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Weinlexikon

 


Dekantieren

Dekantieren nennt man das Umfüllen eines Rotweins aus der Flasche in eine gläserne Karaffe. Man kann aus zwei Gründen dekantieren:
  • Erstens, weil man insbesondere einem fassgereiften Rotwein durch das Umfüllen Luft zum Atmen geben möchte, damit er seine Aromapracht voll entfalten kann. Dazu lässt man den Flascheninhalt so in die Karaffe fließen, dass der Wein an den Innenseiten der Karaffe herunterläuft und dabei auf möglichst breiter Fläche mit Sauerstoff in Kontakt tritt.

  • Zweitens, weil man in der Weinflasche einen körnigen Bodensatz vermutet, den man durch vorsichtiges Umfüllen vom Wein trennen möchte. Bodensatz ist allerdings üblicherweise ein Phänomen sehr alter Rotweine, um das Sie sich beim Genuss der in dieser Broschüre präsentierten Weine nicht kümmern müssen.
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Lagerung

Wenn Sie Wein nach dem Kauf länger als nur ein paar Tage aufbewahren möchten, achten Sie beim Lagern auf folgende Umstände:
  • Lagern Sie Wein am besten liegend bei einer konstant kühlen Temperatur, zum Beispiel in einem ungeheizten Kellerraum.

  • Wählen Sie eine Lagerstätte, die nicht zu trocken ist, damit der Korken elastisch bleibt und die Flasche langfristig verschlossen hält.

  • Schützen Sie den Wein vor direkter Sonneneinstrahlung und dauerhaftem Lichteinfluss.
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Weinverschluss

Die meisten Weine werden wie seit Jahrhunderten mit Korken verschlossen. Kork ist ein zuverlässiger Verschluss, weil er - solange er feucht und elastisch ist - absolut dicht hält. Allerdings nicht ganz ohne Manko. Naturkork kann fehlerhaft sein und den Wein mit einem so genannten "Korkschmecker" verderben. Um dieses Problem zu umgehen, gibt es heute Alternativen, von denen wir Ihnen die folgenden drei empfehlen können, weil sie sich als mindestens ebenbürtig erwiesen haben:
  • Kunststoffkorken: Korken aus geruchs- und geschmacksneutralem Kunststoff, der beim Öffnen der Flasche ebenso "plopp" macht, wie der Naturkork.

  • Schraubverschluss: ebenfalls völlig geruchs- und geschmacksneutraler und zudem sehr praktischer Metallverschluss, der sich hervorragend für Wein eignet.

  • Glasstopfen: ausgesprochen eleganter Verschluss aus Glas, der leicht zu öffnen und ebenso leicht wieder zu verschließen ist.
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Restsüße

In den meisten Weinbauländern der Welt werden Weine fast ausschließlich trocken ausgebaut. In Deutschland sind aber seit jeher verschiedene Ausbaustufen üblich, wie z.B. "trocken", "halbtrocken", "lieblich" oder "süß". Die vier Kategorien unterscheiden sich in der "Restsüße" des Weines. Das ist jener Gehalt von Restzucker, der durch die Vergärung nicht in Alkohol umgewandelt wurde. Er wird in Gramm pro Liter gemessen und darf auf dem Etikett wie folgt ausgelobt werden:
  • "trocken": bis zu 9 g/l

  • "halbtrocken" oder "feinherb": 9 bis 18 g/l

  • "lieblich": 18 bis 45 g/l

  • "süß": über 45 g/l
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Trinktemperatur

Im Grunde kommt man mit der einfachen Faustregel aus, dass man Rotwein bei Zimmertemperatur trinkt, Weiß- und Roséweine gekühlt genießt und Schaumweine am besten kalt serviert. Für den, der es etwas genauer wissen will, haben wir diese Aufstellung aufbereitet:
  • Gehaltvolle Rotweine: 16 - 18°C

  • Leichtere Rotweine: 14 - 16°C

  • Gehaltvolle Weißweine: 10 - 12°C

  • Roséweine: 9 - 11°C

  • Leichte Weißweine: 8 - 10°C

  • Prosecco und Champagner: 6 - 8°C

Für jeden Wein in dieser Broschüre haben wir Ihnen unterhalb der Weinbeschreibungen die ideale Trinktemperatur angegeben. Bitte beachten Sie, dass der Wein sich im Glas in kürzester Zeit um zwei bis drei Grad erwärmt. Unter "Zimmertemperatur" versteht man übrigens nicht notwendigerweise die Temperatur, die im Zimmer gerade herrscht, sondern eine Temperatur um die 18 °C.

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Bioweine

Um dem Verbraucher eine verlässliche Orientierung zu geben, hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz das Biosiegel ins Leben gerufen. Nur Agrarerzeugnisse, die grundsätzlich zu mindestens 95% aus dem ökologischen Landbau stammen, dürfen das sechseckige Biosiegel tragen. Sowohl die Verwendung von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln als auch der bewusste Einsatz von Gentechnik ist verboten. Stattdessen setzen unsere Winzer auf kerngesunde und widerstandfähige Rebstöcke, natürliche Düngung und eine besonders intensive Pflege der Weinberge. Der Traubenertrag, der sich dadurch pro Hektar erzielen lässt, ist deutlich geringer als beim herkömmlichen Weinanbau. Dafür ist die Qualität der Weine spürbar höher. Sie sind aromatischer, reintöniger im Geschmack und bekömmlicher.

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