20. Januar 2009
EDEKA-Gruppe stellt erste Klima-Bilanz vor
- Bestandsaufnahme lässt auf ein hohes Einsparpotenzial zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen schließen
- EDEKA Bank bietet Finanzierungsanreize für nachhaltige Technologien
- Netto Marken-Discount bringt im Herbst einen Niedrigenergie-Markt als Pilotprojekt an den Start
Die Hamburger EDEKA-Gruppe hat im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin erste Ergebnisse ihrer Klimabilanz vorgestellt. Danach beziffern
sich die Treibhausgas-Emissionen der Handelsaktivitäten der EDEKA-Gruppe auf insgesamt 2,87 Mio. Tonnen pro Jahr. Dies entspricht einem Durchschnittswert von 353 kg
pro Quadratmeter Verkaufsfläche. "Mit der Klimabilanz haben wir die erwünschte Transparenz geschaffen, um nun in den nächsten Monaten substanzielle Einsparpotenziale
zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen einzuleiten", sagte Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der EDEKA AG, in Berlin. Als besondere Emissionstreiber gelten der
Stromverbrauch und der Einsatz von Kältemitteln bei der im Lebensmitteleinzelhandel unabdingbaren Kälteerzeugung.
EDEKA Bank fördert nachhaltige Technologien
Bereits heute leisten die selbständigen EDEKA-Kaufleute einen erheblichen Umwelt- und Klimaschutzbeitrag – beispielsweise durch die stark gestiegene Nutzung
regenerativer Energien bei der Regionalgesellschaft EDEKA Südwest oder der Regionalgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen. Um bei den rund 4.500 selbstständigen
EDEKA-Kaufleuten die Umstellung auf neue, umweltfreundliche Technologien weiter zu fördern, hat die EDEKA Bank im Herbst 2008 ein neues Finanzierungskonzept
entwickelt. Mit dem "Umwelt-Plus-Programm" unterstützt sie unter anderem die Anschaffung von Photovoltaik-Anlagen, Ressourcen schonenden Kühlsystemen sowie
individuelle Umwelt-Projekte. Im Zusammenwirken mit den Förderprogrammen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet die EDEKA Bank Konditionen für die
verschiedenen Aktivitäten in einer Bandbreite von 3,5 Prozent für Kühlsysteme und 3,75 Prozent für Photovoltaik-Anlagen.
Netto Marken-Discount bringt Niedrigenergie-Markt an den Start
Mit einem Pilotprojekt im bayerischen Burtenbach geht auch die EDEKA-Tochter Netto Marken-Discount neue Wege beim Klimaschutz. Im Herbst wird der Discounter auf
einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmeter erstmals einen Niedrigenergie-Markt eröffnen, in dem moderne ökologische Technologien umgesetzt werden. Dies richtet
sich nicht nur auf die optimale wärmedämmende Ausrichtung der Gebäudehülle, sondern auch auf die Reduzierung von Wärmeverlusten durch eine innovative Haustechnik.
Darüber hinaus wird an diesem Standort erstmals Energie durch Windkraft erzeugt. Netto Marken-Discount verspricht sich durch die einzusetzenden Technologien eine
Absenkung des Kilowattstunden-Verbrauchs um 20 Prozent. Nach der Pilotphase wird entschieden, welche Technologien auch an anderen Netto Marken-Discount-Standorten
eingesetzt werden.