizont erweitern und neue Geschmacksrichtungen entdecken. Als Ikone auf diesem Gebiet gilt Heston Blumenthal, der in seinem Restaurant „The Fat Duck“ schon vor Jahren mit Kreationen wie Kaviar auf weißer Schokolade Aufsehen erregte. So richtig lecker hört sich das für mich allerdings nicht an …

Food Pairing Trees – wissenschaftliches Kombinieren

Warum solche eigenwilligen Kreationen trotzdem schmecken (sollen), wurde aber tatsächlich von amerikanischen Informatikstudenten erforscht: Gegensätzliche Lebensmittel passen zusammen, wenn sie gleiche Aromen enthalten! Je mehr gemeinsame Aromen vorhanden sind, desto besser harmonieren die Lebensmittel miteinander. Auf Basis dieser Erkenntnis können Gerichte nun also mit wissenschaftlichem Hintergrund kreiert werden. Um zu veranschaulichen, was womit zusammenpasst, gibt es für verschiedene Lebensmittel sogenannte Food Pairing Trees. Danach braucht man also gar nicht mehr großartig herumzuexperimentieren, sondern kombiniert die Lebensmittel einfach anhand der Grafiken miteinander – danach sollen Tomaten beispielsweise mit Ingwer oder Himbeeren schmecken. Je dichter der Zweig dran ist, desto passender. Klingt irgendwie nicht so richtig nach Genuss, oder? Und diese Weisheiten sollen auch nicht für alle Länderküchen gelten. Bei der Asia-Küche passt praktisch nichts zusammen – und schmeckt bekanntermaßen trotzdem lecker.

Food Pairing – Mein Fazit

Ich finde das total spannend und werde neben meinen herzhaft-süßen Käse-Kombinationen sicher mal die einen oder anderen abgefahrenen Food Pairing Rezepte ausprobieren. Den Horizont geschmacklich zu erweitern und Geschmäcker zu kombinieren finde ich nämlich immer super. Die Asia-Küche ist für mich aber auch ein Beispiel, dass das nur bedingt ein Modell ist. Außerdem geht doch nichts übers Experimentieren und Ausprobieren, oder?

Schlagwörter: Trend, Food Pairing

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