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Rebsorten
Rebsorten sind ein entscheidender Schlüssel zum Verständnis von Wein. Sie prägen einen Wein in der Regel noch stärker als die Herkunft oder die Handschrift dessen, der den Wein erzeugt. Wir präsentieren Ihnen im Folgenden die wichtigsten deutschen und internationalen Rebsorten.
Rote Rebsorten
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Cabernet Sauvignon
Cabernet Sauvignon ist die berühmteste und eine der edelsten Rotwein-Reben überhaupt. Sie bringt rund um den Globus hervorragende Weine hervor, die sich durch große Farbintensität, Extraktreichtum und kraftvolle Tannine auszeichnen. Sortentypische Eigenschaften des Cabernet Sauvignons sind Aromen von schwarzen Johannisbeeren und Zedernholz. Da die meisten Cabernet Sauvignon-Weine im Holzfass gereift werden, haben sie üblicherweise auch eine würzige Vanillenote. Fast die Hälfte aller Cabernet Sauvignon-Rebstöcke steht in französischen Weinbergen.
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Dornfelder
Dornfelder ist eine deutsche Rebzüchtung, die seit 1980 für den Qualitätsweinbau zugelassen ist. Dornfelder Trauben erbringen kräftige, vollmundige und harmonische Weine, die tiefrot in der Farbe und moderat in der Säure sind. Die Rebsorte Dornfelder hat sich in den letzten Jahren zur zweitpopulärsten deutschen Rebsorte hinter dem Spätburgunder entwickelt.
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Lemberger
Der Lemberger stammt ursprünglich aus Österreich, wo er im 18. Jahrhundert erstmals urkundlich dokumentiert wurde und bis heute Blaufränkisch heisst. In Deutschland wird Lemberger fast ausschließlich in Württemberg angebaut. Die Traube bevorzugt ein mildes Klima und windgeschützte Lagen. Weine, die aus der Lemberger-Traube erzeugt werden, sind typischerweise ausgesprochen fruchtig mit ausgeprägten Aromen von Kirsche und dunklen Beeren.
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Merlot
Die Rebsorte Merlot stammt ursprünglich aus den Weinbergen rund um Bordeaux, wo sie neben dem Cabernet Sauvignon die zweite bedeutende Traube ist. Im Gegensatz zum Cabernet Sauvignon reifen Merlot-Trauben früher aus und zeichnen sich durch ein milderes Aroma, üppige Frucht und weiche Tannine aus. Typisch für Merlot-Weine ist üppiges Brombeer- und ein dezentes Rosenaroma. Merlot wird heute in Weinbaugebieten rund um den Globus angebaut. Besonders gelungene Resultate erbringt die Rebsorte nach wie vor im Bordelais und seit einigen Jahrzehnten auch in Chile.
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Nebbiolo
Die Rebsorte Nebbiolo wird fast ausschließlich im norditalienischen Piemont angebaut. Sie gilt als eine der besten und charakterstärksten Rebsorten der Welt und ist die Grundlage des berühmten Barolo. Nebbiolo Weine offenbaren ein großes Aromaspektrum, das von reifen Kirschen über Gewürze und Rosen bis hin zu Trüffel und Kakao reicht. Bemerkenswert ist, dass Versuche, Nebbiolo außerhalb seiner angestammten Heimat zu pflanzen, bisher zumeist gescheitert sind.
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Nero d'Avola
Nero d’Avola gilt als die beste Rotwein-Rebe Siziliens. Die spätreifende Rebsorte eignet sich aufgrund ihrer kleinen dickschaligen Beeren besonders gut zur Erzeugung farbintensiver, tanninbetonter Rotweine, die gutes Alterungspotential besitzen.
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Pinotage
Mit der Rebsorte Pinotage, einer Kreuzung aus den französischen Edelreben Pinot Noir und Hermitage hat der südafrikanische Weinbau einen eigenständigen Beitrag zur Sortenvielfalt in der Weinwelt geleistet. Sie bringt einen farbintensiven, fruchtbetonten und vollmundigen Rotwein hervor, der von Weinliebhabern rund um den Globus geschätzt wird.
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Regent
Die Rebsorte Regent ist eine 1967 in Deutschland entstandene Neuzüchtung, die ihre europäische Sortenzulassung 1995 erhalten hat. Typisch für Weine aus der Regent-Traube sind ein vollfruchtiges Aroma, das von reifen Kirschen und Johannisbeeren geprägt ist, und ein kräftiger aber samtiger Geschmack.
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Sangiovese
Die edle Rotwein-Rebe Sangiovese ist das Herz und die Seele eines jeden Chianti Classicos und die meistverbreitete Traubensorte der Toskana. Sangiovese verbindet filigrane Eleganz mit feiner Frucht und wohldosierter Säure. Außerhalb des italienischen Weinbaus spielt Sangiovese keine nennenswerte Rolle.
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Schwarzriesling
Der Schwarzriesling ist eine rote Rebsorte, die mit dem Riesling nur ihren Wuchs und ihre Form gemein hat. Sie wird in Deutschland überwiegend in Württemberg angebaut und zeichnet sich dort für weiche und fruchtbetonte Weine verantwortlich. In der Champagne ist der Schwarzriesling als Pinot Meunier bekannt und zählt neben dem Chardonnay und dem Pinot Noir zu den drei Grundweinen des Champagners.
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Spätburgunder / Pinot Noir
Der Spätburgunder, oder Pinot Noir wie er in Frankreich heisst, stammt ursprünglich aus dem Burgund, wo er seit dem 4. Jahrhundert bekannt ist und bis heute einige der besten Rotweine der Welt hervorbringt. Nach Deutschland gelangten die ersten Rebstöcke im 7. Jahrhundert durch Mönche. Spätburgunder Weine zeichnen sich durch einen samtig-weichen Charakter und ein von blauen Früchten geprägtes, sehr nuancenreiches Aroma aus. Das bedeutendste deutsche Weinbaugebiet für Spätburgunder ist Baden.
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Syrah / Shiraz
Über die ursprüngliche Herkunft der Rebsorte Syrah ist sich die Wissenschaft nicht einig. Eine Theorie besagt, dass sie im 13. Jahrhundert aus der iranischen Stadt Shiraz – daher der in Übersee gebräuchliche Name der Rebsorte – ins Tal der Rhône kam und dort zu Berühmtheit gelangte. Eine andere, dass sie an der Rhône bereits seit Jahrtausenden heimisch ist. Unbestritten ist dagegen, dass Syrah zu den besten roten Rebsorten zählt und ausgesprochen fruchtige, würzige und komplexe Rotweine hervorbringt, die ein verführerisches Veilchenaroma haben und in der Regel sehr gut altern können. Als beste Syrah-Herkünfte gelten Südfrankreich und der Südosten Australiens.
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Tempranillo
Tempranillo gilt als die beste Rebsorte Spaniens, wo sie in verschiedenen Herkünften exzellente Rotweine hervorbringt. Tempranillo-Weine neigen zu einer beerigen Note mit Anklängen von Pflaumen und Trockenfrüchten. Sie altern exzellent und werden daher häufig über jahrelange Holzfassreife zu Reserva- oder Gran Reserva-Weinen ausgebaut.
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Trollinger
Trollinger ist die populärste Rebsorte Württembergs. Die Weine aus dieser Traube, die seit dem 14. Jahrhundert am Neckar zuhause ist, sind überlichweise frische und saftige Tropfen. Sie benötigen keine lange Lagerzeit und sind innerhalb eines Jahres trinkreif. Der Trollinger ist der Inbegriff des schwäbischen "Vierteles".
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Zinfandel
Zinfandel ist eine kalifornische Rotwein-Rebe, die neueren Forschungen zufolge auf die süditalienische Rebsorte Primitivo zurückgeht. Zinfandel-Trauben bringen farbintensive, würzige, kraftvolle und vollmundige Weine hervor, die unkompliziert zu genießen sind, weil sie vergleichsweise weiche Tannine aufweisen.
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Weiße Rebsorten
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Chardonnay
Neben dem Riesling gilt der Chardonnay als die edelste Weißwein-Rebe der Welt. Sie wird rund um den Globus auf sehr hohem Niveau kultiviert und bringt in ihrer französischen Heimat ebenso herausragende Weine hervor wie in verschiedenen Weinbauregionen der Neuen Welt, allen voran Kalifornien. Gute Chardonnay-Weine bestechen durch ein einladendes Bukett, dass an Äpfel und Pfirsiche erinnert, einen vollmundigen Geschmack und einen einducksvollen Körper.
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Elbling
Elbling gilt als die älteste europäische Weißwein-Rebe. Sie wurde an der Mosel bereits von den Römern angebaut, seit dem 17. Jahrhundert aber zusehends von Riesling und Silvaner verdrängt. Der Oberlauf der Mosel ist bis heute die bedeutendste Herkunft dieser Rebsorte, die außerhalb Deutschlands nur in Luxemburg eine nennenswerte Rolle spielt. Elbling-Weine sind im Geschmack typischerweise spritzig-frisch und fruchtig mit einem Aroma, das an Aprikosen erinnert.
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Grauer Burgunder / Pinot Grigio
Der Graue Burgunder ist bei Weinliebhabern rund um den Globus unter seinem italienischen Namen noch deutlich bekannter: Pinot Grigio. Typischerweise liefert er blumige, würzige, körper- und extraktreiche Weine mit vergleichsweise hohem Alkohol- und geringem Säuregehalt. Jenseits der Alpen gedeiht der Graue Burgunder besonders in den etwas kühleren norditalienischen Weinbaugebieten. Diesseits der Alpen bevorzugt er die wärmeren Regionen Badens.
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Müller-Thurgau
Populärste deutsche Rebsorte: fruchtig, vollmundig mit charakteristischer Muskat-Note. Müller-Thurgau ist das Ergebnis einer Kreuzung aus Riesling und Silvaner von Professor Hermann Müller aus dem schweizerischen Thurgau. Wird zunehmend in Osteuropa populärer.
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Riesling
In Sachen Riesling sind sich Weinexperten rund um den Globus einig: Der Riesling gilt als die beste weiße Rebsorte und Deutschland als die Heimat der besten Riesling-Weine. Die Faszination der Rebsorte liegt darin begründet, dass sie zum einen über einen sehr ausgeprägten Sortencharakter verfügt, der von Apfel-, Pfirsich- und Zitrusaromen geprägt ist. Zum anderen aber auch in der Lage ist, den Geschmack und die charakteristischen Eigenheiten des Weinbergbodens und der klimatischen Bedingungen wider zu spiegeln.
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Sauvignon Blanc
Sauvignon Blanc ist eine vergleichsweise junge Rebsorte, die im Südwesten Frankreichs seit dem 18. Jahrhundert angebaut wird und in den letzten drei Jahrzehnten zu einem Siegeszug rund um die Welt angetreten ist. Sauvignon Blanc- Weine zeichnen sich durch ein kräftiges Aroma mit ausgeprägter Zitrusnote und rassiger Säure aus. Sie zählen zu den edelsten Weißweinen der Welt und erbringen nicht nur in Frankreichs, sondern auch in den kühleren Weinbergslagen Südafrikas und Neuseelands hervorragende Ergebnisse.
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Silvaner
In Franken populäre aromatische Weißweinrebe. In Gesamtdeutschland von der Spitzenposition durch ergiebigere Sorten wie Müller-Thurgau verdrängt, in Österreich und Osteuropa ebenfalls auf dem Rückzug. Wird vermehrt für Neuzüchtungen verwendet.
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Weißer Burgunder
Nachdem der Graue Burgunder in den letzten Jahren als die Trend-Rebsorte galt, steht seit einiger Zeit der zartere und elegantere Weiße Burgunder im Fokus der deutschen Feinschmecker. Sehr zu Recht!
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